[IDF] Erste USB-3.0-Lösungen in Aktion

USB 3.0 alias SuperSpeed wird langsam konkret. Auf dem IDF 2009 waren die ersten Produkte zu sehen. Doch der Weg zum Massenmarkt ist noch recht holprig. Das im Oktober 2009 erscheinende Windows 7 ist jedenfalls noch nicht auf den neuen Standard vorbereitet. Erst im Service Pack 1 für Windows 7 sollen die erforderlichen Änderungen ìn das Betriebssystem einfließen. Wendet man die gleichen Entwicklungszeiten von Service Packs aus XP und Vista an, dürfte Windows 7 SP1 erst im Februar 2011 zur Verfügung stehen. Auch bei den Chipsatz-Herstellern rund um Intel, AMD, SiS und VIA schaut es zurzeit nicht gerade rosig aus. Keiner davon hat bislang ein passendes Produkt mit USB 3.0 Support im Portfolio.

USB 3.0 ExpressCard mit dem Fresco FL1000USB 3.0 ExpressCard mit dem Fresco FL1000PCI Express Add-in Card basierend auf dem NEC µPD720200 ChipPCI Express Add-in Card basierend auf dem NEC µPD720200 ChipBenchmark der Übertragungswerte von SATA, USB2.0 und USB3.0Benchmark der Übertragungswerte von SATA, USB2.0 und USB3.0

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Bis dahin übernehmen Drittanbieter das Geschäft. USB-3.0-fähige Host Controller-Chips für Motherboards, PCI- und PCI-Express-Karten sowie spezielle Software-Lösungen buhlen dann um die Gunst der Kunden. Produkte sind beispielsweise die Single-Chip-Lösung NEC µPD720200 und der Fresco FL1000, beide erfüllen Intels xHCI-Spezifikation. Texas Instruments bietet den TUSB1310 SuperSpeed USB Transceiver, den TUSB8040 SuperSpeed USB Hub und die TUSB9260 SuperSpeed USB to SATA Bridge an. LucidPort macht mit dem USB300-Chip -- einer USB 3.0 to SATA-II Bridge -- auf sich aufmerksam. MCCI entwickelt USB-3.0-Treiber für den Symwave W6315-Chip. Fujitsu stellt mit dem MB86C30A eine USB 3.0 to SATA Bridge vor, die eine Datenübertragungsrate von maximal 5 Gbps bietet.

Derzeit dominieren Adapter-Lösungen, die SATA nach USB 3.0 übersetzen. Hier sah man jedoch, dass die maximale Übertragungsrate von SATA den Flaschenhals darstellt. Wie im Benchmark-Screenshot oben zu sehen, konnte bedingt durch die Anbindung auch kein USB 3.0 die maximal möglichen 133 MByte/s von SATA  "verbessern". Speichersticks oder Festplatten mit generischem USB-3.0-Interface schaffen immerhin 350 MByte/s.

Fujitsu und Startech gehören zu den ersten Firmen mit serienreifen Produkten, die USB-3.0-Chips von oben genannten Anbietern einsetzen.

Rein äußerlich unterscheidet sich der USB-3.0-Stecker nicht vom bekannten USB-2.0-Konnektor -- das gilt für die große und kleine Variante gleichermaßen. Erst bei genauem Hinsehen entdeckt man den Unterschied: Zusätzliche Kontakte sind in die Konnektoren eingearbeitet, die im USB-3.0-Übertragungsmodus aktiv werden. Somit ist die Abwärtskompatibilität zu USB 2.0 gewährleistet.

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8 Kommentare
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  • slaughter_2
    Zitat:
    Die maximal möglichen 133 MByte/s von SATA konnte auch kein USB 3.0 "verbessern".

    S-ATA 1,5 wohlgemerkt. S-ATA 3 liegt bei 300Mbyte/s. S-ATA 6 sogar bei 600Mbyte/s
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  • derGhostrider
    @Slaughter: Du meinst SATA-150 (auch SATA 1,5Gb, SATA-1 oder SATA-I genannt), SATA-300 (auch SATA 3,0Gb, SATA-2 oder SATA-II genannt) und SATA-600 (wird wohl SATA 6.0Gbit, SATA Rev.3, SATA-3 oder SATA-III genannt werden).

    Wikipedia ist da mal wieder sehr prollig: "irrtümlicher Weise auch SATA 2". Das hat nichts mit "irrtümlicher Weise" zu tun.

    Zumindest ist "SATA 6" komplett falsch, da "SATA 3" die logischte Kurzform von "SATA 6.0Gbit" ist, welches den offiziellen Namen: "Serial ATA Revision 3" trägt. Abgekürzt eben: "SATA 3"

    -------
    Zum gleichen Zitat:
    Zitat:
    Die maximal möglichen 133 MByte/s von SATA konnte auch kein USB 3.0 "verbessern".

    Was war da wohl gemeint? 32bit 33MHz PCI-Bus? Da kommt man in der Realität auch nicht auf 133MB/s. SATA-I (SATA-150) mit 150MB/s? Und wenn ja: Warum wird soetwas überhaupt angeboten, wenn SATA-II rückwärtskompatibel ist, seit Jahren verkauft wird und eine Lösung für beides (SATA-I und -II) wäre?
    Sehr merkwürdig.
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  • Anonymous
    @derGhostrider:
    Danke für die Klugschei**e :D , aber du hast recht. Irgendwie muss man auch ein wenig Form waren, sonst redet jeder bald in seinen eigenen Abkürzungen.
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