TI's OMAP4 ist die Referenz-Plattform für Android 4
Ob es an der gleichen Entwicklungsnummer liegt? Google entscheidet sich bei der vierten Variante seines mobilen Betriebssystems Android für die vierte Variante von Texas Instruments mobilem Prozessor, dem OMAP4
Die technische Entwicklungsplattform für eines der kommenden mobilen Betriebssysteme von Google stellen zu können, ist eine für den jeweiligen Hersteller prestigeträchtige Sache. Zuletzt nutzte der Hersteller hierfür Nvidias Tegra 2.
Nun wird diese Ehre allem Anschein nach Texas Instruments zu Teil wird, wie Andy Rubin, Vizepräsident im Bereich Mobiles bestätigte. Für TI bedeutet diese Entscheidung, dass die ersten Produkte, die auf den Markt kommen, stark an der technischen Plattform orientiert werden. Zudem ist die Referenz-Plattform früher am Markt erhältlich. Dies zeigt sich einmal mehr auch beim aktuellen Tegra 2, der als Referenz-CPU für die Entwicklung von Honeycomb genutzt wurde und auch deswegen derzeit in zahlreichen Tablet-PCs zu finden ist. Und das der Tegra 3 wohl erst zur kommenden CES vorgestellt wird, liegt wohl auch daran, dass Nvidia diesmal nicht das technische Maß der Dinge in der Android-Welt sein wird.
Allerdings hat Google die Information offiziell bisher noch nicht bestätigt und will sich damit wohl auch noch bis zum Herbst Zeit lassen. Solang werden auch keine näheren technischen Details offenkundig: So ist derzeit noch völlig unklar, welche Spezifikation des OMAP4 genutzt wird – vermutlich ist es ein 4460 oder ein 4470, wobei die Tendenz wohl eher zu letzterem zeigt. Das würde bedeuten, dass in dem künftigen Google Nexus ein DualCore-Prozessor mit 1,8 GHz verbaut werden würde, der zudem einen PowerVR-SGX544-Grafikchip mitbringt.
Mit dem kommenden Android, das unter dem Codenamen „Ice Cream Sandwich“ geführt wird, ändert Google also nicht nur die strategische Ausrichtung seines Betriebssystems – die derzeit getrennten Entwicklungsstränge Honeycomb (Android 3.2) und Gingerbread (Android 2.3) werden wieder zusammengeführt. Auch der Source Code soll dann wieder in echter Open-Source-Manier mit Erscheinen des Systems freigegeben werden.
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