Promise SmartStor NS4600: NAS-Gerät mit Intel-Prozessor
Inhaltsverzeichnis
- 1. Promise betreibt Modellpflege
- 2. Ausstattung und Technische Daten
- 3. Web-Oberfläche und Test-Setup
Im September 2008 haben wir das Netzwerkspeichergerät NS4300N von Promise in unserem Testlabor untersucht. Das Gerät konnte durch eine gute Verarbeitung, die Unterstützung vieler Netzwerkprotokolle und einer übersichtlichen Konfigurationsoberfläche punkten. Die Datenübertragungsraten des NS4300N hinterließen jedoch ein zweigeteiltes Bild: Im Test "Office Productivity" konnte das Gerät überzeugen, während die Datenraten bei Multimedia-Benchmarks nur durchschnittlich waren. Seitdem war Promise nicht untätig und präsentiert mit dem Netzwerkspeichergerät NS4600 den Nachfolger des NS4300N.
Mehr RAM, anderer Prozessor
Äußerlich nahezu identisch mit dem Vorgängermodell wurden beim NS4600 vor allem die inneren Werte erneuert. So besitzt das NS4600 mit 256 MB doppelt so viel Hauptspeicher wie das ältere NS4300N und auch der verwendete Freescale-Prozessor MPC8343 mit 400 MHz musste Intels erstem System-on-Chip Prozessor (SoC) mit x86-Architektur seit 1994 weichen, einem EP80579 (Codename Tolapai) mit ordentlichen 600 MHz.
Diese Tatsache macht das Gerät gleich in zweierlei Hinsicht interessant: Wie schlägt es sich im direkten Vergleich zum Vorgänger? Und was darf man von Intels SoC-Engagement erwarten; sind Embedded-Lösungen doch hauptsächlich eine Domäne von Herstellern wie Freescale (Motorola), AMD oder Marvell?
XOR-Berechnung durch den Prozessor
Die Embedded-Lösungen der genannten Hersteller zeichnen sich unter anderem dadurch aus, eine relative hohe Rechenleistung bei geringer Leistungsaufnahme bereitzustellen. Die Datenübertragungsraten bei NAS-Geräte hängen dabei meist sehr stark vom verwendeten Prozessor ab, da in NAS-Geräten zur Realisierung der RAID-Technologie vorwiegend ein sogenanntes Software-RAID oder Host-Based-RAID zum Einsatz kommt.
Das heißt vereinfacht ausgedrückt, dass die in bestimmten RAID-Konfiguration anfallenden Wiederherstellungsinformationen (XOR-Verknüpfungen) sowie die Verteilung der Daten auf die einzelnen Festplatte nicht von einem extra für diese Aufgabe vorgesehenen Prozessor generiert werden, sondern diese Berechnungen der Prozessor des NAS-Servers übernehmen muss. Daher hängt die Leistungsfähigkeit eines NAS-Geräts nicht unwesentlich von der Leistungsfähigkeit des verwendeten Prozessors ab.
Tolapai: Angriff auf AMDs Geode Prozessor?
Intel hat den EP80579 SoC-Prozessor unter anderem für die Verwendung in Telekommunikationsanlagen, VPN- und Firewall-Appliances, VoIP-Gateways sowie für Speicherlösungen wie NAS-Geräte vorgesehen. Dies sind Einsatzgebiete, die bislang von den klassischen Herstellern integrierter Lösungen bedient wurden und in das auch AMD zunehmend drängt. So ist unter anderem das NAS-Gerät Thecus N4100 Pro mit einem leistungsfähigen, aber stromsparenden Geode-Prozessor von AMD ausgestattet und auch Firewall-Lösungen auf Geode-Basis lassen sich zuverlässig realisieren. Mit dem EP80579 bietet Intel nun neben den Atom-, Core- und Xeon-Prozessoren somit Lösungen für fast jede Geräteklasse.
Welche Performance Intels Embedded-Prozessor EP80579 bietet und welche Ausstattungsmerkmale das Promise NS4600 aufweist haben wir auf den folgenden Seiten zusammengestellt.

und wiedermal ein NAS, welches den Gigabitport nur zu einem viertel ausnutzt....
und für 48W Idle kann ich mir schon nen PC mit 780G+4850e hinstellen.
Das ist genau mein "Schreiben" auch wenn es den ein oder anderen "stört" und ein wenig "getrollt" wird, aber genau dies ist der Knackpunkt. Übertragungsraten weit unter der von "mittelalter" PC-Hardware und Kosten weit jenseits davon. HotSwap lässt sich Dank einiger guter Gehäuse und leichter Bastelarbeiten auch fix erledigen. Aufgrund der frei am Markt verfügbaren Systeme sind diese "low performer" einfach nur unnötige Kosten und allenfalls im Bereich der "counsumer" ohne Skill eine echte Lösung. Auch die Flagschiffe von QNAP bieten zwar eine schier unerschöpfliche Zahl an Funktionen, geht es aber um die Anbindung in einem Rechenzentrum (mit veritablen Bandbreiten) erweist es sich als "lahme Ente". Wie gesagt, für den Hobbyeinsatz 1a, wenn man darauf angewiesen ist definitiv ein "no go".