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Verkaufszahlen von Ultrabooks enttäuschen

Von - Quelle: Digitimes

Das Utrabook sollte nach der Vorstellung von Intel die neue Allzweckwaffe unter den mobilen Rechnern werden. Vergleichsweise schnelle Hardware in schicken, schlanken Gehäusen und eine hohe Affinität zu mobiler Nutzung sollten die Garanten des Erfolgs werden. Doch allein die Nutzer machen dem bisher einen Strich durch die Rechnung, denn Ultrabooks bleiben in den Läden liegen. Gerade einmal 10,3 Millionen der schmalen Notebooks sollen in diesem Jahr verkauft werden, so eine Schätzung der Analysten von IHS. Ursprünglich sollten es 22 Millionen werden.

Zwei Gründe sind dabei offenbar wesentlich. Zum einen sehen die IHS-Analysten zu geringe Marketing-Bemühungen, die den Nutzern den Mehrwert der Ultrabooks nahe bringen. Sie lassen sich aktuell eher von anderen Geräteklassen begeistern und kaufen sich ein Tablet. Zum anderen sind die Preise gerade für Privatnutzer alles andere als attraktiv. Für die meisten Ultrabooks müssen mehr als 1000 Dollar hingelegt werden - und das lässt viele Nutzer nach einer Alternative Ausschau halten. Als konkurrenzfähig werden Preise von 600 bis 700 Dollar angenommen.

Dennoch sieht man bei IHS nicht gänzlich schwarz. Zwar wurden auch für das kommende Jahr die Prognosen deutlich von 61 Millionen auf 44 Millionen verkaufte Geräte gesenkt, doch würde das immer noch ein Wachstum vonn mehr als 300% bedeuten; 2016 könnten sogar 95 Millionen Ultrabooks verkauft werden. Zudem wird in der zweiten Hälfte des nächsten Jahres Intels nächste Prozessoren-Generation - Haswell - auf den Markt kommen, der gerade den schlanken Notebooks zu neuer Kraft und neuer Funktionalität verhelfen soll.

Es gibt 7 Kommentare.
Weitere Kommentare
  • 4
    johannes_franke , 2. Oktober 2012 12:06
    Den Mangel an Begeisterung kann ich leider verstehen. Die Technik mag toll verpackt sein, aber man muss sie auch benutzen können. Bisher sind das nicht mehr als Designstudien, ohne Liebe zum Detail ausgeführte Miniaturisierung um jeden Preis. Ich mag Apple nicht, aber das Apple MacBook Air bleibt bisher das einzige, das in dem Format auch benutzerfreundlich ist.
    Ich kann jetzt hier nur von den Ultrabooks eines bestimmten Herstellers sprechen und nenne ihn lieber nicht, aber die Geräte empfand ich eher als abschreckendes Beispiel: laut heulender, schlecht abgestimmter Minilüfter, die Tastaturen mit weniger als 1mm Tastenhub sind ein schlechter Witz, da wird es Zeit, sich was Neues auszudenken. Kein Druckpunkt fühlbar, und einige (vor allem größere) Tasten muss man genau mittig treffen, damit die Eingabe klappt. Die Tastatur gibt beim Tippen insgesamt nach, das Gehäuse wirkt insgesamt nicht sehr stabil und schon gar nicht belastbar. Beim zu empfindlichen Touchpad sind die "Maustasten" nahtlos in die Fläche eingelassen, so dass man ohne Hinschauen gar nicht genau weiß, wo das Pad zuende ist und die Tasten anfangen, jedenfalls muss man auch die genau mittig treffen, sonst klickt es nur, aber es kommt beim Computer nichts an. So was ist nach kurzer Zeit sehr nervig und nach etwas längerer Zeit einfach nur noch frustrierend.
    Auch die Displays lassen jede Menge zu wünschen übrig: flaues Bild, wenig Kontrast, starke Winkelabhängigkeit, nicht hell genug. Offenbar kann das nur Apple mit dem Retina-Display richtig machen, so ungerne ich das sage. Wenn man aber die Ultrabook-Plattform mit dermaßen teuren Displays paaren würde, wäre der Preis noch weit unattraktiver.

    Insofern gibt es da für die Hersteller noch eine ganze Menge Nachholbedarf. Vor allem aber sollten sie aufhören, die konventionelle Technik einfach nur kleiner zu machen. Das Rad will an mancher Stelle vielleicht doch lieber neu erfunden werden.
  • 3
    Diluvian , 2. Oktober 2012 16:00
    Defizite hin oder her, letztendlich ist des rätsles Lösung, wie schon gesagt wurde, der abartige Preis.
  • 2
    Gems1 , 2. Oktober 2012 15:38
    mich schreckt der preis einfach nur ab