Ubuntu-Smartphones könnten als White-Label-Geräte kommen

Anfang des Jahres verkündete der Linux-Distributor Canonical das beliebte Ubuntu Linux nicht länger nur für klassische PCs und Notebooks anbieten zu wollen, sondern auch einen Weg auf die trendigen Smartphones und Tablets finden will. Allerdings blieb es abgesehen von einigen Demos des Betriebssystems auf Google-Nexus-Smartphones bis dato noch vergleichsweise still um das Betriebssystem. Zwar zeichnete sich schon länger ein recht prominenter Unterstützerkreis ab, zudem namhafte Provider, etwa Verizon Wireless oder die Deutsche Telekom, gehören. Erst vor kurzem trat Unicom China, der mit 250 Millionen zweitgrößte Provider des Landes bei.

Gerätehersteller sind in diesem Unterstützerkreis jedoch nicht zu finden. Kleine wie große Smartphone-Produzenten scheinen dem Betriebssystem nicht zu trauen. Dementsprechend schien es lange Zeit mehr als fraglich, dass Ubuntu Phone jemals auf einem Smartphone zu finden sein wird. Allerdings scheint man sich bei Canonical zu diesem Problem längst eigene Lösungen gebastelt zu haben.

In einem Interview mit Mobil World gab Canonical-Eigener Mark Shutterworld an, dass man zusammen mit ODM-Herstellern nicht nur bereits über zwei Referenzgeräte verfüge, die im Mittelklasse- und im Highend-Bereich angesiedelt sind. Sie sollen auch die Basis für insgesamt vier Seriengeräte stellen, die zu Beginn des kommenden Jahr mit Hilfe der Provider an Frau und Mann gebracht werden sollen.  

Gleichzeitig versucht Canonical bei seiner eigenen Community Unterstützer für ein Ubuntu-Smartphone zu finden: Das Ubuntu Edge ist ein leistungsstarkes Smartphone, das mit einem 4,5" großen Display aufwartet, das eine Pixeldichte von 300 ppi besitzen soll. Der dahinter steckende SoC wird nicht genannt, man kann allerdings von einem Quadcore-SoC ausgehen, denn das ist laut Ubuntu-Phone-Spezifikation Bedingung um die leistungsfähigere Version des Smartphones nutzen zu können. Daneben soll das Ubuntu Edge einen 4 GB großen Arbeits- und einen 128 GB großen Datenspeicher besitzen. Für die Abwicklung des mobilen Datenverkehrs ist ein LTE-Modul verbaut.

Unterstützer können sich über die Crowdfunding-Plattform Indiegogo bei der Finanzierung des Smartphone engagieren. In den kommenden 31 Tagen sollen dazu 32 Million Dollar eingesammelt werden.

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2 Kommentare
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  • da_mobi
    also ich weiss ja nicht seit wann die geld suchen und seit wann die schon 3,2 mio gesammelt haben, aber in 30 tagen 30 mio einsammeln... da werden wohl andere geldgeber her müssen ! schade, die machens sicher nicht für n paar smartphones sondern nur für anteile und gewinnbeteiligung !
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  • matthias wellendorf
    Gestern, beim Verfassen der News, war der Stand noch bei knapp unter 200.000 Dollar. Wenn weiterhin 3 Millionen am Tag eingenommen werden, dann sieht es gar nicht schlecht aus.
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