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Änderungen, Versionierung und Fazit

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Wird die von EdocSync verwaltete Datei nun verändert und abgespeichert, werden die Änderungen auf die anderen Clients übertragen. Interessant ist hierbei, dass nicht die komplette Datei, sondern nur der veränderte Teil gegenüber der von EdocSync verwalteten Originaldatei übertragen wird.

Dies macht besonders dann Sinn wenn die Synchronisation der EdocSync-Clients über das Internet stattfindet. Denn dadurch kann erheblich an Zeit und an Bandbreite gespart werden. Weiterhin können Anwender auch ältere Versionen von Dateien aufrufen die über EdocSync bearbeitet und Synchronisiert wurden. Ein Rechtsklick auf die Datei genügt und es lässt sich eine komplette Bearbeitungshistorie inklusive Datum und Bearbeiter zu einer Datei anzeigen.

Ausführliches Journal

Darüber hinaus können Bearbeiter einer Datei noch eine Notiz verfassen, die zum Beispiel den Grund der Bearbeitung darlegt und die bei der jeweiligen Version eines Dokuments angezeigt werden kann. Weiterhin verfügt EdocSync über eine sehr ausführlich Log-Funktion, die jegliches Hinzufügen, Löschen oder Ändern einer Datei erfasst und Protokolliert. Dies bietet eine sehr hohe Transparenz beim Umgang mit Dateien.



Probleme beim Test

Neben der kleinen Schrecksekunde bei der Installation auf Windows 7 konnten wir in unserem Kurztest nicht viele Fehler ausfindig machen. Aufgefallen ist uns lediglich, dass das Programm beim Beenden auf jeglichen Warnhinweis verzichtet, obwohl noch unsynchronisierte Dateien vorhanden sind oder sogar noch ein Synchronisationsprozess im Hintergrund läuft. Weiterhin gibt der Hersteller auf seiner Homepage in der FAQ-Rubrik an, dass mit EdocSync Dateien jeglicher Größe verwendet werden können und es keine Einschränkungen gibt. Wir mussten jedoch Feststellen, dass dies, zumindest in unserem Fall, nicht ganz richtig ist. Denn beim Versuch eine 2 GB große Outlook-PST-Datei mit EdocSync zu verwalten wurde uns noch während des Hinzufügens der Datei eine Fehlermeldung präsentiert.

Fazit

Durch die stetig steigende Verfügbarkeit des Internets bieten sich für oftmals nur umständlich oder sogar nur schwer lösbare Probleme alternative Wege die herkömmliche Vorgehensweisen ergänzen oder sogar ersetzen können. Als Beispiel hierfür sei die hier betrachtete Lösung EdocSync des Herstellers SyncEvolution genannt. Durch EdocSync werden Daten mehreren Anwendern zur Verfügung gestellt, die diese sowohl Online als auch Offline bearbeiten können, ohne mit einem zentralen Server verbunden zu sein. Durch die nicht vorhandene Zentralisierung entfällt der für ein Unternehmen kritische Single Point of Failure bei der Speicherung von Daten. Auch auf das gezielte Zuweisen von Rechten für verschiedene Anwender muss hierbei nicht verzichtet werden.

Unternehmen, die den Einsatz des zugegeben nicht ganz günstigen Programms erwägen, sollten jedoch dem in kleineren Lizenz-Paketen und vom Hersteller zur Verfügung gestellten "Meeting Point" eine gewisse Skepsis entgegen bringen. Denn welche Daten hier übertragen werden und welche Eingriffsmöglichkeiten sich in das Verhalten der Clients daraus ergeben, dürfte aktuell nur vom Hersteller zu beantworten sein. Ansonsten hinterlässt EdocSync einen soliden Eindruck, der nur durch die in optischer Hinsicht etwas extravagant geratene Oberfläche und die damit verbundene höhere Einarbeitungszeit getrübt wird.

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anonymous 11/11/2009 18:45
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"Doch auch wenn die Bereitstellung eines zentralen Netzwerkspeichers viele Vorteile mit sich bringt und unter anderem das Verteilen von Dateien durch kopieren auf einzelne Computer überflüssig macht, so wird ein Problem damit nicht gelöst: Das Vorhalten von Dateien mit verschiedenen Versionsständen. Denn wenn eine Datei bearbeitet und wieder abgespeichert wird, dann wird durch diesen Vorgang die ursprüngliche Datei überschrieben. Sie ist damit in den meisten Fällen unwiederbringlich verloren. Ein ähnliches Problem tritt auch auf, wenn eine zu bearbeitende Datei auf dem lokalen Computer abgespeichert und nach der Bearbeitung wieder auf den Netzwerkspeicher kopiert wird. Wurde die Datei auf dem Netzwerkspeicher zwischenzeitlich geändert, sind diese Änderungen nach dem Kopiervorgang nicht mehr verfügbar.

Dieser Problematik begegnen viele Unternehmen durch den Einsatz datenbankgestützter Dokumentenmanagementsysteme. Für Privatanwender oder kleine Unternehmen stellen diese jedoch meist keine Lösung dar, da die Einrichtung eines solchen Systems zu teuer oder die Implementierung im Verhältnis zum angestrebten Zweck zu aufwändig wäre."

Windows Server haben seit Server 2003 schon den Volume Shadow Copy Service (VSS), der kann bis zu 64 Versionsstände speichern, also eigentlich ohne großen Aufwad machbar...

anonymous 11/11/2009 18:45
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"Doch auch wenn die Bereitstellung eines zentralen Netzwerkspeichers viele Vorteile mit sich bringt und unter anderem das Verteilen von Dateien durch kopieren auf einzelne Computer überflüssig macht, so wird ein Problem damit nicht gelöst: Das Vorhalten von Dateien mit verschiedenen Versionsständen. Denn wenn eine Datei bearbeitet und wieder abgespeichert wird, dann wird durch diesen Vorgang die ursprüngliche Datei überschrieben. Sie ist damit in den meisten Fällen unwiederbringlich verloren. Ein ähnliches Problem tritt auch auf, wenn eine zu bearbeitende Datei auf dem lokalen Computer abgespeichert und nach der Bearbeitung wieder auf den Netzwerkspeicher kopiert wird. Wurde die Datei auf dem Netzwerkspeicher zwischenzeitlich geändert, sind diese Änderungen nach dem Kopiervorgang nicht mehr verfügbar.

Dieser Problematik begegnen viele Unternehmen durch den Einsatz datenbankgestützter Dokumentenmanagementsysteme. Für Privatanwender oder kleine Unternehmen stellen diese jedoch meist keine Lösung dar, da die Einrichtung eines solchen Systems zu teuer oder die Implementierung im Verhältnis zum angestrebten Zweck zu aufwändig wäre."

Windows Server haben seit Server 2003 schon den Volume Shadow Copy Service (VSS), der kann bis zu 64 Versionsstände speichern, also eigentlich ohne großen Aufwand machbar...

it-turtle 01/02/2010 10:46
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Wie mein Vorredner schon erwähnte: Schattenkopien gehören mittlerweile schon zum Alltag. Auch viele NAS haben diese Funktionen inne. Ich weiß nicht welcher "IT-Experte" auf die Lösung P2P zugreift. Sicherheitstechnisch ein absoluter Supergau!!!!, da zusätzl. Software benötigt wird um mit Clients von aussen zu kommunizieren.

"Der "Meeting-Point"-Server wird dann notwendig, wenn eine Kommunikation zwischen EdocSync-Clients innerhalb eines Unternehmensnetzwerks mit EdocSync-Clients außerhalb des Firmennetzwerk kommunizieren sollen. Denn einerseits würden im Normalfall die Kommunikationsversuche der EdocSync-Clients von einer im Unternehmen installierten Firewall geblockt werden, zum anderen ergibt sich auf Grund der der Peer-to-Peer Architektur die Problematik der sogenannten Network Address Translation (NAT)."

richtig so! Es muss geblockt werden!!!

Weil zusätzl. Datenverkehr stattfindet!!!:
"Da uns für unseren Test kein "Meeting Point"-Server zur Verfügung stand und die Kommunikation zwischen EdocSync-Client und "Meeting Point"-Server SSL-Verschlüsselt stattfindet, lässt sich nicht genau sagen welche Informationen, neben den für die Identifizierung des Clients notwendigen Daten, noch übertragen werden."

Fazit: kein vernünftiger Admin lässt auf seiner FW ein P2P-Netzwerk zu.

Jeder x-beliebige Router aus dem MediaMarkt kann heute viele VPN-Verbindungen parallel verwalten. Habe ich Windows Server 2003 aufwärts kann ich auch mit diesem problemlos VPN-Verbindung simultan fahren!!!

Gruß
IT-Turtle

edward38 23/02/2010 15:33
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IT-Turtle ... mmhhh... Frage ist, ob hier zielgruppenkonform bewertet wurde.

Fakt ist, Du hast Recht und die Sicherheitsbedenken sind begründet. Zumindest teilweise, denn die Daten werden ja verschlüsselt übertragen, was aus dem „Supergau“ ein nur noch „vorhandenes Sicherheitsrisiko“ macht, selbst bei P2P. Fakt ist aber auch, dass dieses Tool eine ganz andere Zielgruppe anspricht. Ich fahre ja auch nicht mit dem Fahrrad auf der Autobahn. :-)

Nein, mal im Ernst: Kleine Teams, die unstrukturiert und projektbezogen arbeiten und kurzfristig einberufen werden, ersparen sich mit eDocSync eine Menge Zeit. Die Software ist relativ einfach zu installieren und zu bedienen und bringt für Leute mit begrenztem IT-Sachverstand oder -Experimentierlust einen Luxus an Funktion und Sicherheit, den sie ansonsten nur von wesentlich aufwendigeren und kostenintensiveren Lösungen erwarten können.

juzaa 24/02/2010 02:59
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Das EDocSync erinnert mich stark an SVN mit den filelocks/users/groups/branching...

Was das P2P angeht, so sehe ich da keine Probleme.

- Die Anwendung _muss_ ja auf irgendeine Art kommunizieren
- Die Kommunikation erfolgt im Netzwerk
- Das Netzwerk wird entlastet
- Docs werden nur zwischen den Clients geshared die auch in einer Gruppe sind und dementsprechend die Berechtigung dazu haben

Wer aber einen externen Zugriff auf sein Netzwerk haben will, muss in den Meetingpoint investieren. Wenn ich die Kritik von it-turtle aufgreife, so könnte man auch sagen, dass das Windows Filesystem ebenfalls ein P2P ist. Zugegeben, der Begriff P2P erinnert stark an Kazaa edonkey und emule was bei den Admins ein paar graue Haare verursacht. Ich definiere das mal als einen unglücklich gewählten Begriff und würde es als "direkte Kommunikation zwischen den Clients" bezeichnen.

Eine Verbindung zähle ich noch zu www.syncevolution.com:4454. Ich nehme an, dass dort die User DB liegt (Hatte keine Lust Wireshark anzuwerfen :) )

Zitat :
> Fazit: kein vernünftiger Admin lässt auf seiner FW ein P2P-Netzwerk zu.

Da komm ich grad nicht mit? Wenn es nach de Aussage ginge, so müsste jeder Rechner eine komplette Portsperrung erhalten, angefangen bei den Netbios über EPMap und HTTP... Viel einfacher wäre es dann den Stecker zu ziehen, oder auf gut deutsch: Kein Netzwerk. Dann, ist die Anwendung aber definitiv ungeeignet :)
Zitat :
> Sicherheitstechnisch ein absoluter Supergau!!!!, da zusätzl. Software benötigt wird


Ist mir definitiv lieber als das meine Daten auf irgendeinem Fremdserver rumliegen. Da hoste ich lieber selbst eben Aufgrund der Sicherheit und überlasse meine Dokumente ungern auf irgendwelchen Server. Ebenso könnte man meinen, dass der Satz das Hosten eines Exchange Servers als einen Supergau deklariert nur weil ich eine Portfreigabe gemacht werden muss um Outlook Anywhere zu nutzen.

Eine Möglichkeit den Meetingpoint zu kicken wäre VPN. Das Programm ermöglicht auch die Adapterauswahl über welchen die Kommunikation erfolgen soll, ebenso einen Proxy. Aber dann bräuchte man ja eine Portfreigabe für VPN...
Zitat :
> Windows Server haben seit Server 2003 schon den Volume Shadow Copy Service (VSS), der kann bis zu 64 Versionsstände speichern, also eigentlich ohne großen Aufwad machbar...

Jip, aber das betrifft nur die Versionierung, nicht das eigentliche Arbeiten am Dokument. Hier, wenn modifiziert, wird mir der diff Angezeigt. Das sollte der eigentliche Zweck des Programms sein soweit ich das verstanden habe.
Zitat :
> Fakt ist, Du hast Recht und die Sicherheitsbedenken sind begründet.

Sicherheitsbedenken ist unter anderem das, was einen Admin ausmacht, sehe sie aber nciht als begründet...


Die GUI bedarf noch einer Überarbeitung, diverse Punkte sind unkonventionell angeordnet. Was mir gefällt ist der Notifier der bei einem Dokument, dass sich in Bearbeitung befindet die teilnehmenden User informiert. Der Notifier kann ebenfalls konfiguriert werden.

Das Chat System muss noch angepasst werden. Beim Bearbeiten eines Dokuments hat eine Incomming Message das Carret gefressen und 2 Sätze landeten im Messenger.

Da die Software verschlüsselt kommuniziert ("direkte Kommunikation zwischen den Clients"):

Fazit: Ideal geeignet um simultan an Dokumenten zu arbeiten, diverse Anpassungen an der GUI noch nötig.

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