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Wissenschaftler tüfteln an neuartigen Touch-Sensoren

von - quelle: Tom's Hardware DE

Wissenschaftler an der LMU in München und am Hasso-Plattner-Institut in Potsdam arbeiten an neuartigen Touch-Senoren. Ein bewährtes Verfahren zur Ermittlung von Bruchstellen in Kabeln könnte zukünftig heutige Touchscreen-Technologien ablösen.

Quelle: TechnologyReview-TDR-Verfahren

Da die Touchscreen-Technologie bei den Kunden immer größerer Beliebtheit erfreut, findet sie auch immer häufiger Einzug bei elektronischen Geräten. Laut einem Bericht des Technology Review beschäftigen sich Wissenschaftler an der LMU München und am Hasso-Plattner-Institut (HPI) in Potsdam mit diesem spannenden Thema. Die Technik an der sie arbeiten, nennt sich Time Domain Reflectometry. Dabei handelt es sich um eine Weiterentwicklung von Touch-Sensoren, die schon bald auch in Alltagsgegenständen wie Kleidung, oder Möbel integriert sein könnte.

Bei Time Domain Reflectometry (TDR) handelt es sich um ein Messverfahren, das zum Beispiel Ingenieure seit den 60er Jahren verwenden, um vorhandene Bruchstellen an Unterseekabeln zu ermitteln. Die genaue Position einer Bruchstelle wird festgestellt, indem man einen kurzen elektrischen Impuls durch ein Kabel sendet und abwartet, bis dieser Impuls reflektiert wird. Da diese Technik im Laufe der Jahre so sehr weiterentwickelt werden konnte, dass selbst bei sehr kurzen Distanzen auch kleinste zeitliche Verzögerungen präzise zu bestimmen sind, ist sie auch für interaktive Anwendungen interessant geworden.

Die heutigen Touchscreens in Smartphones und Tablets verwenden eine Matrix aus Drähten, die von den Seiten des Bildschirms aus an einen Controller herangeführt wird und stellt eine recht komplizierte technische Verfahrensweise dar. Das TDR-System könnte laut dem Bericht diese aufwendige Technik zukünftig ablösen. Die Herausforderung der Wissenschaftler besteht momentan wohl vor allem noch darin, die künftige Technik so zu schrumpfen, dass sie in einem Chip untergebracht werden kann. Sollte dies gelingen, wären ganz neue Anwendungen möglich. Zum Beispiel wäre es denkbar, dass ein schlichtes Kopfhörerkabel gleichzeitig auch als Touch-Sensor nutzbar wäre.

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