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Telekom stellt Breitbandausbau in Frage

Von - Quelle: Tom's Hardware DE | B 19 kommentare

Nach der gestrigen Senkung der Gebühren für die Teilnehmeranschlussleitung durch die Bundesnetzagentur will die Telekom Investitionen für den Ausbau von Breitband-Anschlüssen in ländlichen Gebieten auf »ihre Wirtschaftlichkeit« hin prüfen.

Dass die Telekom mit der Gebührensenkung der Teilnehmeranschlussleistung (TAL) nicht zufrieden ist, war abzusehen. Immerhin hatte sie ursprünglich eine deutliche Erhöhung der Gebühren gefordert, die die private Konkurrenz für die »letzte Meile« an den Konzern monatlich zahlen muss (siehe »Die letzte Meile wird günstiger«).

Telekom-Finanzchef Höttges ist mit der Entscheidung der BNetzA nicht einverstandenTelekom-Finanzchef Höttges ist mit der Entscheidung der BNetzA nicht einverstandenDie Entscheidung der Bundesnetzagentur (BNetzA) ist für den früheren T-Home-Vorstand und jetzigen T-Finanzvorstand Timo Höttges ein »Investitionshemmnis«. Nach Angaben der Telekom hat sie auf dem Breitbandmarkt einen Marktanteil von rund 50 Prozent und kann mit den nun geringeren Entgelten nicht die Breitband-Versorgung in Deutschland allein herstellen: »In einem liberalisierten Markt kann die Last des Ausbaus nicht von einem Unternehmen allein getragen werden«, so Höttges, »auch die Wettbewerber, die sich für eine Senkung stark gemacht haben, sind jetzt gefordert, in Breitband im ländlichen Raum zu investieren«. 2008 wurden laut Telekom rund 100 Millionen Euro investiert und über 400 000 Haushalte mit einem Breitbandanschluss versorgt. Für dieses Jahr war eine ähnlich hohe Summe vorgesehen, um die so genannten »weißen Flecken« auf der deutschen Landkarte mit schnellen Internetanschlüssen zu versorgen. Doch nun will Höttges diese Investitionen »neuen Wirtschaftlichkeitsberechnungen« unterziehen.

Zugleich kritisiert er die BNetzA scharf: »Während die Bundesnetzagentur in anderen Branchen wie Energie den Investitionsbedarf in moderne Infrastruktur durchaus berücksichtigt und Netz-Betreibern höhere Entgelte zubilligt«, so Höttges, »kennt sie bei der Regulierung des Telekommunikationsmarktes auch in einer Wirtschaftskrise nur ein Ziel: Dienstleistungen immer billiger machen«.

Mehr zum Thema bei Tom's Hardware:
Telekom: Mehr Geld für die letzte Meile (21. Januar 2009)
Die letzte Meile wird günstiger (1. April 2009)

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  • fabi87 , 2. April 2009 11:43
    naja durchaus nachvollziehbar...

    nur leider ärgerlich für uns kunden :-( (bei mir geht nur max. DSL 3000)
  • Derpet , 2. April 2009 11:59
    Was ist gegen DSL3000 zu sagen? Gibt genug Gegenden wo auch heute noch nur Modem geht...
  • fabi87 , 2. April 2009 12:05
    @derPet: eh klar, normal dürfte ich mich eh nicht beschweren. aber wenn nur ein paar hundert meter weiter dsl 16000 geht und bei mir nicht mal ein fünftel davon, ist das schon etwas ärgerlich. vor allem wenn man fürs 6000er bezahlt.

    lade auch viel über rapidshare wo zusätzliche bandbreite nie verkehrt ist :-D desweiteren sind die neuen angebote wie t-home durchaus interessant :-)
  • Alle 19 Kommentare anzeigen.
  • I-LoVeRaP , 2. April 2009 12:34
    also erstmal die telekom wird bestimmt genug vom deutschen Staat unterstützt, genau so wei Siemens etc. und dann ist sowas einfach nur eine kindische Reaktion auf die Entscheidung der Bundesnetzagentur. Allerdings ist ein bisschen was daran und zu fabi87 habe 786er-dsl-Leitung und 3000 wär ein Traum für mich^^ aber das mit der 16k 4 häuser weiter ist natürlich leicht ärgerlich.
  • Aliencow , 2. April 2009 13:03
    Ich hab privat auch nur eine 3000er Leitung. Obwohl bei uns (fürs gleiche Geld) 16000 natürlich auch verfügbar ist... Bin bis jetzt nur immer zu faul gewesen, die Leitung zu ändern.

    Fürs Online-Zocken hats bis jetzt immer gereicht, zum Surfen sowieso! ^^
  • Aros93 , 2. April 2009 13:19
    Hmh da kann ich ja wirklich froh sein, dass wir hier VDSL 50K bekommen könnten...
    Trotzdem will mein dad nicht mehr als 16K+ >.<
    Naja aber immer noch besser als ihr armen Säue mit DSL 3000, bei sowas würd ich eingehe n
  • Denken , 2. April 2009 13:28
    Abzügl. der zumeist illegalen Downloadaktivitäten dürfte 3000 DSL jedem reichen, der nicht Fernsehen über den Internetanschluss schaut.
  • ritchie , 2. April 2009 13:32
    Ich konnte bis vor kurzem nur mit 384kbit/s über 1und1 anzapfen. eine Etage tiefer laufen volle 2000kbit/s über Vodafone. Mir konnte VF leider nur ganze 1000kbit/s anschließen mit sehr hoher Dämpfung. Das Haus ist über verschiedene Streckenführungen an das VST angeschlossen worden. VF will oder kann die Leitung bei der Telekom aber nicht umschalten lassen...
  • Anonymous , 2. April 2009 14:02
    @ Denken: was machst du wenn du mal Debian 5 schnell runterladen willst. Mit meinem 2000er immerhin 5std pro DVD wenn der PC 2 Stunden am Tag an ist kannst du dir selbst ausrechnen wie lange es dauert bis ich alle 5 DVDs habe.
  • Derpet , 2. April 2009 15:53
    Man lädt ja wöchentlich auch 4x das komplette Debian runter -.-

    Vielleicht schaut ihr mal in euren normalen Datenverkehr, jenseits von dem was in der Grauzone liegt, bzw. was die Ausnahme ist. Bin seit 2002 bei DSL hab mittlerweile 6k und damit voll zufrieden. Eigentlich schon seit 2k voll zufrieden, aber die neuen Tarife sind günstiger ^^

    @fabi Warum zahlst du eigentlich für ne Leistung die du nicht erhälst? Ich hab seinerzeit ne angepasste Gebühr nur noch für mein 3k bezahlen müssen, nachdem man feststellte das die Leitung nicht reicht. Ist ja wie Steuern für nen Ferrari zahlen und Fiat fahren (ok, hinkt ein wenig ^^).
  • verbatim2010 , 2. April 2009 17:39
    Alles nur bla bla bla...
    Da fragt man sich wie es Provider in anderen Ländern schaffen, also Liebe Teleklon Tränen abstellen und die Schüppe in die Hand nehmen...
  • thomasl , 2. April 2009 19:01
    Was hat denn die TAL mit DSL zu tun?
    Die andren Anbieter schliessen doch ihr eigene Verteilerstation an.
    Die wollen doch wohl nicht mit dem TAL Geld ihre VDSL Projekte finanzieren. Eine TAL hat auf dem Land jeder. Woran es scheitert ist eine Backboneverbindung bis ins Dorf, und die ist ja nicht im Preis der TAL enthalten.
  • fabi87 , 2. April 2009 19:04
    @DerPet:
    Hatte eine DSL 2000 Flat und wurde dann damals zum gleichen Preis auf den 6000er Tarif umgestellt.
    Naja mal sehen, bis 2011 soll ja einiges Leitungstechnisch geschene laut der Aussage eines Bekannten bei der Telekom. Mal guggn ob dem auch so ist oder ob sich die News bestätigen ;-)
  • Anonymous , 2. April 2009 19:20
    ich kann die t-com verstehen. sie sollen das netz ausbauen (denn es gehört ja ihnen) und wenns dann schön ausgebaut ist, kommen die reseller und bieten günstigere preise (mal davon abgesehen ja eh meist auf kosten des service)
    ich war schon immer bei der t-com und bin damit auch zufrieden. paar euro sparen und deswegen nur ärger... da kann ich drauf verzichten.
  • Majooo , 2. April 2009 20:10
    Damit rennt Deutschland weiter auf dem Europäischen bzw. Weltweiten Bandbreitemarkt hinterher. Während in China bis zu 100 Mbit fast normal sind. Surfen einige hier noch mit Kanalbündelung auf ISDN Basis. Traurig ... Eine Europa-Landkarte mit der zur Verfügung stehenden Bandbreite wäre mal Interessant.

    Gruss Majooo
  • fabi87 , 2. April 2009 20:42
    @Grave303: Das kann man wohl so stehen lassen!!!
  • thomasl , 2. April 2009 23:41
    @fabi87
    Wobei man auch bedenken muss das die Reseller nicht nur die TAL bezahlen müssen.
    Arcor,Versatel & co Mieten nur die TAL und Setzen auf eigene Hardware.
    Deswegen können sie auch unabhänig von der Telekom DSL anbieten.
    Machen sie aber genauso wenig wie die Telekom.
  • pivo , 3. April 2009 08:46
    Zitat :
    Nach der gestrigen Senkung der Gebühren für die Teilnehmeranschlussleitung durch die Bundesnetzagentur will die Telekom Investitionen für den Ausbau von Breitband-Anschlüssen in ländlichen Gebieten auf »ihre Wirtschaftlichkeit« hin prüfen.


    Für ein privatwirtschaftliches Unternehmen wie die Telekom nachvollziegbar und legitim.

    Aber:
    DAS ist der Tribut den wir alle der Privatisierungsorgie des vergangenen Jahrzehnts zollen müssen - nicht nur bei der Telekommunikation.
    Diese Orgie hat uns zwar (vordergründig) niedrige Kosten beschert, aber auch den Fakt, daß keiner etwas macht, das sich für ihn als Unternehmer nicht rechnet.
  • Sirus , 3. April 2009 22:24
    @Majooo bestimmt nicht flächendeckend. Da gibts nichtmal strom flächendeckend.

    @thomasl so ne TAL kann auch mal gestört/geschaltet werden. Das kostet auch mal Geld. Und wenn die Telekom bei einer Anfahrt ca 40 €uro einplant. Dann kann man ja mal ausrechnen wielange eine TAL laufen muss bis sie einen Gewinn abwirft.

    Finde das verantwortungslos von der BNetzA zum 2. mal sorgen die dafür das die Telekom den ausbau von VDSL einschränkt.
    Die Telekom kann ich verstehen, warum soll man Geld in etwas stecken wovon die konkurenz gleichermaßen profitiert aber weniger Geld investieren muss ? Hier gehts um ein DAX unternehmen und um keinen Staatlichen betrieb mehr. Arbeitsplätze wollen erhalten bleiben, Aktionäre wollen gute zahlen sehen. Dannn irgendwann am ende kommt der Kunde.