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T-Mobile G1 mit Android: Googles Antwort auf das iPhone

von - quelle: Tom's Hardware

T-Mobile mutiert zum Vermarkter für Google und HTC. Das Betriebssystem Android erlaubt die Bedienung per Touchscreen. Google bündelt massiv seine Software - genauso wie Apple beim iPhone. Einen Touchscreen mit Fingerstreichbedienung haben sie beide. Doch das T-Mobile G1 alias HTC Dream besitzt sogar eine echte Tastatur.

Klicken Sie auf ein Bild oben, um die komplette Bilderstrecke zum G1 zu starten.

Jetzt greift Google seinen Konkurrenten Apple richtig an. Das Konzept mit Fingerbedienung mag vielleicht abgekupfert sein. Doch die Software hat Google dafür selbst entwickelt. Microsoft schaut nun dumm in die Röhre, sorry Flachbildschirm, denn Apple wie Google liefern Softwarepakete mit, die de facto kostenlos sind. Einige stammen sogar aus der Open-Source-Welt.

Bei der heutigen Vorstellung in New York ließen es sich selbst Google-Gründer Sergey Brin und Larry Page nicht nehmen dabei zu sein. Der Marktstart in den USA steht in vier Wochen bevor, nur Deutschland muss sich dank T-Mobile noch bis zum 1. Quartal 2009 gedulden. Diese Verzögerungstaktik von T-Mobile wirkt verwegen, schließlich sollte der rosa Riese wissen, wie gut das bereits bei Apple funktionierte: Vergraulte Kunden, Firmware-Hacking bei Re-Importen und ganz im Gegensatz zu den USA mittelmäßige Absatzraten in Deutschland.

Das iPhone ist momentan ungeschlagen, doch Google hat in der Tat gute Karten, an Apples Image ordentlich zu kratzen. Im Gegensatz zu Sony, Ericsson und Nokia kann Google leistungsfähige Software bieten, die einen großen Kundenstamm besitzt. So erfreuen sich Gmail, Youtube, der Browser Chrome und Google Maps bzw. Earth schon jetzt großer Beliebtheit. Die Chancen stehen also nicht schlecht.

Wer glaubt, mit der eingebauten 3-Megapixel-Kamera könnte man Videochats abhalten, wird enttäuscht. Optik und Sensor taugen gerade einmal für Fotos. Auch das Design wirkt ein wenig altbacken. Nichtsdestotrotz entscheidet über den Erfolg bekanntermaßen die Funktionalität und Bedienungsfreundlichkeit. Verkümmert das Apple iPhone zum Angeber-Ziegel, das G1 zum wahren Business-Gerät? Wir sind gespannt.

T-Mobile G1
BetriebssystemGoogle Android
Größe117 x 55 x 16 mm
Gewicht157 Gramm
Touchscreen3,17 Zoll (8,05 Zentimeter Diagonale), 480 x 320 Pixel, 65.536 Farben
Digicam3 Megapixel
Musik-PlayerMP3, M4A (iTunes, AAC, DRM-frei), MIDI, WAV, OGG Vorbis, AMR, WMA
GPS-ModulA-GPS
Speicher1 GByte microSD integriert, erweiterbar bis 8 GByte
Telekom-NetzeHSDPA, UMTS, EDGE, GPRS, GSM 850/900/1.800/1.900 MHz (Quadband)
Privat-NetzeWLAN, Bluetooth
Akku-LaufzeitBis 5 Stunden Sprech- oder knapp 5,5 Tage Stand-by-Zeit
Marktstart in Deutschlanderstes Quartal 2009
Marktstart in USA22. Oktober 2008 für rund 180 US-Dollar mit Vertag

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anonymous 24/09/2008 01:39
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-0+

Das hervorragende Image des Apple iPhone ist momentan ungeschlagen, doch Google hat in der Tat gute Karten, daran ordentlich zu kratzen.

Die Logik versteh' ich nicht ganz...

jehaa 24/09/2008 01:41
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-1+

vermiss da irgendwie die cpu-leistung, das gewicht is sicherlich auch schon deutlich grenzwertig, aber wohl in dieser klasse normal. mir völlig unverständlich bleibt aber die niedrige bildschirmauflösung, selbst das htc touch pro (diamond mit tastatur) hat ne auflösung von 640x480 bei 2,8", son riesen display is ja schon echt von vorteil für entsprechende anwendungen aber finde mit 480x320 war htc n bisle sehr spartanisch.

paulemann 24/09/2008 02:14
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-0+

Hmpf, eigentlich sieht das Gerät recht interessant aus. In dem Video kann man über seine Logindaten direkt auf seine Kontakte etc. zugreifen. Was machen denn jetzt die Leute die eine Synchronisation mit Outlook etc. bevorzugen? Pech? Somit ist das Google Android, doch eine Insellösung, oder sehe ich das jetzt falsch?

derGhostrider 24/09/2008 05:03
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-2+

Zitat :So erfreuen sich Gmail, Youtube, der Browser Chrome und Google Maps bzw. Earth schon jetzt großer Beliebtheit.

Ja, von Leuten, die die EULA nicht lesen können. Gmail und Chrome sind regelrecht ein Schlag ins Gesicht im Sinne des Datenschutzes. Fehlt nur noch Googles-Office-Alternative. Bei allen dreien verzichtet der User vollends auf seine Privatsphäre. Mails auf einen Google-Account werden systematisch ausgewertet ("Social Networking" und Feststellung der Interessen), bei der Google-Textverarbeitung geht alles geschriebene automatisch in den Besitz Googles über - samt Weltweiter Nutzungs- und Veröffentlichungsrechte. Bei Chrome wird jede Suchanfrage und die Liste der besuchten Seiten an Google übertragen.
Toll. Das nun auch noch als Handy? Vielleicht werden dann ja gleich Gesprächsfetzen, das Telefonbuch und SMS als BCC mit an Google geschickt. Wundern würde es mich bei deren Sammelwut nicht.

Youtube funktioniert (inzwischen) doch außerdem auf ungefähr jedem I-Net-fähigen Handy.
Außerdem ist der Ruf des iPhone doch gar nicht mal so gut. Die neue Version hat ein paar neue technische Spielereien, ist dafür billiger und wurde bei so einigen Tests zerrissen. Als Business-Gerät ungeeignet. Außerdem überträgt es selbst im ausgeschalteten Zustand (!) Daten. Ob an oder aus verändert also primär nur den Zustand des Displays.

Finden das manche wirklich toll? Doch nur ein paar unbelehrbare Geeks und die, die gerne Hip sein möchten. "Guck mal, was ich tolles mit meinem unhandlichen Handy kann."

Es ist eine nette Spielerei, aber so toll ist dessen Ruf nun auch nicht.

---

Bei diesem HTC fällt mir als erstes auf, daß das Display beim schwarzen Modell in herausgezogener Stellung schief sitzt. Super für ein Pressefoto. Das lässt auf Qualität schließen. ;)

leanproduction 24/09/2008 09:46
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-1+

@Ghostrider: stimme dir ziemlich zu. Vorallem die Problematiken des Datenschutzes bei Chrome und Gmail. Eher unerfahrene Benutzer wissen nicht was da auf sie zukommt. Bei einem normalen GMail Account, kann man ja noch einen Phantasienamen angeben. Aber das Handy ist nun mal persönlich und kann so jemanden zugeordnet werden. Auf diese Daten sollte Google zwar keinen Zugriff haben, aber was Datenschutz angeht wurde man ja in letzter Zeit häufig eines besseren belehrt, wer Zugang haben sollte und wer ihn tatsächlich hat...

nightporter 24/09/2008 11:00
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-0+

wer hat denn den text ins reine gelesen ?
niemand ?


paulemann 24/09/2008 12:39
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-0+

Zitat :Ja, von Leuten, die die EULA nicht lesen können. Gmail und Chrome sind regelrecht ein Schlag ins Gesicht im Sinne des Datenschutzes.


Da fällt mir was ein:
http://www.druckventil.net84.net/?p=6

auser 24/09/2008 13:10
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-0+

@ghostrider:

könntest du mal erklären, wo in der eula von gmail solche besorgniseregende dinge stehen? bin die grad mal durchgegangen.

versteh mich nicht falsch. ich bin aus im grunde denselben gründen wie du kein freund von google, aber mich würde es schon interessieren.

derGhostrider 24/09/2008 14:46
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-3+

@leanproduction:

Zitat :Google also reserves the right to access, read, preserve, and disclose any information as it reasonably believes is necessary to ...{verschiedene Gründe, von denen zumindest (e) immer angewendet werden kann}


Unter Punkt 5 steht ganz großkotzig etwas von:
Zitat :Google does not claim any ownership in any of the content


aber Punkt 7 räumt das gleich wieder aus:
Zitat :You do, however, agree that Google may monitor, edit or disclose your personal information, including the content of your emails, if required to do so in order to comply with any valid legal process or governmental request (such as a search warrant, subpoena, statute, or court order), or as otherwise provided in these Terms of Use and the Gmail Privacy Policy. Personal information collected by Google may be stored and processed in the United States or any other country in which Google Inc. or its agents maintain facilities. By using Gmail, you consent to any such transfer of information outside of your country.

Sprich: Google behält sich das Recht vor nicht nur Deine persönlichen Daten sondern auch Deine Mails zu lesen, zu verändern (Zensur), zu sammeln also auch zu speichern nd das ganze in jedem beliebigen Land der Erde (in dem andere Rechte vielleicht gar nicht anwendbar sind) und sie nach eigenem Ermessen zu benutzen. "Im Sinne von Google" - was auch immer das sein mag.
Es ist auch schön rauszulesen, daß erste in hochoffizieller Grund (Government) vorgeschoben wird und danach dann etwas scheinbar unwichtigeres nachgeschoben wird "oder aus einem anderen Grund, der in diesem Vertrag genannt wird", was dann jedoch dazu führt, daß es auch möglich ist, wenn Google es einfach für richtig hält. Der ALLES rechtfertigende Grund ist eben Punkt 4.(e):
"protect the rights, property or safety of Google"

Property - das Eigentum, Besitz, Sachen, Vermögen.
Das Vermögen von Google kann nur gesichert sein, wenn man wächst und alle erdenklichen Daten sammelt. Sammelt man sie nicht, dann riskiert man Vermögen zu verlieren. Und schon ist es nach diesen "Terms of Use" gebilligt.


-----------------------

EDIT:
URL vergessen: http://www.google.com/mail/help/terms_of_use.html

auser 24/09/2008 15:07
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-0+

ich stimme dir teilweise zu. aber in punkt 4.e interpretierst du zuviel rein. mag sein, dass google das genau so sieht wie du, aber rechtlich bedeutet 4.e nicht das, was du da behauptest.

das es das recht einer firma ist ihren profit zu erhöhen bedeutet nicht, dass sie auf grund dessen auch alles machen können (respektive z.b. deine mails abändern weil du über google kritisch schreibst).

natürlich können sie allerhand mit deinen daten anstellen und immer irgendeinen kaum nachvollziehbaren grund angeben, aber von der eula her gesehen geht das schon so in ordnung.

auch das "or otherwise provided in these Therms" geht klar, da damit lediglich alle in der eula aufgeführeten punkte gemeint sind.

der einzige unkoscher anmutende punkt ist der von dir angesprochene 4.e, aber dieser punkt ist immer noch an die bestehenden gesetze gebunden. daran ändert auch ein transfer der daten ins ausland nichts.

natürlich hindert sie nichts daran die daten zu misbracuhen und anzugeben dies geschah rechtlich korrekt aufgrund irgendewelcher sciherheitsbedenken der usa oder so. aber die eula von gmail ist in ordnung so.

btw. die von deren online office allerdings nicht. da heimsen sie sich tatsächlcih die rechte deiner hochgeladenen texte etc. ein.

derGhostrider 24/09/2008 15:18
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-0+

@auser:
Google liest aber (automatisch) Deine Mails und nutzt alles dort enthaltene. Ob es Dir nun gefällt oder nicht.
DAS allein ist doch schon schlimm genung! OK, sie beanspruchen kein Eigenzumsrecht auf diese Texte, aber sie verwenden die daraus extrahierbaren Informationen: An wen schreibst Du, wer schreibt an Dich, was steht in den Mails.
Daraus weiß dann Google, wer Deine Bekannten sind und kann nach einigen Mails abschätzen, was Du für Hobbies hast und eventuell, was Du arbeitest (je nachdem, was Du schreibst).

Ein Bekannter von mir hatte dort ein Postfach, als der Dienst noch neu war. Nach gut einer Woche hat sich die eingeblendete und per Mail zugestellte Werbung bei ihm komplett umgestellt und war "rein zufällig" passend zu seinen Hobbies (Extremsportarten), da er den Mailaccount primär dafür nutzte sich mit anderen zum Sport zu verabreden.

Google liest (automatisch, wohl nicht mit einer Person an einem Bildschirm) Deine Mails und nutzt die daraus extrahierbaren Daten.
Das geht mir schon viel zu weit. Aus diesem Grund schreibe ich auch keinen Leuten Mails, die Google-Mail-Accounts haben. Google hat es nichts anzugehen, wem ich was schreibe. Google kann nämlich dann auch meine Mail lesen und hat mit meiner eMail-Adresse eine schöeine Zuordnung. Hobbies von befreundeten Personen überschneiden sich nunmal häufig irgendwo (Social Networking). Somit kann dann Google auch an die Freunde der Personen besser Werbung verteilen.

auser 24/09/2008 16:12
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moment mal. was google mit den daten macht ist eine sache. mir ging es um deine behauptung bezüglich der eula von gmail.

all diese dinge, die google mit deinen mails anstellen kann sind ja richtig nur durch die eula nicht rechtlich abgedeckt (entgegen deiner behauptung). das gleiche kann auch gmx und jeder andere email-provider machen, mit und ohne google-eula!

der springende punkt meiner "antwort" auf deinen post war nicht das, was google macht, sondern das was in der eule rechtlich gesciert wird. und in diesem punkt sehe ich deine behauptung immer noch als nicht zutreffend an.

was google (potentiellen) missbrauch angeht streitest du dich mit dem falschen, da ich dir da zustimme

derGhostrider 24/09/2008 16:20
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Hä? Es steht doch GENAU SO in der EULA und es wird auch so gemacht.

Das EINZIGE, was Google nicht in der Eula von GMail schreibt ist, daß es die Rechte für die veröffentlichung etc einhamstert. (Ist ja auch meistens nicht gewollt. "Hey Kalle, kommste morgen auf'n Bier rüber?" möchte man ja gar nicht veröffentlichen.) Auf Mails werden sie also bestimmt keine Rechte erheben - abgesehen von dem Recht den Inhalt auszuwerten.

RECHTLICH wird so gut wie gar nichts durch eine EULA gesichert. Das ist genau so schwachsinnig wie viele AGBs, in denen möchtegern Rechte eines Unternehmens stehen, die gegen das Gesetz verstoßen. Beispiel: "Wir behalten uns dreimalige Nachbesserung bei defekter Ware vor." Das können die sich so lange vorbehalten, wie sie wollen, es ist rechtlich nichtig, da es im BGB anders geregelt wird. Der Kunde kann halt, solange es mit vertretbarem Aufwand verbunden ist, ein neues Gerät fordern.
Eine EULA ist da nicht anders. Allerdings wird Google (vermutlich) alles machen, was im Rahmen der EULA schon angekündigt wird.

"Google also reserves the right to access, read, preserve, and disclose any information as it reasonably believes is necessary" ist doch wohl schon eindeutig genug. Da muß man nichts mehr diskutieren.

borizb 25/09/2008 22:09
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cool

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