Rangordnung: Die Marktanteile der Hersteller

Der weltweite Marktführer ist der amerikanische Hersteller Hewlett-Packard. Nachdem dieses Unternehmen den Lasermarkt nahezu monopolisiert hat, ist HP nun seit mehreren Jahren König im Reich der Tintenstrahldrucker mit etwa 40% Marktanteil. Nur in Japan liegt der Anteil mit 10% unter dem globalen Durchschnitt. HP-Drucker haben einen guten Ruf bezüglich Zuverlässigkeit und Robustheit. Sie sind auch für ihre Druckqualität bekannt.

Epson, der frühere Marktführer aus Japan, ist auf Platz zwei abgerutscht. Dieser Hersteller musste sich letztes Jahr mit einem Anteil von 20 bis 30% (übers Jahr variierend) zufrieden geben, in Japan immerhin 40%. Obwohl Epson sich lange Zeit nicht mit dem System der getrennten Tintenpatronen anfreunden konnte - mittlerweile ein Standard dank Canon - hat der japanische Hersteller dieses System auch für zwei seiner High-End-Drucker übernommen. Immer noch ist die Hauptstärke von Epson-Druckern die Geschwindigkeit. Der Stylus C80 beispielsweise spuckt munter 20 Seiten pro Minute aus.

Der Dritte in der Rangfolge ist Canon. Vertreter behaupten zwar oft, an zweiter Stelle zu stehen, doch die Schwankungen der Marktanteile tendieren eindeutig auf Platz drei: Der Hersteller hat je nach Monat 15 bis 25% des Weltmarktes inne. In Vorzeiten wurden Canon-Drucker oft wegen der schlechten Bildqualität gerügt. Aber die Einführung einer neuen Tinte zu Beginn dieses Jahres sorgte für viel Lob. Wie Epson besitzt Canon in Japan seine Stärken. Dort verfügt man etwa über 40% Marktanteil.

Lexmark, der Vierte in der Reihe, macht etwa 10% des Weltmarkts aus und überzeugt zudem in Europa. Zeitweise war Lexmark in Europa auf gleicher Höhe wie Canon. Wie HP lassen Lexmark-Geräte die Druckköpfe gleich in die Patronen integrieren. Lexmark wirbt damit, die schnellsten Tintenstrahldrucker innerhalb des gesamten Produktportfolios anzubieten. So ist der Jetprinter Z53 auf diese Art der einzige Drucker unter 180 Euro, der 16 Seiten pro Minute ausdrucken kann.


Sharp und Xerox gehören zu den kleineren Spielern im Druckerpoker. Beide hatten gehofft, dass die im Jahr 2000 herausgebrachten Modelle den Durchbruch auch im Jahr 2001 bedeuten würde. Aber Drucker dieser beiden Hersteller waren in der Tat noch nicht ausgereift. Die relativ schlechte Platzierung kommt deshalb nicht überraschend. Die Hauptpunkte der Kritik zielen auf die hohen Druckkosten und die mittelmäßige Druckqualität ab. Besonders bei den Modellen Sharp AJ-1800 und 2000 sowie Xerox M750 und M760 ist dies der Fall. Die Marken Sharp und Xerox nehmen an diesem Vergleichstest nicht teil.