Toshibas neue Netbooks mit AMD- und Intel-Prozessoren

Netbooks können dem aktuellen Trend der Tablet PCs kaum noch Paroli bieten. In den vergangenen Jahren als die mobilen Allzweckbegleiter gefeiert, können sie mit den flachen Lifestyle-Scheiben aus dem Hause Apples, aber auch Samsungs oder Dells, was den Coolness-Faktor anbelangt, kaum noch mithalten.

Dennoch sind die Geräte technisch gesehen längst nicht überholt und von aktuellen Entwicklungen ausgeschlossen. Sowohl AMD mit der Fusion-Plattform als auch Intel, wo man mit Oak Trail auf die neueste Atom-Generation setzt, liefern dafür eindrucksvolle Belege. Und Toshiba bietet nun beide Möglichkeiten in Netbooks an.

Äußerlich sind das Netbook Mini NB520 und das NB550D kaum von einander zu unterscheiden. Die Gehäuse der beiden Varianten sind gleich. Im NB 520 arbeitet ein mit 1,5 GHz getakteter Intel Atom N550 auf einem Intel NM Express Chipsatz, während man bei Toshibas Mini NB550D auf die AMD C50-APU vertraut, die zwei 1 GHz starke Bobcat-Kerne zusammen mit einem Radeon HD 6250M Grafikchip vereint. Auch wenn sich keine genaueren Aussagen zur Leistungsfähigkeit treffen lassen, so sollte diese bei beiden Systemen doch vergleichbar sein. Jede Plattform besitzt ihre spezifischen Vorteile, die sich bei unterschiedlichen Anwendungen unterschiedlich stark in Szene setzen können.

Doch im Vergleich zur Intel-Konfiguration ist das Netbook mit der AMD-Architektur besser mit Schnittstellen versorgt. So kann mit dem leistungsfähigeren Radeon Grafikchip ein externes Display auch über eine HDMI-Schnittstelle betrieben werden. Diese steht bei dem NB520 nicht mal optional zur Verfügung. Ähnlich verhält es sich mit Buetooth. Das NB550D kann serienmäßig mit Geräten in der nächsten Umgebung über Bluetooth 3.0 kommunizieren; für das NB520 muss diese Funktion nachträglich hinzu geordert werden.

Die weiteren Ausstattungsmerkmale der beiden Netbooks sind identisch. Das Display besitzt eine Diagonale von 10,1" und erreicht damit eine Auflösung von 1024 X 600 Pixel.  Als Datenspeicher steht eine 250 GB große HDD zur Verfügung. Zur Größe des nutzbaren Arbeitsspeichers hält sich Toshiba bedeckt.

Für das Einbinden in ein Netwerk steht eine LAN-Schnittstelle bereit; in WLAN-Netzwerken ist man mit den IEEE-Standards 802.11b/g/n unterwegs. Ein 2-in-1-Kartenleser liefert schnell Daten von Kameras usw. an das System. Zusätzliche Geräte können über zwei USB 2.0-Schnittstellen angeschlossen werden, wobei eine der beiden über eine Aufladefunktion verfügt. Über diese Schnittstelle kann man mit einem MP3-Player auch die Boxen des Gerätes nutzen, wenn dieses ausgeschaltet ist.

Die Boxen sollen an sich eines der Alleinstellungsmerkmale der neuen Toshiba-Netbooks werden. Sie stammen aus dem renommierten Haus Harman/Kardon und sollen mit einer Leistung von 2 Watt weitmehr bieten, als das bisher in der Klasse üblich war. Ob die Lautsprecher tatsächlich dazu im Stande sind, das ansonsten recht bieder wirkende Netbook aufzuwerten, kann von dieser Stelle allerdings nicht beurteilt werden. Für einen Preis von 349 € kann man aber auch nicht zuviel erwarten... 

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6 Kommentare
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  • thebone
    Coolness-Faktor? Wo spielt der denn bitte eine Rolle? Nen Netbook sollte, wie auch ein Notebook, die Schlepptops mal außen vor genommen, zum Arbeiten da sein. Deswegen haben Netbooks auch so einen großen Zulauf! Klein, leicht, lange Akkulaufzeit, ausreichend großes Display & Tastertur für Office und Internet. Das will ich und sollte man, meiner Meinung nach auch, mit so einem Gerät machen. Ich kann diesen Tablet Hype sowieso immer noch nicht verstehen. Aber ich verstehe, bis auf zum YouTube-Videos zu schau'n und mehr schlecht als recht zu surfen, die Funktionen, die mir so ein Gerät bieten soll, eh nicht. Naja, aber ich schweife schon wieder ab. Finde nur, das Netbooks eine völlig andere Zielgruppe haben. Leute die beide Geräte als ein Äquivalent ansehen kann ich somit nicht im geringsten verstehen.
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  • Krampflacher
    Finde die Aussagen im Artikel auch ähnlich wie:

    "Holzstühle sind in Zeiten von modernen Büro-Drehsesseln ein überflüssiges Relikt. Es wundert mich, dass nach wie vor hartnäckige Hersteller diese anbieten."

    Ich meine ein Netbook ist ein Netbook, und ein Tablet ist ein Tablet. Wenn jemand gern schreibt, und dafür ein günstiges und flüsterleises Gerät möchte, braucht er halt mal ein Subnotebook aka Netbook, und fertig.
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  • aarfy
    Zitat:
    , aber auch Samsungs oder Dells,
    da hat er aber gerade noch so die Kurve gekriegt bevor es ganz böse Bashings hagelt ;-)
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