83.000 CPUs um 1% der Gehirnaktivitäten eine Sekunde zu simulieren

Fujitsu hat es mit seinem Großrechner geschafft, die Rechenleistung eines Prozentes des menschlichen Gehirn zu simulieren. Das hinter dem Experiment stehende Forschungsinstitut RIKEN benötigte dabei allerdings 40 Minuten um diese Hirnaktivitäten eine Sekunde lang nachzubilden. Bei der Simulation wurden virtuelle 1,73 Milliarden Nervenzellen geschaffen, die über 10,4 Billiarden Synapsen verbunden waren. Die Berechnungen wurden dabei mit dem japanischen Superrechner K gemacht, der 2011 als leistungsstärkster Recher der Welt angesehen wurde. Im Inneren des Großrechners sind 82944 Prozessoren verbaut.

Bei diesem Versuch, der mit Hilfe der Open-Source-Software NEST bewerkstelligt wurde, wurde ein 1 PB großer Hauptspeicher benötigt - für jede einzelne Synapse musste ein Speicher von 24 Byte zur Verfügung stehen. Das entspricht der Leistungsfähigkeit von rund 250.000 PCs. Die japanischen Forscher konnten damit wichtige Daten liefern, um das Nervennetz im Hirn besser zu verstehen und reproduzieren zu können. Daneben sollte mit der Hirnsimulation aber auch die Fähigkeiten von Simulationssoftware getestet und die Leistungsgrenzen des Supercomputers ausgereizt werden.

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15 Kommentare
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    Dein Kommentar
  • ebatman
    Und nun die alles entscheidende Frage:
    Über was hat das 1% Gehirn in der einen Sekunde nachgedacht ^^
    Welche 1% waren es ?
    Stammhirn = "Einatmen"
    Frontallappen = "Schönes Auto"

    Aber erst mit solchen Simulationen lässt sich erkennen welche immense "Rechenkraft" ein normales Gehirn besitzt, und warum aktuelle Software die Menschenähnlich agieren soll immer wieder teils kläglichst versagt.

    Und bevor jetzt jemand meint 1% in 40minuten für 1 Sekunde = nehmen wir das Teil einfach 240.000x und wir haben es geschafft .... die notwendige Rechenleistung steigt beinahe exponentiell an je höher die Komplexität des "Simulatorhirn" wird.
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  • Zyniker-mit-rosa-Brille
    Und trotzdem laufen so viele Idioten herum bzw. lassen sich von ihren "hoch-komplexen" Emotionen steuern, wie Tiere.
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  • klomax
    Beeindruckend...unser Gehirn. - Gelungene Synthese aus analogen und digitalen Funktionsweisen. (Potentiale bauen sich stetig auf, und dann schlägt es entweder ins qualitative um oder bleibt untergeordnet).
    Dabei müssen sich Biologie/Natur und Computeranalogien gar nicht so sehr widersprechen, und auch den "Geist" muss man nicht zwangsläufig wegdiskutieren: Die Summe menschlicher Erfahrung durch die Schablone unserer Wahrnehmungsmechanismen ist ziemlich beeindruckend, 's Gehirn managed uns ganz gut...ok...Ausnahmen gibt es immer in der menschlichen Spezies. :D
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