Canonical entwickelt Ubuntu für Smartphones

Wer ein neues Produkt entwickeln will, braucht dazu zunächst vor allem eines: das passende Personal. Und findet man das nicht im eigenen Unternehmen, muss einen Anzeige geschaltet werden, um entsprechende Fachkräfte zu generieren.

Dies hat nun auch Canonical getan und verrät dabei einiges über die zukünftigen Pläne mit dem Ubuntu-Linux-Derivat. Der Hersteller sucht nach einem „Business Development Manager (Ubuntu Phone OS“, dessen Aufgaben darin bestehen, Partner in der Industrie zu finden, die das Betriebssystem auf ein Smartphone bringen. Außerdem soll der Gesuchte auch Kontakte zu den Bandbreitenverkäufern knüpfen, die letztlich dafür sorgen, dass ein Smartphone auch den Kunden zur Verfügung gestellt wird. Daneben gehört auch die Entwicklung einer Umgebung, die kommerizielle Dienstleistungen rundum das Ubuntu OS erlaubt, zu den Aufgaben des Managers.

Die Aufgabe, ein weiteres Betriebssystem für Smartphones zu etablieren, dürfte jedoch nicht gerade zu den leichtesten gehören – nicht nur weil schon Microsoft an dieser Stelle deutliche Probleme hat. Mit Tizen OS wollen Intel und Samsung die Reste des mobilen Linux-Derivats Meego und dem Samsung eigenen System Bada verknüpfen und so ebenfalls ein Open-Source-Betriebssystem neben Android und iOS platzieren, das Dank der Bada-Nutzer dann immerhin schon auf eine recht große Nutzerbasis verweisen kann und somit auch für Entwickler interessant werden könnte.

Allerdings würde sich sicherlich eine Fangemeinde um ein echtes Linux auf Smartphones und Tablets finden. Wer also enthusiastisch genug ist, möge sich bewerben.

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4 Kommentare
    Dein Kommentar
  • sorix
    könnte sehr interessant werden
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  • B2G
    Und Boot to Gecko von Mozilla nicht zu vergessen? Die wollen das ja auch!!
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  • DeMoriaan
    Ich schätze eher das es um dieses Projekt geht bei welchem auf dem Smartphone ganz normal Android läuft und beim Anschluss an einen TV oder Monitor, bzw. eine Dockingstation ein vollwertiges Ubuntu zu verfügung steht. Der Ansatz besteht darin das beide Systeme sich einen Kernel teilen und dadurch beide "Oberflächen" auf die selben Daten zugriff haben. Ist Anspielung ein System mit 2 Desktop-Oberflächen.
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