Fazit
Noch gibt es zwar keine Laufwerke oder Endgeräte, die die Leistungsreserven von USB 3.0 voll ausschöpfen könnten, doch bereits heute zeigen die Benchmarks, dass die neue Revision verglichen mit USB 2.0 einen riesigen Schritt nach vorn bedeutet – selbst mit einer mittelmäßig schnellen Desktop-Festplatte. USB 3.0 liegt mit der aktuellen eSATA-Version, mit der es anfangs konkurrieren wird, gleichauf. Sein theoretischer Datendurchsatz von 5 GB/s wird dafür sorgen, dass die Schnittstelle auch in Zukunft konkurrenzfähig bleibt, auch wenn die kommende eSATA-Revision eine Datenrate von bis zu 6 GB/s mitbringen wird.
Auch für tragbare Laufwerke könnte USB 3.0 schnell die erste Wahl werden: Es ist dank identischer Pin-Beschaltung abwärtskompatibel mit USB 2.0 und kann dabei eine bis zu 50 Prozent höhere Stromstärke liefern. Zusammen mit der Kompatibilität mit Geräten, bei denen es sich nicht um ATA-Laufwerke bzw. Speicherlösungen handelt, dürfte die Zugkraft des „Markennamens“ USB dafür sorgen, dass eSATA wohl primär die Domäne stationärer Backup-Geräte bleibt.
ASUS’ Lösung scheint die elegantere der beiden zu sein, da sie die x16-Lanes der beiden Grafikkartenslots unangetastet lässt und stattdessen eine PLX-Brücke einsetzt, um die vier PCIe-x1-Lanes des P55-Chipsatzes mit ihren 2,5 GB/s zu zwei 5 GB/s-Verbindungen zusammenzufassen. Dennoch gelang es dem Gigabyte-Board, sich in der Schreib-Performance vor seinen Gegenspieler von ASUS zu schieben, indem hier einfach eine 5-GB/s-Verbindung direkt von der CPU abgezweigt wurde. Damit spart man sich Umwege wie das DMI-Interface zwischen Core i7 und P55, die die Schnittstelle ausbremsen könnten – beschränkt den ersten Grafikkarten-Steckplatz aber gleichzeitig auf den x8-Modus. Dieser Kompromiss geht direkt auf die Einschränkungen der LGA-1156-Plattform zurück. So sollten sich High-End-Kunde, die die maximale Performance wollen, lieber nach einem Mainboard mit X58-Chipsatzwie dem ASUS P6X58D Premium oder Gigabytes X58A-UD7 umsehen.
Uns war von vornherein klar, dass Intels Entscheidung, PCI-Express beim Lynnfield-Design in den Kern zu integrieren, auch Nachteile haben würde. Allerdings hätten wir eher darauf gewettet, dass die sich bei den Grafiklösungen der nächsten Generation zeigen, die im CrossFire- oder SLI-Verbund mit zwei x8-Slots würden auskommen müssen. So zeigt sich: Integration ist ein zweischneidiges Schwert.
Was die Performance von USB 3.0 anbelangt, so behalten wir uns ein abschließendes Urteil darüber vor, bis wir die Schnittstelle erneut mit einem Endgerät testen können, das die Bandbreite besser ausnutzen kann. Dennoch haben wir ein paar Bedenken. Vor allem macht uns die Standardisierung der Kabel für die USB-3.0-Anschlüsse an der Gehäusefront Sorgen. Wir haben keine Zweifel, dass große Systemhersteller wie HP und Dell bereits jetzt Gehäuse entwerfen, die eine proprietäre Verkabelung zwischen Mainboard und Gehäuse nutzen. Solche Insellösungen wären für Bastler, die sich ihre Systeme selbst zusammenstellen, eine kleine Katastrophe. Insofern ist es wichtig, dass die Hersteller, die den Endkundenmarkt im Auge haben, sich möglichst schnell auf einen Kabelstandard für die frontseitigen Gehäuseanschlüsse einigen. Es dauerte schon bei USB Jahre, bis sich die Mainboardhersteller auf ein gemeinsames Pin-Out für externe USB-Ports einigen konnten, und es kann gut sein, dass die Bastler und der Endkundenmarkt als Ganzer eine Wiederholung dieser Planlosigkeit nicht dulden.
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In der Praxis geht es lediglich darum, den Flaschenhals USB2.0 zu terminieren. Endlich könnte man mit 100MB/s kopieren anstatt mit 35MB/s. Schnittstellen ausreizen ist eh Mist, weil ab da die Schnittstelle zum Flaschenhals wird, siehe USB2.0
Ich bin jetzt schon Fan von USB3.0, nicht weil es so toll ist in Relation zu eSATA oder FireWire, sondern weil es funktioniert und weite Verbreitung finden wird. Und auch, weil meine USB2.0 Festplatte weiterhin in Gebrauch bleibt, wenn es 2011 Zeit wird, mir einen neuen Desktop anzuschaffen...
Für alle, die kein Steinzeitbetriebssystem von vor sieben Jahren einsetzen ist eSATA durchaus stabil hotpluggingfähig. Funktioniert unter Linux im AHCI Modus problemlos. Nutze das täglich sowohl auf SATA (hotplug Rahmen) als auch auf eSATA (Quickport). Ist stabiler und flotter in der Erkennung als USB2.0.
Basic facts: 900ma aus dem USB 3.o! damit kann man seine externe Platte gleich welchen Standarts endlich vernünftig bestromen. Alles weitere ist erst mal....eine Story aus der Spätermalabteilung!
Es waere schoen, wenn es moeglich ist, die eingebaute Seagate-Festplatte gegen eine schnelle SSD auszutauschen um eventuell andere Engpaesse der verschiedenen Implementierungen zu finden.
Die Abwaertskompatibilitaet mit USB 2 wird wohl weiterhin verhindern, dass externe Geraete im laufenden Betrieb immer entfernt werden können. Auch wenn es unter W7 weniger geworden zu sein scheint, die Meldung, dass Geraet sei noch in Benutzung, gibt es immer noch.
Seite 5 - Durchsatz, Streaming und Schnittstellenleistung
vorletzter Absatz
letzter Absatz
In beiden Fällen nehme ich an, dass es "USB 3.0" heißen sollte.
Mein Gigabyte P55A-UD4 habe ich schon zu Hause liegen.
Warte nurnoch aufs Gehäuse, die gesamte Hardware habe ich seit gestern komplett.
USB3 und SATA3 werde ich aber erstmal deaktivieren, da derzeit ja noch unnütz.
Wenn man USB3 aktiviert und die PCIe x16 Schnittstelle der Grafikkarte dann auf x8 beschränkt wird, müsste dank Generation 2.0 doch die Geschwindigkeit immer noch reichen für die Grafikkarte. Limitiert wird sie doch letztendlich sowieso durch die CPU. Weis jemand wieviel Leistungsverlust das ausmacht?
@Rimtech:
Danke, hast Recht. Ist geändert.
Und warum habt ihr nicht den "Fallback" Modus auf dem Gigabyte-Board getestet? Würde bestimmt auch einige interessieren die nicht gewillt sind, der Grafikkarte die PCIe-Lanes zu beschneiden, ob das umschalten auf eine PCIe-Lane des P55 mit 250MB/s eine HDD ausbremst oder nicht.
... und es kann gut sein, dass die Bastler und der Endkundenmarkt als Ganzer eine Wiederholung dieser Planlosigkeit nicht dulden.
Das können diese nicht beeinflussen!
Wann ist das eigentlich zur Mode geworden, dass man immer größere Kühlkörper auf die Boards hängt, die vom Wärmetransport immer idiotischer gestaltet werden, um dann noch das letzte bisschen Luftstrom mit großen Herstellerlogos zu killen. Zählt heute auch bei Mainboards etwa nur noch die Optik?
Versteh ich auch nicht. Ganz normale Kühlrippen wären viel effektiver. Aber da bekommt man ja nicht das Herstellerlogo drauf, was eh keiner im geschlossenen Gehäuse sieht. :rolleyes
eSata ist für USB 3.0 keine Konkurrenz und wird sich niemals durchsetzen. USB 3.0 hat den Vorteil das es abwärtskompatibel zu USB 2.0/1.0. Man muss kein Experte sein um vorauszusagen das spätestens in einem Jahr die meisten Motherboards USB 3.0 haben werden und viele Festplatten. Der USB Standart hat sich als der Standart schlechthin etabliert und wird mit der Version 3.0 lediglich aufgefrischt.