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Unscheinbarer Bürohengst: Toshiba Tecra M11-104

Unscheinbarer Bürohengst: Toshiba Tecra M11-104
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Als solides Arbeitstier präsentiert sich Toshibas Tecra M11-104. Mit 14-Zoll-Display, Core i3-330M und Intel-Grafik im grauem Exterieur soll er laut Hersteller 999 Euro kosten. Passt das wirklich?

Toshiba Tecra M11-104Toshiba Tecra M11-104

Vom Design her geht das Tecra M11 als klassisches Business-Gerät durch: Es ist nüchtern gestylt, dabei aber nicht so klobig wie einige seiner Vorgänger. Der Deckel mit dem eingesetzten Toshiba-Schriftzug sowie die Handballenablage besitzen eine strukturierte schwarze Oberfläche, die nicht gleich jeden Fingerabdruck anzeigt. Im Inneren geht es klassisch weiter, und alles wirkt sehr aufgeräumt. Allein die beiden verchromten Trackpadtasten und der blaue Trackpoint fallen sofort ins Auge.

Für farblichen Kontrast sorgen ansonsten nur die weißen Buchstaben auf den schwarzen Tasten. Über der Tastatur sitzen neben dem Powerknopf noch vier weitere kleine Tasten. Zwei von ihnen Regeln die Lautstärke, die anderen aktivieren das Eco-Utility und dienen zum Umschalten zwischen Display-Konfigurationen. Die Anzeige sitzt in einem Rahmen, der oben und unten recht breit ist - er widersetzt sich damit dem aktuellen Schlankheitsmantra. An der vorderen Gehäusekante sitzen fünf LEDs und informieren über die Art der Stromversorgung, den Betriebszustand, den Akkuladestand, Festplattenzugriffe und die Nutzung des Kartenlesers.

Die Verarbeitung gibt wenig Anlass zur Kritik. Das Gehäuse verwindet sich wenig, und Knacken und Knarzen sind dem Chassis nicht zu entlocken. Auch der oft kritische Bereich über dem optischen Laufwerk gab nicht nach. Zwar mag auch hier Manchem das Hartplastik des Gehäuses etwas billig vorkommen, doch qualitativ gibt es an seinem Einsatz nichts zu bemängeln. Was das Gewicht anbelangt, ist es jedenfalls ein brauchbarer Kompromiss, denn mit Akku bringt es das Tecra auf knapp 2,4 Kilo: kein Leichtgewicht, aber auch kein Bleiklotz. Das Netzteil erhöht das Gewicht um 492 Gramm.

Nur beim Deckel muss das Urteil ein wenig revidiert werden. Er ist hinreichend fest, um das Display vor punktuellem Druck oder auch Spannungsmustern durch Verkanten zu schützen. Allerdings bewegt sich das Display gerade beim Biegetest innerhalb des Deckels, und ab und an hört man ein kleines Mahlgeräusch, wenn Deckelfront und Displayrahmen aneinander reiben. Nutzer, bei denen das im Alltag häufiger vorkommt, müssen sich allerdings eher fragen, ob sie ihr Gerät richtig handhaben.

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  • Anonymous , 28. Oktober 2010 10:28
    "Für viele Käufer bedeutet "Business-Gerät" neben den erweiterten Service- und Garantieoptionen auch und vor allem, dass ein mattes Display verbaut sein sollte."

    Also ich will bei einem reinen Businessgerät vor allem eins: KEIN Breitbild-TFT. Breitbild ist gut für Filme und Spiele, beides ist nichts, was man mit einem Businessgerät macht. Für den Office-Alltag braucht man (bis auf wenige Ausnahmen bei manchen Excel-Tabellen) definitiv kein Breitbild und schon gar kein 16:9 Film-Format. Im Gegenteil: dieses lästige Breitbild bedeutet noch mehr Scrollen und noch weniger Übersicht (bei nur 768 Punkten Vertikal hat man auf den Internetseiten oft nicht viel mehr als die Menüs und die Werbung).

    Businessgeräte, die im Sinne des Anwenders entwickelt werden, haben 4:3, im schlimmsten Fall 16:10. Dieses Gerät mit 16:9 Kinoformat hat definitiv das falsche Display. Dieses Format ist natürlich aufgrund der kleineren Fläche günstiger, aber das ist kein Argument für ein Laptop über 500-600 Euro.
  • Anonymous , 28. Oktober 2010 10:31
    Toshiba war immer etwas teuerer aber ein Listenpreis von 999€ ist zu viel!
  • bluray , 28. Oktober 2010 13:19
    Ach ja? Schau Dir mal brauchbare(!) Geräte von HP an, die liegen teilweise über der 1000-Eucken-Grenze!

    Damalige IBM-Thinkpads hast selten unter 1500 Euronen bekommen. Seit Lenovo die Thinkpads vermarktet, sind sie zwar preiswerter geworden, die Qualität hat aber leider auch darunter gelitten.

    Abgesehen davon, zählt für Unternehmen als allererstes die Qualität. Der Preis ist da eher Nebensache, da das gerät über die AfA auf 4 jahre abgeschrieben wird.
    Als Privatmann stimme ich Dir vollkommen zu, dass das Augenmerk eher auf dem Preis ruht. Aber man muss sich immer vor Augen halten, was einem lieber ist: Häufig neu anschaffen, weil das Gerät zwar günstig, aber auch minderer Qualität ist oder eben etwas Geld in die Hand nehmen und langfristig eine gute Investition gemacht zu haben.

    P.S.: mein erstes Notebook hat 1500 Euronen gekostet und ist auch von Toshiba:
    Diese schicke Schatulle verrichtet auch heute noch ihr Werk, ohne zu murren, und auch der Inverter (ein Teil, der bei CCFL-beleuchteten Displays gern mal abserbelt) ist noch vollkommen intakt...
    Baujahr ist 07-2003(!!!)
  • lrlr , 28. Oktober 2010 14:44
    versteh ich jetzt auch nicht was das so viel kostet
    ein (ähnliches) Vostro 3500 mit 15,x Zoll usw. kostet ca. 600€

    aber vielleicht hab ich was übersehen...
  • benkraft , 28. Oktober 2010 14:58
    lrlrversteh ich jetzt auch nicht was das so viel kostet ein (ähnliches) Vostro 3500 mit 15,x Zoll usw. kostet ca. 600€aber vielleicht hab ich was übersehen...


    Genau daran liegt es - das hier ist halt ein 14" Gerät. Kleiner ist praktisch immer teurer.
  • lrlr , 28. Oktober 2010 15:48
    dann halt Vostro 3300 13,3" (kostet noch weniger..)

    und ist nicht so "unscheinbar"...

  • tadL , 30. Oktober 2010 10:06
    finde der i3 ist völlig überproportionert für einen reinen arbeitsschleppi. aber naja
  • checkmate , 1. November 2010 16:01
    Ein 32nm Dualcore mit integrierter Grafik ist keineswegs überdimensioniert. Office 2010 und andere aktuelle Anwendungen ereichen immer wieder eine gesteigerte CPU-Last gegenüber ihren Vorgängern.

    Der einzige Unterschied zwischen dem teuren Ding hier und einem (Billig) Acer ist, das der hier (zum Glück) nicht das dämliche 16:9 Bildformat hat.