Ursprünglich entwickelten Nokia und Intel ein Betriebssystem auf Linux-Basis, dass sie Meego nannten. Dann entschlossen sich jedoch die Finnen Premiumpartner von Microsoft werden zu wollen und zogen sich aus dem Projekt zurück; eine Gelegenheit die sich Samsung nicht entgehen ließ. Mit Bada hatte der koreanische Hersteller zwar ein eigenes Betriebssystem entwickelt, dass vergleichsweise viele Nutzer gewinnen konnte, doch so richtig glaubte man wohl nicht an das OS und ließ die Entwicklung einschlafen. Dennoch blieben die Koreaner auf der Suche nach einem weiteren Betriebssystem, dass die Abhängigkeit von Googles Android verringern könnte - und glaubten dieses nun in Intels Meego, das mittlerweile in Tizen OS umgetauft wurde gefunden zu haben.
Zusammen mit den Bada-Resten wurde nicht nur schnell die erste stabile Tizen-OS-Version fertig gestellt, sondern auch schon ein schnelles Referenz-Smartphone entworfen, damit Entwickler eifrig das Betriebssystem voranbringen konnten. Ein leistungsstarkes Smartphone, das das Samsung-Logo ziert soll dann dafür sorgen, dass sich schnell viele Nutzer finden und so der aktuellen Google-Vorherrschaft die Größe genommen wird. Klammheimlich hofft natürlich Intel darauf - dann quasi durch die Hintertür - im hart umkämpften Mobile-Markt besser Fuß zu fassen.
Nun scheint der Punkt erreicht, an dem dieses erste Smartphone kurz vor der Markteinführung stehen könnte, das behauptet zumindest Digitimes unter Bezug auf nicht namentlich genannte Quellen. Allerdings haben Intel und Samsung einen Vorstand rundum das Betriebssystem etabliert, in dem sich eine ganze Reihe von Providern wie SK Telecom, NTT Docomo, Orange, Sprint und Vodafone wiederfinden. Ob diese Konstellation ausreicht, um Tizen OS bei den Nutzern zu etablieren, die von dem System bisher noch kaum etwas gehört haben bleibt jedoch abzuwarten.
Hier könnte selbst ZTE mit der angeblichen Entwicklung eines Smartphones auf webOS-Basis größeren Erfolg haben, schließlich erlangt das mobile Betriebssystem im vergangenen Jahr durch den Ausverkauf bei HP traurige Berühmtheit.