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Entlassungen bei Sun

Von - Quelle: Tom's Hardware | B 11 kommentare

Auch bei Sun Microsystems wirkt sich nun die Wirtschaftskrise aus. Der Server-Hersteller will bis zu 6000 Arbeitsplätze streichen und nimmt Änderungen bei seinen Geschäftsbereichen vor.

Muss Stellen streichen: Sun-CEO Jonathan SchwartzEinen massiven Arbeitsstellen-Abbau kündigt Server-Hersteller und Unix-/Java-/Solaris-Spezialist Sun Microsystems an: Laut einer Unternehmens-Mitteilung werden bis zu 6000 Arbeitsplätze gestrichen — rund 18 Prozent der gesamten Belegschaft. Die Kosten dafür beziffert das Unternehmen mit 600 Millionen US-Dollar im Laufe der nächsten 12 Monate. Bereits 2006 wurden bei Sun rund 5000 der damals knapp 38.000 Arbeitsplätze gestrichen, etwa 1600 davon in Deutschland.

Auch Software-Chef Rich Grenn verlässt (wieder einmal) das UnternehmenGleichzeitig wird das Unternehmen umgebaut. Zusammen mit dem Personalabbau soll die Umstrukturierung etwa 800 Millionen US-Dollar pro Jahr einsparen. »Wir haben uns dazu entschlossen, unser Business der globalen Wirtschaftlage anzupassen«, erklärt Sun-CEO Schwartz. Demnach wird mit »Application Platform Software« unter anderem eine neue Abteilung gegründet, in die künftig die Bereiche Java, MySQL, GlassFish Application Server sowie das Identitätsmanagement fallen. Die Segmente Solaris, Virtualisierung und System-Management zählen in Zukunft zum Geschäftsbereich »Systems Platforms«. Unternehmensweit wird sich die Abteilung »Cloud Computing & Developer Platforms« um Web-basierte Dienstleistungen kümmern.

Laut Sun wird auch Software-Chef Rich Green das Unternehmen verlassen. Er war seit 1989 bei Sun, verließ 2004 die Firma, kam jedoch 2006 wieder zurück.

Bilder: Sun Microsystems

Kommentarbereich
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  • fruechtetee , 14. November 2008 19:10
    Das hätte ich nicht gedacht!
    Nach Cisco, so dachte ich, ist Sun mit HP an der Spitze.
    Entlassungen sind immer schlecht.
  • Anonymous , 14. November 2008 19:20
    seit dienstag denk ich die welt ist kleiner geworden, die zukunft ist doch nicht so super.

    wieso schalten die einfach ein botnetz ab?
    das raubt mir gegliche illusion.

    wie langweilig.

    ein schelm der böses dabei denkt.

    :>

    need more 1-click-hd-seiten und so

    wenn wir alle wirtschaftskrise 3 mal hintereinandersagen können, haben wir vielleicht wirklich bald eine.
  • lord_fritte , 14. November 2008 23:32
    Entlassungen bei Unternehmen währen erst gar nicht nötig, würden sich die Manager nicht alle 3 Monte ihre Löhne erhöhen..
    Mich regt ja auch wieder die Bahn so auf, nur Murksarbeit, Störungen, defekte Züge, etc. und da denkt der Vorstand er hat sich eine Lohnerhöhung verdient.. Echt lächerlich und eine Frechheit ist das!!
  • apocalypsecow , 15. November 2008 15:55
    Java hat Angst vor Silverlight :D 
  • Anonymous , 15. November 2008 17:20
    Auch das ist nur eine halbherzige Maßnahme und zu wenig. Der Vorstand muß endlich weg ! Sun muß von 33000 auf max 15000 Mitarbeiter schrumpfen, und zwar asap. So bitter es klingt, aber mehr MA passen nicht mehr zu den Umsatzzahlen.
  • Anonymous , 16. November 2008 14:23
    Seit wann schafft Größe Flexibilität?
  • Anonymous , 16. November 2008 19:38
    Was Du beschreibst, nennt man wohl eher Diversifizierung denn Flexibilisierung. Je kleiner, desto besser kann ich mich auf Veränderungen der Rahmenbedingungen einstellen. Das nenne ich Flexibilität.
    Schläge wegzustecken ist eine andere Sache. Das mache ich z.b. durch (relative) Stärke in meinem Segment. Das ist aber eher Aussitzen als flexibel reagieren.

    Aber so ist das halt in der Wirtschaft, nichts ist eindeutig. Weder in der Diversifizierung noch in der Spezialisierung allein liegt das Heil. Denn das Problem sind immer die sich ändernden Marktbedingungen. Deswegen gibt es unterschiedliche Strategien, die dann zu unterschiedlichen Zeitpunkten unterschiedlich erfolgreich sind.
  • Anonymous , 17. November 2008 09:41
    Die quantitativen Ressourcen des Managements sind unwichtig, es zählt nur die Qualität. Zwanzig schlechte Köche können es auch nicht mit einem guten aufnehmen.

    Achja, die liebe Ethik-Frage. Die wird nach meinem Empfinden immer nur dann heraus geholt, wenn es mal wieder darum geht, Geld blind von oben nach unten umzuverteilen.
  • Anonymous , 17. November 2008 14:53
    Als wenn 20 Chefs mehr Umsatz machen würden als einer. Ich dachte nur das "unterprivilegierte Fußvolk" ist Herz der Wirtschaft?

    Naja, der Kapitalismus funktionier zwar nicht immer und überall reibungslos, soviel ist sicher. Aber Sozialismus hat noch nie funktioniert.

    Soziale Grundsicherung ist sicherlich sinnvoll, aber deswegen muss man nicht einem Rattenfänger hinterher laufen, der verdammt gut für das Predigen seiner Umverteilungs-Forderungen bezahlt wird und selbst auf seinen Milliönchen sitzen bleibt.

    Nicht alle Menschen sind gleich, nicht alle Menschen leisten das gleiche, also können nicht alle Menschen das gleich Einkommen haben. Aber wir driften ab, wir sollten zur Hardware zurück kommen.
  • Anonymous , 17. November 2008 19:37
    Mir würde nie einfallen, Dich als ungebildet oder oberflächlich einzuordnen. Ich kenne Dich ja nicht einmal.

    Interessant finde ich den letzten Absatz. Jeder bisher existierende Sozialismus hat doch gerade auf Ausbeutung basiert. Man hat den Leuten zwar suggeriert, es würde für sie gesorgt, gut ging aber es aber doch nur den Ausbeutern.
  • Anonymous , 18. November 2008 07:49
    Cool. Jetzt ist der Kapitalismus auch noch am Scheitern des Sozialismus' Schuld. Ich setze jetzt hier mal einen Schlusspunkt unter diesen politischen Exkurs. Du darfst gerne ein passenderes Forum suchen, wo wir weiter diskutieren können. An dieser Stelle führt es zu weit.