VDSL-Streit geht munter weiter
Die Telekom öffnet ihr VDSL-Netz der privaten Konkurrenz, doch wie hoch soll die Miete für 1&1, Vodafone & Co. sein? Die Telekom hat nun die Bundesnetzagentur eingeschaltet und stößt damit die verhandlungswilligen VDSL-Mitbewerber vor den Kopf.

Jürgen Grützner, Geschäftsführer des VATM (Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten), ist sauer auf die Telekom: »Was die Telekom [...] als 'Unterstützung der Wettbewerber beim Infrastrukturausbau' darzustellen versuchte, macht alle Versuche zunichte, auf vertraglicher Basis einen möglichst weitgehenden Konsens zwischen den Marktteilnehmern zu erzielen«, so Grützner auf der VATM-Homepage.
Eigentlich war in Sachen Öffnung des VDSL-Netzes für private Anbieter so gut wie alles unter Dach und Fach: Mit Vodafone hat die Telekom bereits Verträge zur Vermarktung geschlossen (siehe »VDSL bei Vodafone«), auch 1&1 ist bereits im Boot (siehe »VDSL auch von 1&1«). Fraglich ist bislang nur, wie viel »Miete« die Telekom von der Konkurrenz für die Nutzung der rosa Kabelanlagen und Glasfaserstrecken verlangen darf und kann.
Da setzten die künftigen VDSL-Anbieter, viele davon sind Mitglieder im VATM, auf Verhandlungen: Für den 20. August ist die nächste Verhandlungsrunde angesetzt. Doch die Telekom will nicht warten – oder hat keine Lust, sich mit den privaten Mitbewerbern weiter auf langwierige Entgeltverhandlungen einzulassen: Der Konzern erklärte per Pressemitteilung, »bei der Bundesnetzagentur (BNetzA) Entgelte für die Nutzung von Kabelkanalanlagen, unbeschalteter Glasfaserstrecken und den Zugang an Multifunktionsgehäusen« zu beantragen.
Das erzürnt die Konkurrenz, die durch monatelange Verhandlungen nicht nur richtig warmgelaufen sein dürfte, sondern eben auf Gespräche setzt, um die Entgelte zusammen mit der Telekom auszuhandeln: Dass Preisvorstellungen weit auseinander liegen, sollte bei Verhandlungen auf einer solchen Ebene nicht verwundern, deshalb gibt es ja in der Regel mehrere Gesprächsrunden bis zur Einigung. Die Telekom jedoch will nun die BNetzA einschalten, sie soll ein Machtwort sprechen. Für Niek Jan van Damme, Vorstand bei der Telekom zählt dies als Panlungssicherheit, die »die Branche benötigt, um ihre Versprechen umsetzen zu können«.
Für den VATM hingegen gleicht die Telekom-Anfrage beim großen Regulierer einem Abbruch weiterer VDSL-Verhandlungen: »Damit versucht sie«, so Grützner, »Fakten zu schaffen, die ihr strategische Vorteile im Markt sichern«. Viele Unternehmen sind nun laut dem VATM-Geschäftsführer gezwungen, selbst Anträge auf eine für sie sinnvolle Zusammenschaltung bei der BNetzA einzureichen.
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Ich will mich ja echt nicht künstlich aufregen, aber ich find das so peinlich. Unser Netz ist lahmer als das von Litauen und Lettland und in Japan ham sie bald flächendeckend 100Mbit. Warum muss sich mit das fortschrittlichste Land der Welt so dermaßen die Butter vom Brot nehmen lassen?
Warum greift der Staat nicht ein? Internet gehört seit Jahrem zum Alltag, man kann fast nicht mehr drauf verzichten. Und dann sowas. Ich hab ne 16er Leitung und ich fühle mit allen, die immer noch mit ISDN oder DSL 1000 rumdümüeln müssen. Das muss aufhören!
Vielleicht kann man ja der Bundesnetzagentur irgendwo mal nen Vorschlag anbieten: Die Miete, die ein Wettbewerber an die DTAG abgeben muss, könnte Abhängig von der Geschwindigkeit sein. 1 Euro je MBit plus einen weiteren je 10 MBit. Macht bei 16 MBit 17 Euro, bei 50 kämen wir auf 55 Euronen. Klingt meines Erachtens nach fair und spornt die Telekom an, die Leitungen so schnell wie möglich zu machen. Schließlich wollen die ja so viel wie möglich an den Leitungen verdienen.
Unser Netz ist lahmer als das von Litauen und Lettland und in Japan ham sie bald flächendeckend 100Mbit.
1. Bei Litauen und Lettland könnte das aber, sofern es stimmt, auch daran liegen, dass der Fortschritt erst vor wenigen Jahren eingeläutet wurde. Und wenn man "so spät" quasi bei Null anfängt, ist es vielleicht auch leichter auf 100 zu kommen. Anders gesagt: Wenn ich sowieso neue Leitungen legen muss, um überhaupt ein Geschäftsmodell zu haben, dann mache ich es richtig. Wenn ich aber bereits eine Netzabdeckung habe, bringt mir eine dickere Leitung in einem Dorf vielleicht 50 neue Kunden. Und für die lohnt es sich dann wohl nicht. Denn wenn doch, würden es die Telekom-Mitbewerber ja selbst machen, oder?
2. Japan? Könnte es vielleicht daran liegen, dass dort je qkm x-mal mehr Menschen leben als bei uns? Dann sind 100%-Abdeckung statistisch gesehen wohl schneller erreicht.
Jeder Vergleich hinkt wohl irgendwie...
hm, eigentlich ist das ganze drumherumgelaber dämlich; Sind doch die Leitungen von der T-com, die können doch damit machen was die wollen oO
dsl-1000 wär ich ja schon froh drüber, gammel hier mir dsl384 vor mich hin! lahmer telekomiker verein...
Hurra um sowas streiten die aber das ich nur DSL2000 bekomme und unser Nachbardorf nur ISDN hat interessiert keinen das sollte man mal in der Telekom werbung groß über den Bildschirm schreiben "Jetzt neu DSL16000, wenn sie allerdings nicht in der Großstadt wohnen bekommen sie einen Stift und eine Breifmarke von uns damit sie mit der aussenwelt in kontakt bleiben können"
@flashtu
dafür bezahlt ihr nur 30% vom Preis beim kauf eines Hauses, ihr habt die bessere Luft und viel viel Ruhe.
Wenn du 100mbit Upload haben willst, kannst du direkt bei Telekom in Keller umziehen - da hast du nix von was du jetzt auf dem lande hast, aber dafür die beste Leitung und die beste Pings Deutschland-weit!
diese lange Diskussionen sind ein Ergebnis der Aldi-Mentalität: alle wollen die möglichst günstigsten Leitungen, eventuell mit VDSL Geschwindigkeit und keiner hat Lust mehr als 15€/Monat für Flatrate zu bezahlen. Wenn die Kunden so denken, denken die Firmen genau so: die günstigsten Leitungen sind die alten schon vorhandenen ISDN Leitungen: für nur 5 Anschlusse à 15€/Monat in einem Kaff wird bestimmt keine 50 000 € Glasfaserleitung unterirdisch gezogen.
mir kommts so vor als will sich durch die BnetzA die telekom ihre abzocke offiziell absegnen lassen. ich werd ja auch abgezockt, zahle ein dsl6000 und die leitung schafft nur die hälfte, also 3000.
aber warum sollte die telekom auch nen 3000er tarif bereitstellen oder leuten wie mir z.b. nen rabatt anbieten, wäre ja purer abzocker verlust.
/sakasmus aus/
mir kommts so vor als will sich durch die BnetzA die telekom ihre abzocke offiziell absegnen lassen. ich werd ja auch abgezockt, zahle ein dsl6000 und die leitung schafft nur die hälfte, also 3000. aber warum sollte die telekom auch nen 3000er tarif bereitstellen oder leuten wie mir z.b. nen rabatt anbieten, wäre ja purer abzocker verlust./sakasmus aus/
Das selbe Problem habe ich auch in München (Stadt-Teil, kein Dorf am Rande der Stadt): meine angeblich 16Mbit Leitung schafft nur maximal 10Mbit fehlerfrei weil ich schon 1,5km weit vom Verteiler wohne. Deswegen habe ich mein Abo geändert und bezahle jetzt eine 10Mbit Leitung.
diese lange Diskussionen sind ein Ergebnis der Aldi-Mentalität: alle wollen die möglichst günstigsten Leitungen, eventuell mit VDSL Geschwindigkeit und keiner hat Lust mehr als 15€/Monat für Flatrate zu bezahlen. Wenn die Kunden so denken, denken die Firmen genau so: die günstigsten Leitungen sind die alten schon vorhandenen ISDN Leitungen: für nur 5 Anschlusse à 15€/Monat in einem Kaff wird bestimmt keine 50 000 € Glasfaserleitung unterirdisch gezogen.
Das stimmt so nicht. Ich würde einen gewissen Preis für eine dicke Leitung bezahlen. Aber die wird es wohl hier nicht geben.
@chill out
Du vielleicht schon. Andere nicht.
Es lohnt sich nicht die Infrastruktur aufzubauen weil die Endpreise entweder zu klein werden müssen oder zu wenige die hohen Preise zahlen würden. Es ist schwer zu erklären (und vor allem dafür Werbung zu machen), dass auf dem Lande eine 6Mbit Leitung 60-70€/Monat, vielleicht sogar 100€, kostet solange eine ähnliche Leitung in der Stadt nur 20€/Monat kostet. Ganz zu schweigen von möglicher weise 300€ Anschlussgebühren.
Würde sich es lohnen in Infrastruktur zu investieren, würden alle Provider sich bemühen so schnell wie möglich zu expandieren.
Ich frage mich eigentlich, im Moment wird doch andauernd vom Staat so'n Finanz-Hilfspacket abgesegnet und rausgeblasen! Die sollen Mal so'n Packet dafür einsetzen, die IT Infrastruktur zu verbessern, verbesserte Infrastruktur = Attraktiver = Steuereinnahmen von Firmen die herkommen oder dableiben!
Warum soll denn gerade die Telekom eure Dörfer ausbauen und nicht Provider xyz? Seid mal froh das ihr aufm Dorf überhaupt Telefon & Internet habt
@flashtudafür bezahlt ihr nur 30% vom Preis beim kauf eines Hauses, ihr habt die bessere Luft und viel viel Ruhe.Wenn du 100mbit Upload haben willst, kannst du direkt bei Telekom in Keller umziehen - da hast du nix von was du jetzt auf dem lande hast, aber dafür die beste Leitung und die beste Pings Deutschland-weit!
Na ja soooo ein Kuhdorf ist es nicht jetzt aber es kotzt einen schon langsam an überall 16Mbit, 32Mbit....etc. und hier muß man in die Stadt fahren um mal ein paar Fotos ins netzalbum zu schieben weil mit den 20kb/s upload sonst das ganze mal ne nacht lang dauert....
@flashtu
leider sehe ich keine schnelle Verbesserung in Zukunft. Die einzige Alternative ist UMTS oder WLAN über längere Strecken.
Bzgl. WLAN über längere Strecken gibt es schon verschiedene Projekte im Netz. Wenn man im Nachbardorf 2Mbit Leitungen hat, könnte man mal probieren. Voraussetzung wäre einen direkten Blickkontakt.
Eine andere Möglichkeit wäre mithilfe der Gemeinde in eigener Regie oder über eine Bestellung bei Telekom Glasfaser zu ziehen.
z.B. (kurz gegoogelt): http://www.dsltarife.net/news/5302.html
im Dorf gibt es max eine 2mbit Leitung . O-Ton von einem T-com Techniker
Wenn wir die Leitung nicht teilen müssten würden wir ja eine schnellere Leitung legen.
Dagegen ist wohl nichts zu sagen auser Alice Arcor 1+1 usw beleidigt euch mal an der Leitung bzw legt mal selber Leitungen . die Verteilerstadion ist nämlich bereits vorhanden nur noch nicht die schnelle Anbindung ans restliche Netz
die Verteiler kosten nix in Vergleich mit dem Kabelschacht legen über etliche Kilometer.
Und schon wieder werden in einer Newsmeldung zwei völlig verschiedene Sachen munter durcheinandergeworfen und somit falsch interpretiert:
1. das in 50 Städten schon laufende VDSL Netz der Telekom bei dem 1&1 und Vodafone schon "Reselling" Bitstrom Verträge abgeschlossen haben.
2. das bundesweite passive Leitungsnetz der Telekom (Glasfasern, Leerrohre, Schaltkästen, ...) von dem andere Netzbetreiber gerne Stücke mieten möchten, um damit dann ihr "eigenes" VDSL Netz mit "eigener Technik" zu bauen.
-->
Woran erkennt man einen Reporter, der das durcheinanderwürfelt ?
A: Wenn zu (2) die Telekom einen Preisantrag bei der Regulierung stellt, dann denkt er (und schreibt es), daß davon (1) betroffen ist.
B: Er redet bei (2) über die Öffnung des VDSL Netzes, obwohl es dabei nur um technologieneutrale Infrastruktur geht.
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Zum Thema:
Wenn die Preisvorstellungen der Verhandlungen zu (2) um mehr als den Faktor 10x auseinanderliegen (wurde von Vodafone so gesagt) und keine Seite davon anscheinend wesentlich abweichen will, dann kann man kaum noch von erfolgversprechenden Verhandlungen sprechen.
Und wenn dann noch Vodafone ca. Mitte Juli schon groß pressewirksam rumtönt, dass die Telekom bei den Infrastruktur Verhandlungen alles verzögere und sich wohl der Gang zum Regulierer nicht vermeiden lassen wird .... (getan haben sie es aber nicht)
Naja, dann hat nun daraus halt die Telekom die Konsequenz gezogen und den Regulierer selbst eingeschaltet, damit man ihr nicht noch weitere Verzögerungen vorwerfen kann.
@mf-tribun
du Zahlst für einen Tarif. der eine Leistung bis zu einer bestimmten Bandbreite hat. Wetten das da bis zu steht ?!?
Bei der telekom wird man aber vorher drauf hingewiesen das nur XXXkbits verfügbar sind, woanders nicht.
Zum Thema:
Jahre lang rennen die anderen anbierter zur bundesnetzargentur und nun wo die telekom das macht sind sie gleich böse...
solange die telekom reguliert wird ist das nicht wirtschaft sondern politik. Daher kann man sowas getrost ignorieren.
PS: an alle Telekom Aktionäre
habe ihr euch schonmal überlegt wie die Telekom aktie steigen soll wenn die in deutschland keinen freien Preiskampf machen dürfen und solange von der Bundesnetzargentur reguliert werden bis das monopol weg ist ?!?
Das is sowieso alles nin Witz in Deutschland! Hier in Norwegen bekommste im jeden kaff mindestens 6000 meistens aber mehr 20k oder wenns mal nicht per Kabel geht gehts per UMTS, aber UMTS kann man ja auch knicken in Made in Germany.