Die letzte Meile wird günstiger

Ab heute gelten neue Gebühren für die so genannte »letzte Meile«. Ursprünglich hatte die Telekom eine Erhöhung gefordert. Deren Konkurrenz muss nun statt mehr etwas weniger an den rosa Riesen zahlen.

Ab dem heutigen 1. April bis zum 31. März des Jahres 2011 gelten die neuen TAL-Gebühren (Teilnehmeranschlussleitung), die die Bundesnetzagentur beschlossen hat. Bei der Teilnehmeranschlussleitung handelt es sich um das jeweils letzte Stück Leitung in die Häuser der Endkunden, das der Telekom gehört. Arcor, 1&1, Telefonica, Versatel oder welch privater Telekom-Konkurrent auch immer: Alle müssen für das letzte Stück Draht »Miete« an die Telekom zahlen.

Bislang waren dies 10,50 Euro, nun sind es 10,20 Euro pro Kunde und Monat. Damit kommt die Bundesnetzagentur (BNetzA) den privaten Anbietern entgegen: »Eine TAL-Preisabsenkung wird die Unternehmen erst in die Lage versetzen, in [eigene] neue Netze zu investieren«, erklärte Rainer Lüddemann, Geschäftsführer des Bundesverbands Breitbandkommunikation (Breko), Ende Januar. Bei seinem Verband, aber auch beim Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM) hatte sich die Telekom Anfang 2009 unbeliebt gemacht: T-Home-Vorstand Timo Höttges forderte eine Erhöhung der TAL-Gebühren von 10,50 auf 12,90 (siehe »Telekom: Mehr Geld für die letzte Meile«).

Die jetztige Entscheidung der BNetzA ist das Ergebnis eines »sehr sorgfältig und transparent durchgeführten Genehmigungsverfahrens«, so der Präsident der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth. Die Telekom hat nun geringere Einnahmen, aber noch günstiger geht es dann auch nicht: »Einer weitergehenden Absenkung des TAL-Preises, wie sie überwiegend von den Wettbewerbern gefordert worden war, konnte nicht stattgegeben werden. Ein zu niedriger Preis würde bereits getätigte Investitionen entwerten sowie neue beeinträchtigen und damit den Regulierungszielen zuwiderlaufen«, erklärt Kurth.

Auch an den so genannten Terminierungsentgelten – den Gebühren also, die sich die Mobilfunknetzbetreiber gegenseitig für die Vermittlung von Gesprächen von einem Netz ins andere berechnen – hat die BNetzA geschraubt. T-Mobile und Vodafone dürfen von den Mitbewerbern nur noch 6,59 Cent pro Minute verlangen, 16 Prozent weniger als zuvor. Bei E-Plus und O2 sind es 19 Prozent weniger, und zwar 7,14 Cent pro Minute.

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3 Kommentare
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  • Launebaer
    das wird doch zur reinen gewinnmitnahme bei den privaten führen - 30 cent kann man nict gescheit an den Kunden weitergeben und bei den alten Verträgen wird weiterhin schön kasse gemacht
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  • snooze
    "E-Plus und O2 zahlen 19 Prozent weniger" sollte es nicht eher verlangen nun heißen?
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  • ladykiller
    das ist eindeutig ein aprilscherz^^ weil telekom und billiger werden statt teurer nee das kann nicht sein^^
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