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Frankreich: Gesetz gegen Raubkopierer gescheitert

von - quelle: Süddeutsche Zeitung

Blamage für Frankreichs Regierungspartei: Das Gesetz gegen illegales Filesharing tritt vorerst nicht in Kraft. Zu wenig Abgeordnete haben für den Entwurf gestimmt.

Wie unter anderem die Süddeutsche Zeitung meldet, ist der umstrittene Gesetzesentwurf zur Abstrafung vermeintlicher Urheberrechtsverletzer im französischen Nationalrat gescheitert. Eigentlich war das in anderen Ländern »Three Strikes Out« genannte Vorgehen so gut wie beschlossen.

Der französischen Opposition ist es demnach gelungen, das Gesetz mit 21 zu 15 Stimmen zu kippen. Allerdings unter günstigen Umständen: Viele Abgeordnete sollen bei der Abstimmung gefehlt haben, vor allem diejenigen, die der Regierungspartei UMP (Union pour un mouvement populaire) angehören und das Gesetz unterstützen. »Das ist ein großer Sieg für die Bürger. Diese Abstimmung hat gezeigt, dass es doch möglich ist, sich Gehör zu verschaffen«, heißt es aus der Opposition. Sie geht jedoch davon aus, dass der Entwurf nach Ostern nochmals zur Abstimmung vorgelegt wird.

Ursprünglich wurde der Gesetzesentwurf mit satten 297 zu 15 Stimmen im französischen Senat befürwortet. Er sieht vor, dass insbesondere P2P-Nutzer, die beim Verbreiten urheberrechtlich geschützten Materials erwischt werden, erst eine Verwarnung kassieren und bei weiteren Verstößen – kontrolliert durch die Internet Service Provider – bis zu einem Jahr lang den Internet-Zugang gesperrt bekommen. Frankreich ist mit dem harten Vorgehen nicht allein: In Irland wurden ISPs bereits zu einer entsprechenden Zusammenarbeit mit der IRMA (Irish Recorded Music Association) gezwungen (siehe »Urheberrechtsverletzung: Irland greift durch«).

Mehr zum Thema bei Tom's Hardware:
Urheberrechtsverletzung: Irland greift durch (29. Januar 2009)
Frankreich segnet Filesharing-Gesetz ab (3. November 2008)
Frankreich kappt Raubkopierern die DSL-Leitung (27. November 2007)

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kyuss1975 09/04/2009 23:24
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-1+

ach diese überwachungsfaschisten. denen gehört in den arsch getreten!

Weltenspinner 09/04/2009 23:30
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-1+

Raubkopierer. Zu Recht kennt meine Rechtschreibprüfung diesen Begriff nicht. oO

Raub ist nach deutschem Strafrecht die Wegnahme (Besitzübergang)
einer fremden beweglichen Sache mittels Gewalt gegen eine Person oder
unter Androhung einer gegenwärtigen Gefahr für Leib und Leben mit der Absicht,
die Sache sich oder einem Dritten rechtswidrig zuzueignen.


Ich halte selbst nicht viel davon. Aber es ist höchstens widerrechtliche
Vervielfältigung geistigen Eigentums. Immer diese Propaganda-Begriffe. -,-

holgiheftig 10/04/2009 00:42
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--1+

internetzugang sperren... wie soll das denn gehen? Wenn man selber keinen Vertrag mehr beim ISP bekommt, dann sicherlich eine andere Person im Haus...

holgiheftig 10/04/2009 00:45
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-1+

... und falls mehrere Personen den gleichen Internetanschluss nutzen können die auch nicht feststellen welcher von diesen geschütztes material freigegeben hat.

smalltalk 10/04/2009 09:20
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-2+

@Weltenspinner: aus diesem Grund wird bei Heise seit kurzem der zutreffendere Begiff "Schwarzkopierer" verwendet.

zum Thema: interessant bei der Thematik ist, doch wie gegen ein unzutreffende Verwarnung vorgegangen werden soll, besonders wenn, wie im Rahmen einer Studie festgestellt worden ist, selbst Netzwerkdrucker Abmahnungen bekommen. In einem Verfahren kann man sich gegen die Anschuldigungen noch wehren. In diesem verkürzten Verfahren wird die Contentindustrie zum Kläger und Richter und der ISP zum Vollstrecker.

anonymous 10/04/2009 10:29
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-1+

Weltfremd und unrealistisch. Wenn ich denke, wie viele unbekannte Künstler ich schon dank eines Internetdownloads und nachfolgendem Kauf (bei gefallen) unterstützt habe, sehe ich keine Gefahr im downloaden, sondern eine Chance. Wer kenn schon Moses Mayes, Glenn Underground usw.?
Dank des Internets bin ich erst auf diese Künstler gestossen und besitze nun alle Alben, gekauft versteht sich.
Nein, die Politiker und Medienbosse sind blind auf beiden Augen. Statt die Chance zu nutzen, wollen Sie Verbote.
Selbst bei jugendlichen Movie Downloadern sehe ich kein Problem. Wäre ihnen der download nicht möglich, hätten sie trotzdem kein Geld um den Film zu kaufen, also eine Nullrunde.
Hier geht es einzig um Kohle für die Medeinbosse und Politiker/Staaten. Mehr steckt nicht dahinter. SIE sind die wahren Verbrecher!

Boeddchi 10/04/2009 19:54
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-1+

ach nee wenn die wirklich Raubkopien stoppen wollen sollten die mal die preise runterdrehen zb. 50 euro für so ein schrott game wie fifa 2009 UNVERSCHÄMT

fuchur 11/04/2009 08:22
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-2+

Kleiner Rechtschreibfehler: Es muss RaubMORDkopierer heißen! Dankö

miki4 11/04/2009 11:57
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-0+

@fuchur

Wenn das Ironie war, gibt´s nen PLUS von mir ;)

schenzu 11/04/2009 17:57
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-0+

@freddy:
Stell dir vor Du bist Bauer und kannst gerade so vom Rüben-Verkauf auf deinem Hof leben.
Nun kommt der Nachbarhof auf die Idee, diese gratis zu verschenken, um den Besucherstrom aus anderweitigen Gründen auf seinen Hof zu locken.
1. Frage: was geschieht mit der Wertschätzung für die Rübe?
2. Frage: wirst Du dauerhaft genügend loyale Kunden haben, oder werden Rüben in Zukunft für dich nur noch ein Hobby?

Erweitern wir das Szenario:
Ein dritter und wesentlich kleinerer, unbekannter Bauer beginnt ab vom Schuß seine Möhren zu verkaufen. Als er geschickt Schilder aufstellt, um den Besucherstrom zu ihm zu lenken, wird aber auch der Nachbarhof darauf aufmerksam und promt verschenkt dieser nun neben Rüben auch Möhren.
1. Frage: wie nützlich sind Schilder für den Möhrenbauern?
2. Frage: kommen zukünftig neue, professionelle Gemüsebauern auf diesen Markt?

Klar, die Geschichte ist eine übers Knie gebrochene Analogie und hat vielen Angriffspunkte. Aber sie macht deutlich: Fluch und Seegen liegen im Internet sehr nah beieinander und keine Frage, ich finde es ist ein schöner Gedanke, Künstler durch Käufe zu unterstützen. Aber entpuppt sich deine Aussage "weltfremd und unrealistisch" dann nicht doch eher als Eigentor?

schenzu 11/04/2009 17:58
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-0+

@freddy:
Stell dir vor Du bist Bauer und kannst gerade so vom Rüben-Verkauf auf deinem Hof leben.
Nun kommt der Nachbarhof auf die Idee, diese gratis zu verschenken, um den Besucherstrom aus anderweitigen Gründen auf seinen Hof zu locken.
1. Frage: was geschieht mit der Wertschätzung für die Rübe?
2. Frage: wirst Du dauerhaft genügend loyale Kunden haben, oder werden Rüben in Zukunft für dich nur noch ein Hobby?

Erweitern wir das Szenario:
Ein dritter und wesentlich kleinerer, unbekannter Bauer beginnt ab vom Schuß seine Möhren zu verkaufen. Als er geschickt Schilder aufstellt, um den Besucherstrom zu ihm zu lenken, wird aber auch der Nachbarhof darauf aufmerksam und promt verschenkt dieser nun neben Rüben auch Möhren.
1. Frage: wie nützlich sind Schilder für den Möhrenbauern?
2. Frage: kommen zukünftig neue, professionelle Gemüsebauern auf diesen Markt?

Klar, die Geschichte ist eine übers Knie gebrochene Analogie und hat vielen Angriffspunkte. Aber sie macht deutlich: Fluch und Seegen liegen im Internet sehr nah beieinander und keine Frage, ich finde es ist ein schöner Gedanke, Künstler durch Käufe zu unterstützen. Aber entpuppt sich deine Aussage "weltfremd und unrealistisch" dann nicht doch eher als Eigentor?

schenzu 11/04/2009 18:28
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-0+

noch eine Frage @freddy

Ein 16 Jähriger mit 30 Euro Taschengeld wartet im Jahr 1999 sehnsüchtig auf den Kinostart von Matrix. Moviedownload war bei ihm noch nicht drin. Aber im Jahr 2009 kann er schon Wochen vor Kinostart jeden Film in HD Qualität runterladen. Wartet er nun tatsächlich lieber eine Woche auf den Kinostart und zahlt dafür dann auch noch 8€? Oder sieht er es im Lauf der Zeit gar nicht mehr ein so viel Kohle für nen Film hinzublättern? Die Realität zeigt, dass er sich sogar zusätzlich auch noch Filme runterläd, für die er 1999 nie ins Kino gegangen wäre, manchmal sogar nur um sie an Freunde weiterzuleiten, oder um bei Mädels einen auf dicke Hose zu machen. Auch hier entsteht eine massive Entwertung gerade im Jugendalter, oder?

mareike 11/04/2009 20:25
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-1+

mit dem armen Bauern meinst du aber nich zb madonna oder so ? ;)
dann sollten wir mal spenden sammeln für die arme frau, oder für die armen Plattenbosse.. mir kommen die tränen

schenzu 11/04/2009 23:46
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-0+

@mareike:
okay, Du hast vollkommen Recht, aber was ist mit den anderen 99% der Musikschaffenden, denen das Glück von Madonna verwehrt blieb?

anonymous 13/04/2009 18:46
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-0+

Ich sehe eh nicht das problem. wenn ich musik hören will geh ich auf "LastFM" oder "Youtube.COM". Gibts eigentlich schon einen Player welcher youtubeadressen als Playlist übernimmt???
wären doch mal was oder???

Weltenspinner 13/04/2009 18:56
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-0+

Musik hören bei Youtube? Man man, du bist echt hart im Nehmen,
oder dir reichen die integrierten Boxen deines Bildschirms.

mieleman 14/04/2009 10:08
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-0+

Also folgendes zu den Künstlern, zuerst einmal sollte man feststellen wieviel hier tatsächlichen von den umgesetzten gezahlten Summen bei denen ankommt.
Meiner Erfahrung nach, erhalten Künstler nur mit steigendem Marktwert auch mehr Geld aus der Kasse der Plattenlabel. Heißt also, nur eine handvoll Künstler, egal ob Film oder Musik erhalten tatsächlich genug Kohle daraus. Der Löwenanteil verleibt jedoch beim Pl-Label, und nicht nur das. Die Pl-Label erhalten auch alle Nutzungsrechte am geistigen Eigentum der Künstler, gerade innerhalb der Musikbranche.
Ich kann mich noch allzu gut daran erinnern, das einmal für viel Geld die Rechte der Beatles-Lieder verschachert wurden, allerdings nicht von denen sondern vom Pl-Label.
Es sind also nicht die Künstler, welche hier ein Recht einfordern, sondern ausschließlich die Pl-Label und zwar das eigene.

Wer also den Künstlern etwas gutes tun möchte, der unterstützt nur solche, die keinem der großen Pl-Label angehören, sondern ihre Musik selbst vermarkten. Wobei auch hier ein deutlicher Trend zugunsten der Pl-Label beobchtet werden kann. Irgendwann einmal werden diese es sich nicht nehmen lassen und die Erzeugung von Musik als eigenes Patent zu verkaufen. Mag sein, das dann jeder Musiker sich eine Lizenz erwerben muß, damit er komponoieren kann. ;-)

f1delity 14/04/2009 14:40
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-0+

Wartet die 2te Sitzung ab, 297 zu 0 dafür, die anderen 15 Parlamentarier sind auf merkwürdige Art und Weise verschwunden.

schenzu 14/04/2009 21:59
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-0+

Um klar zu stellen, wieviel bei einem Künstler ankommt:
Haupteinnahmequelle ist die Gema und die landet bei ihm zu 100%, wenn er verlagsfrei ist und zu 60% wenn er einen Verlagsdeal hat (dafür gibts Vorschüsse und Unterstützung des Verlags in Form von Finanzierung von Produktionen, Musikinstrumenten usw.).

Zweite Einnahmequelle sind die Lizenzen, welche insbesondere davon abhängig sind, ob er sich selbst produziert (Bandübernahmevertrag) oder durch einen vom Label beauftragten Produzenten produziert wird (Künstlervertrag). Sicherlich steigen mit seiner Bekanntheit außerdem auch die angebotenen Anteile, aber solche Unterschiede sind nunmal überall gegeben, in denen die marktwirtschaftlichen Prinzipien gelten, nur dass sie hier weniger wiegen, da sie nur einen Einkommensanteil betrifft.

Dritte Einnahmequelle sind Konzerte, welche der Band/Künstler abzüglich der Managementprovisionen von idR. 20%-25% komplett zugute kommen.

Besonders GEMA und Konzerte werden wichtige Einnahmequellen, wenn der Bekanntheitsgrad steigt. Dazu ist man auch bereit, weniger Lizenzbeteiligungen hinzunehmen, wenn das Label dafür ordentlich Marketing betreibt. Umgekehrt gilt: je mehr ein Label an Lizenzen abgeben muss, desto weniger ist es bereit Risiken einzugehen bei der Investition in die Vermarktung.

Was nun eine P2P-Verfügbarkeit der Musik an dieser Stelle bewirkt wird schnell klar: Fakt ist, dass die Labels aufgrund der Usatzeinbrüche im Lizenzgeschäft immer mehr dazu übergehen, vom Management bis hin zum Verlag auch alle anderen Verwertungsbereiche um den Künstler herum übernehmen zu wollen, da sich sonst die Marketingkosten (Markteintrittsbarrieren) nicht bezahlt machen. Neue, junge Talente haben also nur noch eine Chance, wenn sie sich vollumfänglich von einer Firma auswerten lassen, um es mal nicht "geknebelt" zu nennen! ... sie müssen unterschreiben, oder bleiben in ihrem Proberaum stecken und müssen versuchen sich "bekannt zu spielen", wozu auf lange Sicht generell die finanziellen Mittel des Künstlers nciht aus reichen. Das ganze führt also soweit, dass der Künstler nicht nur finanziell vom Laberl ausgequetscht wird (und ausgequetscht werden muss!), sondern dass auch großteils die künstlerischen Inhalte vorgegeben werden, um die durch das Label verfügbaren Marketingkanäle nutzen zu können, ohne Risiken einzugehen, denn der Vorstand ist ja schließlich seinen Aktionären gegenüber verpflichtet, mit dem eingesetzten Kapital sorgsam und effizient umzugehen.
Wenn er allerdings Madonna unter Vertrag nehmen kann und sie das Management abgibt für 100 Millionen, dann wäre er blöd, er würde das Geld in nobodys investieren, egal wie geil er ihre Mucke findet.
Wer sind also die Gewinner eines unregulierten P2P Zuganges????

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