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Gameplay, Handling und Sound

Angespielt und abserviert: Test Drive (Un)Limited 2
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Menüführung und Einstellungsmöglichkeiten

Man merkt dem Spiel die Konsolenherkunft leider nur allzu deutlich an. Umständliche und verschachtelte Menüs, sowie die üblichen Konsolenbuttons für OK und CANCEL (die man auf der Tastatur vergeblich sucht), sind der lebende Beweis, dass Portierungen meist lustlos umgesetzt werden. Die einzelnen Features sind nicht immer leicht zu finden und Dinge wie z.B. das Navi nerven, wenn man ein Ziel bereits viermal deaktiviert hat und dies nach dem Besuch eines Geschäftes dann zum fünften Mal machen muss, nur weil jedes Mal immer wieder das nächste Rennen angemahnt wird. Wer einfach nur die Welt erkunden will, der klickt sich bös einen Wolf.

Steuerung

Die Steuerung ist genauso umständlich einzustellen, wie ungenau. Das Fahren mit der Tastatur ist in gewissen Grenzen zwar möglich, bereitet aber keinen wirklichen Spaß. Keines der bei uns vorrätigen Eingabegeräte (Joypad, Lenkrad) wurde zudem richtig erkannt. Wir mussten in jedem Fall zweitaufwändig nachkonfigurieren.

Handling

Arcade pur, egal welche der drei Einstellungen man wählt. Wer Trivialarcade mag, der wird mit dem Spiel auf seine Kosten kommen, der Rest sollte von vornherein wissen, worauf er sich einlässt. Dann haben auch Simulationsfreunde vielleicht ein gewisses Maß an Freude, da man auf Grund der weiten Wege schnell mal die Steuerungsmängel vergisst. Das Handling der Fahrzeuge ist nicht ausbalanciert, denn eine ausgemachte Heckschleuder wie eine Corvette lässt sich im Spiel problemloser fahren als ein allradgetriebener VW Touareg, der im wahren Leben eigentlich die Gemütlichkeit eines Elefanten auf Valium besitzt. Man merkt keinerlei Unterschied der Antriebskonzepte, der Unterschied zwischen manueller und Automatikschaltung ist marginal, weil noch nicht mal eine Motorbremse funktioniert.

Schadensmodell

Fehlanzeige. Ein wenig verbeulte Karrosserie und ein, zwei abfallende Teile beim Kontrahenten sind das Maximum. Nichts geht kaputt, nichts muss aufwändig repariert werden.

Unkaputtbar.Unkaputtbar.

Ein wenig Schmutz vom trockenen Gelände (?) und ein paar Beulen (im Blech).Ein wenig Schmutz vom trockenen Gelände (?) und ein paar Beulen (im Blech).

KI

Verdient den Namen leider wie im ersten Teil nicht wirklich. Da biegen Autos auch gern mal links in den Kreisverkehr ein, die Polizei lässt sich genauso wie in NFS: Carbon recht einfach narren und die Gegner in den Rennen sind meist die Unterforderung in Person.  Positiv müssen wir jedoch auch vermerken, dass auf Gummiband-Effekte weitgehend verzichtet wurde. Dies macht viele Situationen angenehmer, denn ein clever herausgefahrener Zeitvorsprung bleibt auch ein solcher.

Zwischenfazit

Nicht mehr auf der Höhe der Zeit. Die Menüführung kostet sinnlos Nerven und Zeit, das Balancing ist absolut missraten und ein Schadensmodell sucht man vergebens. Positiv nennen kann man das gute Geschwindigkeitsgefühl und das Freiheitsgefühl einer nicht all zu sehr limitierten Welt.

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