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TI nutzt fremde Patente bei OMAP3 und 4

Von - Quelle: Tom's Hardware DE | B 0 kommentare

Cradle IP bezichtigt TI bei vier seiner Prozessoren drei geschützte Technologien unerlaubt zu verwenden

Mit Patenten scheint es sich ähnlich zu verhalten wie mit Bausparverträgen – kurz vor Jahresende versuchen alle noch eine Prämie zu ergattern. Anders lässt sich die derzeitige Zunahme an Streitigkeiten kaum noch erklären, denn kurz vor den Weihnachtsferien steht nun auch Texas Instruments im Verdacht anderer Leute Patente widerrechtlich zu verwenden.

Cradle IP, ein Ausgründung von Cradle Technologies, die deren Patentbestand versilbern soll, behauptet, dass Texas Instruments drei mit Patente geschützte Technologien widerrechtlich nutzt. Diese kommen sowohl in dem Digitalen Sipnalprozessor (DSP) TMS320, dem Sitara-Chip, dem in Smartphones häufig anzutreffenden OMAP3 und schließlich im aktuellen OMAP4 zum Einsatz.

Cradle Technologies, eine 1998 von Cirrus Logic ausgegründete Sparte, bezeichnet sich zwar als einer der führenden Anbieter von netzwerkbasierten Videoüberwachungssystemen, entwickelte aber auch weiterhin Hardware-Designs, darunter den Mehrkern-DSP CT3600, der 2005, noch vor Konkurrenzprodukten von Freescale oder eben Texas Instruments auf den Markt gekommen ist.

Bereits im November 2008 hat das Cradle IP versucht  mit Texas Instruments Kontakt aufzunehmen, sei mit seinem Anliegen allerdings ignoriert worden. Daher folgt nun die Klage, die auf die Zahlung einer Lizenzgebühr abzielt, wobei die Erfolgsaussichten nicht so schlecht stehen, denn TI dürfte nur wenig Interesse haben, den erfolgreichen OMAP3 vom Markt nehmen zu müssen. Gleiches gilt für den OMAP4, der von Google als Referenz-Plattform für die vierte Version des mobilen Betriebssystem Android auserkoren wurde.


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