Studenten bauen Googles Suchalgorithmus nach

Eine Gruppe Studenten der Northwestern University in Chicago mit dem Namen Northwestern Networks Group suchte eine Antwort auf die Frage, welche Faktoren nötig sind, um eine konkrete Position in Googles Suchergebnissen bestimmen zu können. Offenbar sind sie recht nah an die Wahrheit des Algorithmus herangekommen. Der Weg dahin erinnert an die Worte Leonardo Da Vincis: In der Einfachheit liegt die Vollendung.

Die Gruppe entwarf sich dafür nämlich ihre eigene Suchmaschine und variierte den verwendeten Algorithmus solange, bis die Suchergebnisse denen von Google am nächsten kamen. Eine relativ detaillierte Beschreibung dazu findet sich in dem PDF „How To Improve Your Google Ranking: Myths and Reality“. Dazu analysierte die Gruppe zwei Subsets von jeweils sechzig Schlüsselwörtern und wies damit eine Erfolgsquote von über 80 Prozent nach.

Wenn man sich mit dem Thema Google Algorithmus etwas intensiver beschäftigt, liest man von seiten Googles, dass mehr als 200 Faktoren die Suchergebnisse beeinflussen (sollen). Erstaunlicherweise benötigten die Studenten „nur“ siebzehn Stück um Googles Suchergebnisse weitgehend nachbauen zu können. Die Kollegen von Coconut Headphone ließen sich den Versuch nicht nehmen das ganze in einer Tabelle darzustellen. Wie auch schon andere Analysten in der Vergangenheit, kam die Gruppe zu dem Ergebnis, dass Links und optimales HTML mit gutem Inhalt maßgeblich für Top-Positionen verantwortlich sind.

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3 Kommentare
    Dein Kommentar
  • Sephiroth Nikon
    Fett!
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  • bitti1@guest
    Was versteht ihr unter "optimales HTML mit gutem Inhalt"? Valides HTML ist klar, aber was ist guter Inhalt? Und wieso landet die Bild-Seite dann soweit oben in den Suchergebnissen?
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  • chevarez
    Sie meinen nicht "guter Inhalt" sondern "relevanter Inhalt". Und wenn man zu einem bestimmten Suchwort einen Artikel der Bild-Zeitung weit oben findet, liegt das nicht an der besonderen journalistischen Leistung, sondern daran, dass der Artikel nicht künstlich durch Keywords vollgespammt ist, aber doch eine gewisse Dichte der Suchwörter beinhaltet und höchstwahrscheinlich relativ stark verlinkt ist. Ich weiß es nicht auswendig, gehe jedoch davon aus, das die Bild selbst einen relativ hohen Pagerank hat, häufig von anderen Online-Zeitungen, Blogs und Portalen mit evtl. ebenso hohem Pagerank zitiert (und damit verlinkt) wird und natürlich vor allem deshalb in den Suchergebnissen bei bestimmten aktuell diskutierten Suchwörtern relativ hoch aufschlägt.
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