Schnell, schneller, USB-3.0: Buffalo Drivestation HD-HXU3

Die USB-3.0-Spezifikationen wurden Ende 2008 veröffentlicht und klangen vielversprechend. Ein Jahr später liegt uns ein Testexemplar einer externen USB 3.0 Festplatte inklusive eines USB 3.0 Controller von Buffalo vor. Werden die Erwartungen erfüllt?

Der Universal Serial Bus (USB) hat sich seit seiner Einführung vor über zehn Jahren sehr stark weiterentwickelt. Das Interface mauserte sich über die Jahre hinweg zu einer der beliebtesten Schnittstellen im Computerbereich überhaupt. Dutzende verschiedene Geräte wie Speichersticks, MP3-Player, Handys, Drucker, Scanner oder Festplatten lassen sich inzwischen zuverlässig und unkompliziert an der Anfangs als Useless Serial Bus verspotteten Schnittstelle betreiben.



In den Anfangstagen lieferte die USB-Schnittstelle recht bescheidene Übertragungsraten von 1,5 MBit/s (USB-1.0) beziehungsweise 12 MBit/s (USB-1.1) was auch Grund zum Zweifel an der Daseinsberechtigung einer solchen Schnittstelle gab. Die heute bekannte Popularität erlangte die USB-Schnittstelle erst, nachdem im Jahr 2000 die Spezifikationen geändert und unter anderem die Datenraten auf bis zu 480 MBit/s erhöht wurden. Zwei Jahre später kamen dann verstärkt Peripheriegeräte auf den Markt, die die USB-2.0-Schnittstelle nutzen. Der Rest ist Geschichte.

Auch heute ist die Popularität der USB-Schnittstelle ungebrochen. Durch den Wandel der Technik und den damit einhergehenden immer größer werdenden Datenmengen zeigen sich jedoch die Grenzen der knapp 10 Jahre alten USB-2.0-Technologie und deren nicht mehr zeitgemäßen Datenübertragungsraten.

Backup auf externe Speichergeräte

Die USB-Schnittstelle ist durch ihre hohe Verbreitung und Akzeptanz sowohl bei Herstellern als auch bei Anwendern geradezu prädestiniert dafür, nicht nur Peripheriegeräte wie Scanner oder Drucker mit dem Computer zu verbinden, sondern auch als Schnittstelle zum Anschluss von externen Speichermedien zu dienen. Die für heutige Verhältnisse relativ geringe maximale Datenübertragungsrate von 480 MBit/s (60 MByte/s) bei USB-2.0 macht die Sicherung großer Datenmengen zu einem zeitaufwändigen Ereignis. Dieses Szenario lässt sich nicht nur auf Desktop-PCs Anwenden, auf denen mehrere hundert Gigabyte große Multimediasammlungen abgespeichert sein können, sondern zum Beispiel auch auf NAS-Geräte, bei denen Gesamtkapazitäten von vier Terabyte oder mehr keine Seltenheit mehr sind. Denn Speicherplatz ist in den vergangenen Jahren immer günstiger geworden und die Preise pro Terabyte liegen aktuell je nach Festplattenmodell bei erschwinglichen 60 Euro.

... wird endlich gut?  - mit USB 3.0?

Stellt sich also die Frage, wie sich dieser Vorgang schneller durchführen lässt. Alternativ zur USB-2.0-Schnittstelle stünde die eSATA-Schnittstelle zur Verfügung. Diese bietet wie ein interner SATA-Port nominelle Datenübertragungsraten von 150 beziehungsweise 300 MByte/s an, was zumindest im letzteren Falle einen umfangreichen Datenübertragungsvorgang gegenüber USB-2.0 theoretisch um den Faktor fünf beschleunigt.

Problem hierbei ist jedoch, dass die eSATA-Schnittstelle zwar seit einigen Jahren existiert, sie jedoch bis heute nicht die Popularität und Verbreitung aufbieten kann wie sie die USB-Schnittstelle vorweist. Dies ist sicherlich auch dem Umstand geschuldet, dass an einer eSATA-Schnittstelle nur dementsprechende Speichergeräte angeschlossen werden können und keinerlei Peripheriegeräte wie zum Beispiel Scanner, Kameras oder Drucker. Mangels Verbreitung und passender Geräte stellt die eSATA-Schnittstelle daher in vielen Fällen keine Alternative dar.

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13 Kommentare
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  • Anonymous
    ...dem inzwischen !!!ZEHN!!! Jahre USB 2.0 Standard, mit ...

    ...dass ein Nachfolger für USB !!!3.0!!! her musste...
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  • Stefan0875
    Schön dass es sich so langsam etabliert. Schnellere Datenübertragung ist immer wünschenswert.
    Obwohl ich mich nie über eine lahme USB2.0 Verbindung beschert habe.
    Selbst Gigabytes sind doch in ein paar Minuten kopiert.
    Trotzdem toll wenn es demnächst x-Mal so schnell geht.
    Aber ob ich mein Notebook nachrüsten kann?
    0
  • Stefan0875
    "...eine Erhöhung der nominellen Datentransferraten auf 5000 MBit/s (500 MByte/s)"

    Wieso sind 5000MBit = 500MByte??
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  • fffcmad
    Bei HDTACH sieht man aber auch, das die Datentransverrate irgendwo an eine Grenze schlaegt. Das die Maximaldatentransverrate ueber die Haelfte des Datentraegers bei gleichem Niveau bleibt, ist sehr ungewoehnlich... Da ist wohl der USB 3 Controller oder der IDE/ SATA to USB Converter zu lahm.
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  • bluray
    ENDLICH mal ein aussagefähiger Test mit einem USB3-Gerät

    Das sind ja mal echt gute Werte für eine externe Festplatte.
    Gut, dass ich ein MoBo habe, welches schon mit USB3 daherkommt. Die Platte mit 2TB habe ich nun auch bestellt, um einen Datenknecht dran zu haben.

    @Stefan0875:
    Ja, dein Notebook kannst Du ggf. auch nachrüsten, wenn es über einen aktuellen PC-Express-Slott verfügt, da entsprechende USB3-Karten auch dafür hergestellt werden und von NEC (bspw.) schon verfügbar sind. Auch HAMA hat schon entsprechende Adapterchen angekündigt, die für ca 40 Euronen verhältnismässig günstig über den Ladentisch gehen.

    @fffcmad:
    Ich wage ernsthaft zu bezweifeln, dass sie da eine IDE-Platte verbaut haben, zumal PATA bis ca. 750GB (Seagate) erhältlich waren.
    Mittlerweile ist SATA defacto Standard und auch in den externen Platten diverser Markenhersteller verbaut. Lediglich bei den popeligen No-Name-Resteverwurstern findest noch veraltete Technik drin!
    Die Vermutung, dass der Schnittstellenwandler möglicherweise der Flaschenhals ist, teile ich mit Dir allemal!
    Es ist nur eine Frage der Zeit, bis auch diese besser werden. War ja mit USB und IEEE1394 nicht anders...
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  • masamune
    Wurden die Messungen mit aktiviertem Powermanagement der CPU gemacht? In einer der letzten c't war ebenfalls ein Test und da gab es gravierende Performance Unterschiede zwischen aktivierten und deaktivierten Stromsparfunktionen der CPU.
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  • fffcmad
    blurayfffcmad:Ich wage ernsthaft zu bezweifeln, dass sie da eine IDE-Platte verbaut haben, zumal PATA bis ca. 750GB (Seagate) erhältlich waren.


    Habe ich nicht behauptet. Was die USB-Bridge wirklich kann, weiss ich nicht. Sie kann durchaus beides beinhalten. Die Festplatte ist mit Sicherheit SATA. Deswegen Habe ich SATA/ IDE geschrieben.
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  • lingerschneck
    Ich denke USB 3.0 wird noch überbewertet. Da stecken noch viel zuviele Kinderkrankheiten drin.

    Da warte ich besser noch ca. 6 Monate ab mit dem Erwerb dieser Technik!
    -3
  • fffcmad
    Was fuer Kinderkrankheiten?
    3
  • Anonymous
    "USB-3.0-Controller die mindestens über PCIe 2.0 Lanes angebunden sein müssen". Gibt es doch schon. U3S6. Von Asus. Für 28,11 Euro.
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  • lingerschneck
    Habe bisher nur von Problemen gehört mit der Nachrüstung von USB 3.0!

    Deswegen kinderkrankheiten!
    -1
  • Anonymous
    @Stefan0875

    8b10b-Code -> 5000 Mbit/s = 500 MB/s
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  • curlybiggelow
    Wie sieht das aus wenn ich von einem Rechner aus den LAN, der nur USB 2.0 kennt, auf eine Freigabe eines Rechners zugreifen will, der eine externe Platte über USB 3.0 angebunden hat? Sehe ich da etwas ?

    Nur zur Info: der sogn. 'Turbo-USB-Modus' von Buffalo funktioniert auch nur lokal. Wenn ich über das Netz auf ein so angebundenes laufwerk zugreifen will, funktioniert das nicht.
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