Notebook-Vergleich: Penryn gegen Merom

Penryn-Features: Geringerer Stromverbrauch, weniger Abwärme

Die Prozessoren der Penryn-Familie heben sich alleine schon durch den Fertigungsprozess von Ihren Vorgängern ab. Im 45-nm-Verfahren hergestellt ermöglichen sie den Betrieb mit geringerer Versorgungsspannung, was die Leistungsaufnahme bei gleichbleibender Taktrate senkt. Eine geringere Leistungsaufnahme sorgt gleichzeitig für reduzierte Abwärme; gleichzeitig gibt es etwas höhere Performance als beim 65-nm-Vorgänger Merom. Das sind Kriterien, die beim Kauf eines Desktop-Prozessors seltener in Betracht gezogen werden, für Notebook-Käufer aber Vorteile wie eine höhere Laufzeit und leichtere Notebooks mit sich bringen – da massive Kühllösungen entfallen können.

Im Gegenzug erhalten Benutzer von Desktop-Systemen mit Prozessoren die in der 45nm-Technologie gefertigt werden mehr Spielraum beim Übertakten. Darauf gehen wir in Kürze in einem separaten Artikel ein. Die 45-nm-Topmodelle im Mobil-Sektor sind der Core 2 Duo T9500 mit 2,6 GHz Kerntakt sowie der Core 2 Extreme X9000 mit 2,8 GHz und ohne limitierte Multiplikatoren. Beide bieten 6 MB L2-Cache Wie man an diesen Zahlen erkennen kann, hat sich beim Core-Takt gegenüber den im 65nm Verfahren gefertigten Prozessoren allerdings noch nicht viel getan.

Intel Core2Duo T9500 PenrynIntel Core2Duo T9500 Penryn

Die Kernspannung beider Prozessoren wollten wir mit dem Programm CPU-Z auslesen - und haben dabei festgestellt, dass wir für Penryn keine schlüssigen Werte erhalten. Im Betrieb unter Last und mit 2,6 GHz zeigte CPU-Z einen Wert von 1,26 V für Penryn und 1,36 V für Merom an. Gemäß Intels Spezifikationen wäre der Wert für den T7800 allerdings um 0,06 V zu hoch während die Spannung für die Penryn-CPU noch in Ordnung ginge.

Ein ähnlich verwirrendes Ergebnis erhielten wir im unteren Taktbereich. Im unter Windows Vista eingestellten Energieschema "Power Saver" werden beide CPUs auf 800 MHz gedrosselt. In diesem Betriebsmodus liefert CPU-Z einen Wert von 1,06 V für die T9500 CPU und 0,96 V für die T7800 CPU. Vertraut man diesem Ergebnis, so liegt der Wert für den T9500 Prozessor allerdings um 0,11 V außerhalb der Spezifikationen und benötigt sogar mehr Spannung als der Merom Kern.

Auf unsere Anfrage bei Intel zu diesem Sachverhalt teilte man uns mit, CPU-Z könne die Core-Spannung der Penryn-CPU noch nicht korrekt auslesen und man werde sich mit dem Programmierer von CPU-Z in Verbindung setzen um diesen Sachverhalt zu korrigieren. Weiterhin empfahl man uns das Programm Core Temp in Version 0.96.1, da dieses die richtigen Werte zur Core-Spannung liefert.

Intel Core2Duo T9500 PenrynIntel Core2Duo T9500 Penryn

Gemäß dem Programm Core Temp wird der Merom-Kern unter Last mit einer Spannung von 1,25 Volt versorgt; der Penryn Kern begnügt sich mit nur 1,15 Volt. Im Energieschema "Power Saver" und bei 800 MHz Kerntakt erhalten wir ebenfalls wieder eine Differenz von 0,1 V zwischen der Merom und Penryn CPU. Core Temp gibt nun die Spannung für den T9500 mit 0,95 V und für den T7800 mit 0,85 V an.

Beide Werte sind schlüssiger, da sie innerhalb der Spezifikationen liegen, obwohl die neue 45-nm Penryn-CPU offenbar mehr Spannung benötigt. Hierbei müssen wir allerdings darauf hinweisen, dass die uns vorliegende Pernyn CPU ein sogenanntes Engineering Sample, also ein Vorserienmodell ist, und diese teilweise mit nicht optimalen Bedingungen arbeitet. Darüber hinaus spezifiziert Intel immer einen Spannungsbereich, innerhalb dessen ein Prozessor arbeiten kann. Das ist üblich und ermöglicht es dem Hersteller, die Produktionsausbeute zu maximieren. Soviel schon mal vorweg: Wie unsere Testergebnisse zeigen arbeitet die Penryn-CPU trotz dieses Sachverhalts sparsamer.

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13 Kommentare
    Dein Kommentar
  • M1n1m3
    in den benchmarks (zbsp seite 7) haben beide cpus den gleichen modell nummer T7800
    der penryn is aber T9500
    bitte korrigieren bevor sich ein spaten drüber aufgeilt :P
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  • derGhostrider
    EDIT: Fehler in den Graphen wurden inzwischen korrigiert.
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    Stromverbrauch und Bildschirmhelligkeiten:
    Die Unterschiede der Systeme sollten doch eigentlich nur durch die CPUs und den eventuell neueren Chipsatz erzeugt werden, wobei doch gesagt wurde, daß bei diesen Notebooks sich nur die CPUs unterscheiden würden.

    => Die Differenz zwischen den beiden Systemen mit maximaler und minimaler Bildschirmhelligkeit müsste jeweils identisch sein, da die Bildschirmhelligkeit keinen Einfluß auf den Betriebszustand von CPU oder Chipsatz hat.
    Wenn sich hier nun aber etwas verändert, eben so wie es im Test passiert ist, dann kann man davon ausgehen, daß auch der geringe Unterschied in der Akkulaufzeit durch genau diese Abweichung hervorgerufen wurde und nicht unbedingt auf die CPU zurückzuführen ist.

    Immerhin geht es nur um 15min Differenz bei 331min / 346min Gesamtlaufzeit. Das sind gerade mal 5% und könnte tatsächlich mit den gemessenen Abweichungen der Systeme zusammenhängen.
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  • cuto8
    M1n1M3bitte korrigieren bevor sich ein spaten drüber aufgeilt

    derGhostriderOK zum Glück steht auch "Penrym 45nm" bzw "Merom 65nm" dabei, ist aber trotzdem falsch.

    LOL?
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  • Makso
    Was hat Monitoverbrauch mit der CPU zu tu??? Schreibt der THG nur scheisse??? Echt traurig das solche leute noch da Arbeiten
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  • derGhostrider
    @Cuto:
    Als ich den Beitrag anfing, hatte M1n1M3 noch nichts abgeschickt. Hat sich halt überschnitten.

    @Makso:
    Nana, etwas sachlicher kann man das auch formulieren, oder?
    Wenn ich nun mal nur die Aussage aus Deinem Beitrag betrachte, dann kann ich nur (mal wieder) sagen, daß es zu den übrigen Schlampereien passt, die in letzter Zeit überproportional häufig auftreten.
    Artikel scheinen nur noch mit der heißen Nadel gestrickt zu werden.
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  • Skulldice
    Monitor verbraucht auch strom :D das wahrscheinlich
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  • derGhostrider
    @skulldice:
    Schon wahr, aber der darf/sollte nichts am Energiebedarf der CPU verändern.

    Die Unterschiede der CPUs wären zudem besser hervorgetreten, wenn man (zusätzlich) mit minimaler Bildschirmhelligkeit oder gar abgeschaltetem Display getestet hätte. Prozentual am gesamten System macht eine solch gute Stromspar CPU gar nicht mehr soviel aus. Das Display ist aber natürlich schon anspruchsvoll. So verringert man die Dauer des Tests und die geringen Unterschiede der CPUs wirken sich schwächer aus.

    Übertriebenes Beispiel: Wenn das System mit Display 100W verbrauchen würde, dann fällt ein Unterschied von 2Watt mehr oder weniger (2%) kaum auf. Wenn ohne Display nur 20W übrig blieben, dann würde man immerhin schon 10% Differenz begutachten können.

    Wäre also schön gewesen, wenn man für die Ermittlung der Batterielaufzeit auch minimale Bildschirmhelligkeit gewählt hätte.
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  • Schugy
    Zitat:
    Der Unterschied beim Encodieren von Dateien mit LAME fällt deutlicher aus als bei der Benutzung von Apples iTunes. Wer eine Penryn Mobil-CPU besitzt und viele Dateien in das MP3-Format umwandeln möchte sollte also besser einen Bogen um iTunes machen.

    iTunes benötigt noch immer eine Minute weniger und der zeitbewusste Anwender soll einen Bogen um iTunes machen, weil der Abstand nicht mehr 1 1/2 Minuten beträgt?

    Wenn Qualiät keine Rolle spielt, spricht dann doch recht wenig für den lahmen LAME.

    Man sollte meinen, dass die Ausgabedateien des Lame-Encoders aufgrund der größeren, verbratenen Rechenleistung bei gleicher Dateigröße transparenter klingen, aber das muss nicht zwangsläufig stimmen. Leider kenne ich von Apple sonst nur Audiovergleiche bzgl. AAC+ vs. ogg vorbis usw., so daß ich nicht weiss, wie gut sich der Apple-MP3-Encoder gegen Lame schlägt.
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  • Makso
    @ derGhostrider

    ich liebe dich auch!!!!!!
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  • derGhostrider
    @Makso:
    Na also, geht doch. :-P

    (mit den "Schlampereien" meinte ich nicht Deinen Beitrag, sondern die "Merkwürdigkeiten" im Artikel.)

    ----------

    @Schugy:
    Das dachte ich mir auch, hatte es aber wieder vergessen zu posten. War noch zu verwirrt, von den anderen Dingen, die ich bemängeln wollte.
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  • Anonymous
    Ich habe mir nun auch ein Acer TravelMate 5720G mit einem 9300er Penryn zugelegt.
    Allerdings will sich meiner nur ganz selten auf 1,2 GHz runter takten, idR. bleibt er bei 1,6 GHz hängen.
    FSB-Absenkung hab ich noch nie beobachtet. Ebenso geht keiner der Cores einen höheren C-State als C0.
    Ich habe Vista runtergeschmissen und XP installiert, testweise auch mal alle Programme und Dienste beendet - keine Veränderung.
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  • Schugy
    Hat Acer die Platine und dessen BIOS nur halbherzig an die neuen Prozessoren angepasst, oder ist die Plattform noch unausgereift?
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  • Anonymous
    Ist halt Acer ^^
    Da gibt es so viel bessere Book's auf dem Markt für den selben Preis...
    Manche sind echt unbelehrbar ^^
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