Schnäppchencheck: Aldi bringt Ultrabook für 600 Euro

Als Intel vor etwa eineinhalb Jahren die Ultrabooks "erfand", schwebte dem Hersteller ein Einstiegspreis von etwa 600 Euro vor. Allerdings wollten davon bisher die meisten Hersteller nichts wissen. Die Preise für die schlanken Notebooks begannen zumeist bei 1000 Euro.

Nun prescht Aldi vor und platziert am kommenden Donnerstag das Medion Akoya S4216 (MD 99080) für 599 Euro zwischen seinen Obst- und Gemüsekisten. Natürlich kann man für einen solchen Preis noch keinen Touchscreen erwarten, dafür bietet das Ultrabook auf seinem 14" großen Bildschirm, der eine Auflösung von 1366 x 768 Pixel besitzt, viel Platz für die Kacheln des vorinstallierten Windows-8-Betriebssystem.

Im Inneren des Gehäuse verbaut der Hersteller preisgerecht einen Intel Core i3-3217U, dessen zwei Kerne mit einer Geschwindigkeit von 1,8 GHz getaktet sind und überdies über einen 3 MB großen L2-Cache verfügen. Außerdem steht dem Prozessor der aktuellen Ivy-Bridge-Generation ein 4 GB großer Arbeitsspeicher zur Seite. 

Spendabel zeigt sich der Hersteller beim Datenspeicher. Zwar müssen Nutzer auf eine vollwertige SSD verzichten, dafür setzt Medion auf eine Kombination aus einer 32 GB großen SSD zusammen mit einer 1 TB großen Festplatte und bietet vor allem für reichhaltige, private Datensammlungen den Platz, der auf einer vollwertigen, doch zumeist recht kleinen SSD häufig fehlt. Zudem bietet das Akoya S4216 einen DVD-Brenner.

Auch hinsichtlich der Netzwerkschnittstellen liefert das Ultrabook keine größeren Überraschungen - weder positiv noch negativ. Für die kabellose Übertragung greift der Hersteller auf das Intel-Funkmodul Centrino Wireless-N 2230 zurück, das das Surfen in WLAN-Netzen nach n-Standard erlaubt und darüber hinaus ein Bluetooth 4.0 mitbringt. Netzwerkkabel können an einer Gigabit-LAN-Schnittstelle eingesteckt werden. Daneben finden sich noch drei USB-Anschlüsse, von denen einer nach USB-3.0-Standard arbeitet, ebenso gehört ein Kartenleser zur Serienausstattung. Für das Anschließen eines weiteren Displays sind ein HDMI- und VGA-Port vorgesehen.

Natürlich kann man die Frage stellen, ob man an dieser Stelle nicht besser gleich zu einem richtigen Notebook greift, das für einen solchen Preis oftmals schon einen Core-i5-Prozessor der deutlich leistungsfähigeren M-Baureihe mitbringt. Wer aber ein schlankes Notebook sucht, dass im Reisegepäck nicht durch ein übermäßiges Gewicht auffällt und dennoch mit einem vergleichsweise großen Display aufwartet, der sollte sich am kommenden Donnerstag zumindestens mal zu einem Kurzbesuch bei dem Lebensmitteldiscounter verleiten lassen. Der Preis von 599 Euro klingt in Anbetracht der gebotenen Ausstattung nicht unfair.

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8 Kommentare
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  • robberlin
    Na dieser Bericht ist doch wenigstens mal vernünftig und nicht wieder nur eine reine Werbeanzeige :)
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  • Casi
    Leider nur 1 mal USB 3.0, sonst sehr vernünftig, man kann scheinbar auch das DVD-Laufwerk gegen einen mitgelieferten Zusatzakku tauschen für längere Laufdauer.
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  • Krampflacher
    Naja, wenn man noch die Kosten für den Austausch der Festplatte gegen eine Solider-Status-Platte dazurechnet ... :-b
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