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10 Cent Urheberrechtsabgabe für Speicher

von - quelle: Tom's Hardware DE

Einigung bei den Urheberrechtsabgaben für digitale Speichergeräte: 10 Cent sollen Hersteller und Importeure künftig für USB-Sticks, Speicherkarten und Festplatten zahlen, mit denen Privatkopien angefertigt werden können.

Schon seit über einem Jahr verhandelt die ZPÜ (Zentralstelle für private Überspielungsrechte) im Namen diverser Verwertungsgesellschaften wie der VG Wort und der VG Bild-Kunst mit der Industrie, die wiederum unter anderem durch Herstellerverbände wie dem Bitkom (Bundesverband  Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien) und dem ZVEI (Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie) vertreten werden. Noch immer geht es um die Höhe der Vergütung für Geräte und Speichermedien, für die Urheberrechts-Abgaben fällig werden (siehe »Tarife für Kopier-Abgaben stehen fest«).

In Sachen Speicherkarten und USB-Sticks sind die Verhandlungen nun wohl gediehen: Der Informationskreis AufnahmeMedien (IM) meldet auf seiner Homepage einen »Durchbruch bei der Vergütungspflicht von Speicherkarten und USB Sticks«. Demnach haben sich Industrievertreter beziehungsweise die Hersteller nun mit den Verwertungsgesellschaften auf einen Vergütungssatz von 10 Cent pro Speicher – egal welcher Kapazität – geeinigt. Das Wort des IM hat Gewicht: Der Verband vertritt namhafte Speicherhersteller wie wie Fuji, Kodak, Maxell, Panasonic, Philips, Sony oder auch Verbatim.

Waren seit jeher lediglich »analoge« Medien und Geräte wie Kopierer, Analog-Audiokassetten oder Videorecorder abgabepflichtig, so aktualisierte die ZPÜ die Liste für »Vergütungspflichtige Produkte auf Grundlage des seit 01.01.2008 geltenden Rechts« (PDF) unter anderem um Festplatten, SSDs, MP3-Player und MP3-fähige Handys (siehe »Urheberrecht: 1 Euro pro GByte gefordert«).

Die Abgabe ist von den Herstellern und Importeuren zu entrichten, die entsprechende Produkte in Deutschland in den Handel bringen. In den nächsten Wochen werden laut dem Informationskreis Aufnahmemedien »die Einzelheiten der vertraglichen Konditionen« ausgehandelt.

Die Industrievertreter sind mit der Einigung zufrieden: »Mit diesem Ergebnis ist es beiden Seiten erstmals gelungen, das neue Vergütungssystem in vernünftiger Art und Weise in die Praxis umzusetzen, wie dies der Gesetzgeber neu geregelt hat. Das Ergebnis ist ausgewogen und trägt sowohl den Ansprüchen der Urheber als auch der Industrie Rechnung. Ich hoffe, dass diese Vereinbarung eine Vorreiterrolle bei allen noch streitigen Verfahren einnehmen wird«, erklärt Rainald Ludewig, der Vorsitzende des IM und zugleich Chefjustiziar bei Panasonic. Demnächst stehen Verhandlungen mit mit den Verwertungsgesellschaften um Blu-ray-Disks, MP3 Player und digitale Bilderrahmen an.

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Kommentare
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Soso 22/06/2009 16:04
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-0+

OMG !!! Leuter verrückte....

InVisual 22/06/2009 16:09
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-4+

grundsätzlich ein annehmbarer kompromiss. aber nur so als gedanke: wenn die musikindustrie immer vorrechnet wie hoch die verluste durch raubkopien sind, müssen sie aber auch alle einnahmen aus diesen abgaben (sind ja auf vielen geräten wie drucker ,..., ...) abziehen. denn wenn niemand mehr illegal inhalte kopiert, ist diese pauschal-vorab-abgabe nicht mehr haltbar und müsste abgeschafft werden. also würde die musikindustrie um diese einnahmen umfallen. da stellt sich die frage ob da nicht ein verlust anstehen würde *fffgggg*

anonymous 22/06/2009 16:10
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-0+

...das heißt dann im Klartext, dass ich kopieren darf was ich will, da ich ja beim Kauf schon dafür bezahlen durfte. - Die Spinnen ja (immer noch)

Idleking 22/06/2009 16:11
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-4+

Das geht langsam echt zu weit.
Fehlt nurnoch eine Urheberrechtsabgabe für Bleistifte, Füllfederhalter und Kugelschreiber.
Auf Kopierpapier, auf unsere Augen und Finger.

Warum bezahlt nicht ohnehin jeder Mensch pauschal 100 Euro bei der Geburt seines ersten Kindes?
Das Kind könnte später ja mal urheberrechtlich geschütztes Material sehen, lesen, sich merken und später wiedergeben.

Ich finde das alles total unter aller Sau!
Es wird allerhöchste Zeit, dass sich die Menschen (mal wieder) erheben!

lrlr 22/06/2009 16:12
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-2+

die Abgabe ist für LEGALE Kopien ...

sskrubble 22/06/2009 16:24
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-0+

dann müssten sie aber auch für Mäuse und Tastaturen Abgaben verlangen, den mit der maus kann man per Rechtsklick was "kopieren"...und mit der Tastatur aus (STRG+C, STRG+V) xDD

mfg
www.sieschauennur.de

derGhostrider 22/06/2009 16:25
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-5+

@lrlr:
DAS wäre ja noch schlimmer! Für etwas bezahlen, daß bereits vom Gesetz erlaubt ist.
Es ging ursprünglich mal darum die nicht mehr stattfindenden Umsätze abzufangen, die aus den wegen der Kopien nicht mehr verkauften Originale anfallen, abzufangen.

Heute ist der Wahnsinn jedoch ganz anders: Es wurde alles verboten. Man darf keine Musik oder Filme mehr kopieren, aber dennoch muß man dafür Abgaben entrichten. Und das doppelt und dreifach! Bei Brennern UND Rohlingen sind z.B. solche Abgaben enthalten. Und wenn man dann brennt, kann man im Extremfall trotz der geleisteten Abgaben belangt werden.

DAS ist schon reichlich krank.

Und wieso sollte ich überhaupt dafür in irgendeiner Weise zahlen müssen, wenn ich von meiner Original-Musik-CD eine Sicherheitskopie anfertige? Egal ob nun auf einen CD-Rohling oder auf einer Speicherkarte. Das ist doch wirklich unverschämt, daß diese Organisationen dafür Geld kassieren können.

WENN durch die Zwangsabgaben das, wofür gezahlt wird, auch erlaubt wäre, hätte ich mir diesen Kommentar schenken können. Ist aber leider nicht der Fall.

auser 22/06/2009 16:29
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-0+

Idleking :
Das geht langsam echt zu weit.Fehlt nurnoch eine Urheberrechtsabgabe für Bleistifte, Füllfederhalter und Kugelschreiber.Auf Kopierpapier, auf unsere Augen und Finger.


auf kopier- und druckerpapier gibt es das ja auch schon lange, wenn ich mich nicht irre.

im übrigen machen die abgaben keinen sinn für legale private kopien (was nicht heißt, dass so das gesetz es begründet). wenn ich etwas kopieren darf und nicht kaufen muß weil es nur als eine private kopie gilt, dann erwerbe ich ja nicht noch ein produkt. das ist nichts wofür ich etwas zahlen müßte. ansonsten könnt ich mir das kopieren sparen und kaufe mir einfach ne 2te cd.

pivo 22/06/2009 16:49
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-0+

Die Industrie ist schizophren!!!

Auf Papier, Drucker, Scanner, CD-/DVD-Brenner, Kassetten, Tonbänder, CD-/DVD-Rohlinge werden Urheberrechtsabgaben erhoben und jetzt sollen auch noch Festplatten und USB-Sticks dazukommen.

Entschuldigung liebe Lärm- und Buchstabenindustrie, wie wollt ihr dem Volk jetzt noch klarmachen, daß das Kopieren, abfotografieren, abtippen, aufnehmen, usw. trotzdem nicht erlaubt ist?

Ich denke mal, ihr solltet euch langsam entscheiden was ihr eigentlich wollt!
Kopierverbot oder Abgaben auf jeden Mist?

auser 22/06/2009 16:53
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-4+

ist doch klar: GELD, so viel wie möglich und am besten ohne was zu bieten.

hät ich auch gern :P

wuselsurfer 22/06/2009 17:01
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-0+

auser :
ist doch klar: GELD, so viel wie möglich und am besten ohne was zu bieten.hät ich auch gern



Genau so ist es.
GELD regiert die Welt.

agnag 22/06/2009 17:27
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-0+

derGhostrider :
@lrlr:DAS wäre ja noch schlimmer! Für etwas bezahlen, daß bereits vom Gesetz erlaubt ist. (...)

Man darf keine Musik oder Filme mehr kopieren, aber dennoch muß man dafür Abgaben entrichten. Und das doppelt und dreifach! Bei Brennern UND Rohlingen sind z.B. solche Abgaben enthalten. Und wenn man dann brennt, kann man im Extremfall trotz der geleisteten Abgaben belangt werden.


Amen.

Den ist echt nichts mehr hinzuzufügen. 100% meine Meinung, aber ich hätte es kompakter ausgedrückt:

Man muss für etwas zahlen, was -in vielen Fällen- verboten ist.

Man darf zwar eine Privatkopie [auch für Freunde/Familie] erstellen [worfür die Abgabe gedacht ist], aber keinen Kopierschutz umgehen, welcher auf vielen CDs drauf ist.

Als Unternehmer kann man sich diese Abgabe zurückerstatten lassen [hab ich mal wo gelesen], aber nicht als privater.

auser 22/06/2009 17:30
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-0+

warum ist die privatkopie gesondert erlaubt, wenn man doch für sie mit solchen abgaben zahlen muss? dann kann man sich die abgaben sparen und das private kopieren auch verbeiten, so dass man die "privatkopie" einfach im laden kauft.

eine absurde begründung.

snw 22/06/2009 17:37
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-0+

Also ich finde die Abgabe zu gering!

So nun habe ich Hoffentlich die gesamte Aufmerksamkeit. Selbstverständlich hat niemand Mitleid mit Personen Namens Britney Spears.

Aber in der VG Wort sind viele Schriftsteller vereinigt also Menschen die Jahre von Arbeit in etwas investieren und davon kaum leben können. Menschen die die Welt verändern, besonders die Computer Generation die oft den Roman 1984 zitieren sollten das würdigen, was diese Menschen leisten.
Und genau George Orwell lebte aus Finanzieller Not heraus auf der Straße und vermutlich starb er an diesen Folgerkrankungen.

Aber wenn es dann darum geht eine etwas bessere Grafikkarte zu kaufen um Pro Gamer zu werden oder aber sich beim Fußball zu besaufen dann haben alle genug Geld.

derGhostrider 22/06/2009 17:43
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-1+

@snw:
Stell Dir vor, Du müsstest nun eine "Autoeinbruchsabgabe" leisten. Einfach so, wenn Du irgendetwas kaufst, was mit viel Phantasie für einen Autoeinbruch genutzt werden könnte.

Würdest Du das auch verteidigen?

Wieso soll ich z.B. auf USB-Stick Abgaben zahlen, die ich nur für meine privaten oder auch beruflich erstellten Fotos nutze? Da ist nichts urheberrechtlich geschütztes drauf zu finden.
Und wieso sollte man für etwas zahlen, was einer Erlaubnis zur Verwendung gleich kommt, wenn es dennoch VERBOTEN ist?

Du zahlst dafür, darfst es aber trotzdem nicht!

kowa 22/06/2009 18:02
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--1+

10ct je Datenträger ist ein Witz, das deckt nichtmal den Verwaltungsaufwand. Vermutlich geht es nur erstmal darum, so etwas einzuführen um es später zu verteuern.
Die Urheberrechte selber sind das Problem. Ganz egal, wie gut die Urheber sind, es ist nicht einzusehen, daß diese einmal etwas schaffen und dann, wie kürzlich erst verlängert, bis 90 Jahre davon profitieren. Bei den Beatles wären die UR nach 50 Jahren ausgelaufen, nun hat der Paul weitere 40 Jahre Zeit bekommen. Da fühle ich mich diskriminiert. Wenn ich meinen Job verliere, dann bekomme ich noch 1 Jahr ALG.

kaan 22/06/2009 19:01
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-1+

Es fehlt so ne Einheit wie die R.A.F. die für das Volk ein paar Bomben bei solchen Institutionen hinterlegen.

snw 22/06/2009 19:08
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-0+

@Ghostriter
Weil es keine Möglichkeit der Nutzungskontrolle gibt und seien wir ehrlich du hörst eine gute CD oder liest ein Buch und verleihst dieses. In der heutigen Zeit nimmt das Formen an die dafür sorgen das Autoren nicht mehr überleben können. Es ist nicht so das sie wie die Gewerkschafter/ Bauern Milliarden Subventionen bekommen sondern sie verdienen häufig kaum mehr als ein Sozialhilfe Empfänger.

Und zur Frage des Geistigeigentums. Wenn du ein Haus baust dann darf man es einem auch nach 50 Jahren weg nehmen? Und an manchen Romanen schreibt man länger und wendet mehr Energie auf als an einen Hausbau?
Die Menschen die etwas können die etwas leisten werden bei uns nicht belohnt sondern ausgegrenzt, verfolgt und äußerst schlecht behandelt. Hesse schrieb davon in einigen seiner Bücher wie Unterm Rad, Mann in den Buddenbrooks. Wir leben in einer Welt in der nicht Können zählt, wir leben in einer Gesellschaft die alles was anders ist also auch Künstler abstraft.

Wir Arbeiten nicht für eine imaginäre Elite sondern für die Menschen die am lautesten schreien den Tyrannen. Die Bauern, den Hartz 4 Empfängern, den Rentnern aber die, die am Rand stehen die sich nicht in Parteien wiederfinden wie der Linken, SPD, CDU etc. . die bleiben auf der Strecke
Das Intenet ist keine Demokratie sondern es gewinnt der Skrupellose der, der laut schreit ist am Ende der Sieger, es gibt keine Wahlmöglichkeiten, diese Wahlmöglichkeiten schafft erst der Gesetzgeber. Oder wie würde heute die Computer Industrie aussehen wenn es nicht einen Gesetzgeber gäbe der Menschen wie Bill Gates auf die Finger schaut.

Ja das alles hängt zusammen denn das Internet, ist eine entfesselte Welt mit vielen Hobby Tyrannen/Diktatoren die glauben das nichts Wert hat außer sie selbst erschaffen etwas. Ihr seid Programmierer und schafft ein Programm das Revolutionär ist, das vielleicht von Millionen genutzt wird und ihr lebt von Sozialhilfe. Fragt den Erfinder von Tetris warum er Russland verließ.
Es macht keinen Unterschied ob man ein Bild erschafft oder ein Haus baut aber niemand käme auf die Idee dieses Haus dann weg zunehmen.

Weltenspinner 22/06/2009 19:37
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-3+

Genau! Ich verdiene mein Geld mit meinem geistigen Eigentum! oO
Ich habe 8 Jahre (+Schule natürlich) drauf hingearbeitet um das zu können.
Gäbe es geistiges Eigentum nicht mehr, könnte ich nur
noch den Job machen, den auch jemand machen kann,
der mit 17 von der Schule abgeht. Fände ich nicht gerecht.

Genauso wenig finde ich es gerecht, pauschal eine Abgabe
zu verlangen für Straftaten, die man begehen könnte,
diese dann aber verboten bleiben.
Wenn ich schon pauschal 6 Monate Haft absitzen muss,
will ich wenigsten jemanden dafür die Beine brechen,
oder ein paar Steuern hinterziehen dürfen!

auser 22/06/2009 19:45
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-0+

hmm, wenn das so weiter geht werd ich noch fan von dir weltenspinner!

derGhostrider 22/06/2009 19:45
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-2+

@snw:
Ich bin Redakteur. Was willst Du mir erzählen?

Und wer für das Schreiben eines Romans so viele Jahre benötigt, der kann es entweder nicht, ist faul, oder macht es nur "nebenher". Letzterer verdient sein Geld jawohl hoffentlich anders.
Wer es nicht kann und nicht erfolgreich ist, der muß sich halt einen anständigen Beruf suchen.

Warum soll ich für irgendwelche möchtegern-Schriftsteller zahlen? Das interessiert mich nicht, was und ob die etwas machen.

pivo 22/06/2009 20:00
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-3+

@snw
Was du sagst kann ich zu 100% unterschreiben.

Ich für mich persönlich geh in ein gutes Buchgeschäft zum Schmökern und wenn mir etwas gefällt, dann kauf ich mir die Originalausgabe.

Genauso mit Musik.
Ich geben offen zu, auch schon mal Tracks "besorgt" zu haben - aber, nicht um damit Unfug oder gar Handel zu treiben, sondern um mal reinzuhören.
95% landete in der Tonne, der Rest führte wegen "Gefallen" dann letztlich zum Erwerb einer CD, einer LP oder zum bezahlten Download eines HD-Tracks bei Linn-Records o.ä.

Soviel zum Urheberrecht.

Die andere Seite der Medaille ist allerdings die Zwangsabgabe, die mittlerweile auf alles, das man zum Reproduzieren und Speichern von urheberrechtlich geschützten Werken - egal ob Musik, Film oder Druckwerke benutzen kann.

Das ist insofern ein zweischneidiges Schwert und meiner Meinung nach sogar eine (un-) rechtliche Grauzone, weil der Verbraucher für etwas bezahlen muß, was er nach geltendem Gesetz eigentlich garnicht tun darf.

Wenn ich mir mal zusammenrechne, wieviel Geld ich für diese Abgabe bereits ausgegeben habe und die Artikel NICHT zur Reproduktion von unrheberrechtlich geschützem Material eingesetzt habe, möchte ich behaupten, daß ich noch viele Kazaa-Stunden gut habe.

Ich denke was die Musik- und Printindustrie hier macht ist eher kontraproduktiv, denn es ist dem Gros der Verbraucher sicher nicht vermittelbar, daß hier für an und für sich Verbotenes dennoch bezahlt werden soll.
Ich tu mir damit ehrlich gesagt ziemlich schwer.

Meines Erachtens muß sich Industrie und Gesetzgeber langsam entscheiden, was sie eigentlich wollen.
Abgaben oder Urheber- und damit Kopierschutz.

Die heutige Situation stellt sich mir so dar, als daß jedweder Verbraucher, der in irgend einer Form mit (Leer-) Medien umgeht (und sei es nur ein Blatt Papier um Tante Erna einen Brief zu schreiben - von Hand versteht sich), posthum unter Generalverdacht gerät und präventiv schonmal abdrücken darf.

So kann es nicht gehen, denn das widerspricht dem allgemeinen Konsenz und auch dem Rechtsempfinden wohl der meisten Bürgerinnen und Bürger.

Daß das Internet eine Art anarchaische rechtsfreie Zone darstellt, damit hast du natürlich recht.
Andererseits hat niemand das Recht, die Abermillionen rechtstreuer Internetnutzer unter Generalverdacht zu stellen Unrechtes zu tun - das ist nämlich schlicht nicht der Fall!

Bleibt noch die "Pivatkopie", die immer wieder gerne zur Rechtfertigung dieser Abgaben ins Feld geführt wird.

Wenn ich das Urheberrecht richtig verstehe, erwirbt der Konsument bereits mit dem Kauf des Tonträgers oder Buchs das Recht auf die Privatkopie. Das zeiht also auch nicht.

Also wenn mir ein Spezl eine Super-CD oder LP oder was auch immer anschleppt (oder auch ein Zeitschriftenartikel) werde ich dieses selbstverständlich kopieren denn - wie gesagt - ich habe mannigfach präventiv dafür bezahlt und somit meinen Obulus längst geleistet - mglw. bereits vor vielen Jahren ...
Das sind übrigens auch Privatkopien, weil es ist mein Spezl, der im Besitz des Originalmediums ist und es mir erlaubt hat.

Weltenspinner 22/06/2009 20:10
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--1+

@derGhostrider

Ich bin da ganz deiner Meinung! Ich habe keine Lust
und kein Geld Versager wie Franz Kafka, oder Schubert zu unterstützen.
Bild-Redakteure, oder Tokio Hotel schaffen es doch auch davon zu leben!

pivo 22/06/2009 20:23
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-1+

Na denn hör mal gaaaanz genau hin bei Tokio Hotel.
Hörst du es? (wahrscheinlich nicht)

Ohne Bachs Erkenntnisse zum wohltemperierten Klavier und der Harmonielehre würde sich auch Tokio Hotel heute ziemlich schräg anhören.

Und wenn dir solche Dinge wie das Blues-Schema, auf dem das Gros heutiger Musik aufsetzt ein Begriff sind, wirst du auch ganz schnell bei Bach landen.

Nur mal so am Rande.

Btw., bei Bach geht es nicht um das Werk an sich, sondern um den Solist oder das Orchester.

Ünrigens Bach und kafka sind längst tot - die haben ohnehin nix mehr davon.

derGhostrider 22/06/2009 20:23
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-1+

@Weltenspinner:
Die guten, aber nicht populistischen, Schriftsteller werden durch Urheberrechtsabgaben auch nicht reich oder angemessen entlohnt.

Aber was hindert einen "Schriftsteller" daran einen Beruf auszuführen? Ich kenne mehrere Leute, die neben der Arbeit, vollzeit versteht sich, ein Haus bauen, eine Familie versorgen und noch in der Freizeit im elterlichen Kleinbetrieb aushelfen müssen.
Dagegen klingt "nur Arbeiten und Schreiben" geradezu wie ein Erholungsurlaub.

snw 22/06/2009 20:49
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-0+

@Ghostrider
Ich habe Beispiele genannt denen es als Autoren nicht gut ging. Aber bitte ihr habt Recht weil ihr laut schreit. Orwell, Fitzgerald, Van Gogh alle nicht begabt deswegen zu Recht mit Finanzieller Not bestraft. Mobby Dick ist ein schlechtes Buch deswegen wurde es zu Recht nur 3000 mal zu Lebzeiten des Autors verkauft.

(Nebenbei wie lang ein Buch braucht was glaubt ihr wie lang Tolkien an Herr der Ringe saß mehr als ein Jahrzehnt und so gibt es unzählige Beispiele Ulysses natürlich von einem kaum begabten Autoren namens James Joyce brauchte 7 Jahre, natürlich können wir das heute alles schneller das Internet wird es möglich machen… Ein Haus ziehe ich dir in wenigen Monaten hoch ein Buch schreibt kaum jemand unter einem Jahr -Wie lang schrieb Mann an seinen Werken und der machte nichts anderes-.
Schriftseller ist ein richtiger Beruf kein Hobby. Oder wollen wir in Zukunft den Fischern erzählen ihr könnt das Nebenbei machen weil ich einmal die Woche mich mit meinen Anglerverein treffe und dort zwei Fische rausziehe.)

Du bist Redakteur wow nun bin ich beeindruckt damit hast du automatisch Recht. Kein Wunder in einer Welt in der Autoren wie Dan Brown Millionen verdienen, Bild die beliebteste Zeitung ist und zum Schluss noch dem Internet, gibt es ganz bestimmt auch ein Platz für Redakteure wie dich. Ja da ist sogar schon Spiegel Online, mit seinen Praktikanten als Redakteure, eine Offenbarung. Bei diesem Maßstab können auch die Autoren das Nebenberuflich machen. Geiz ist geil und ist alles ganz einfach.

Eine andere Meinung wird bestraft ich habe meine Meinung mitgeteilt wenn sie einem nicht passt dann ignoriert sie oder nennt sachliche Argumente, Aber dieses solltest du als vermutlicher Journalist der New York Times wissen. Kannst mir ja deinen Arbeitgeber nennen damit ich weiß welches Blatt ich meiden kann.

Lang lebe die Tyrannei des einzelnen oder frei nach Schopenhauer. Wenn man im Unrecht ist und keine Argumente mehr hat dann hilft nur noch beleidigen und persönlich angreifen. (Eristische Dialektik)

Ich in kein Freund von diesen Abgaben aber solang wir es nicht schaffen diese Arbeit entsprechend zu entlohnen und Menschen die einen Ball durch die Gegend treten Millionen verdienen bleibt kaum eine andere Möglichkeit. (Nenn doch die alternativen als Redakteur mit einem zumindest Journalistischen Hochschulstudium bist du sicher in der Lage dazu) Niemand will Almosen aber Leistung soll entlohnt werden. Das Problem der Gesetzgeber ist nicht in der Lage schritt zu halten, die Autoren haben keine Möglichkeit zu streiken deswegen sehen sie sich gezwungen zu solchen Maßnahmen zu greifen am Ende ist der Autor und der Endverbraucher geschädigt.

Idleking 22/06/2009 22:32
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-2+

Zitat :

[..]Ich in kein Freund von diesen Abgaben aber solang wir es nicht schaffen diese Arbeit entsprechend zu entlohnen[..]



Glaubst du ernsthaft, dass das Geld, was durch diese Urheberrechtsabgabe zusätzlich von den Verbrauchern aufgewendet werden muss, wirklich bei den "Urhebern" ankommt?
Ich wage zu behaupten, dass sich die Industrie dieses Geld unter den Nagel reißt und die Leute, die es zugegebenermaßen verdient hätten nichts davon sehen.

Ich denke aber, dass sich die Befürworter beider Parteien (pro/contra) auf eines einigen können:
Zweifelsfrei fest steht, dass die leistungsgerechte Entlohnung in unserer Gesellschaft schon vor sehr sehr langer Zeit ad absurdum geführt wurde.

snw 22/06/2009 22:56
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-0+

Bei der VG Wort wird es unter den Schriftstellern nach einem Schlüssel aufgeteilt, dieser ist zwar Umstritten aber Günther Grass und andere weniger bekannte haben sich teilweise Positiv geäußert weil es wenigstens etwas ist. Sie helfen auch in anderen Bereichen wie der Rechtevertretung.

Es geht um viele Millionen die an die verschiedenen Autoren ausgeschüttet werden. Google ist ein mächtiges Werkzeug und hilft sicher für weitere Informationen.

Laut Wikipedia wurden 84 Millionen Euro an Autoren im Jahr 2005 Ausgeschüttet was bei gesamt Einnahmen von 91 Millionen keine schlechte Quote ist. (Da gibt es bei vielen Spendenauktionen schlechtere Quoten)

derGhostrider 22/06/2009 23:43
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-1+

@snw:

Was erlaubst Du Dir eigentlich? Selbst hier solch einen Roman zu tippen, per Rundumschlag erst alle Anwesenden zu beleidigen, ihnen unkenntnis und fehlendes Können zu unterstellen, und dann Dein eigenes Verhalten den anderen in die Schuhe zu schieben und es ihnen vorzuwerfen?

Davon abgesehen ist "gut" bei Schriftstellern hochgradig relativ. Dem einen gefällt es, dem anderen nicht. Man kann nicht einfach etwas blind gut heißen, da irgendwer sagt, daß es gut wäre. Beispiele:

Herr der Ringe ist nichts tolles. Die Filme waren schrott, die Bücher haben grob den gleichen Inhalt. Märchen von gut und böse, episch ausgewalzt und mit großen Schlachten gespickt um es nicht zu seicht erscheinen zu lassen.
Du magst es super toll finden, ich denke, daß es eine nettes Märchen ist.


"Orwell, Fitzgerald, Van Gogh"
SUPER BEISPIELE!

Fitzgerald hat das Geld mit Beiden händen zum Fenster rausgeworfen! Er WAR wohlhabend, ist aber durch Verschwendung in Geldnot geraten.
Ja, solchen Leuten müssen wir auch heute helfen! Die armen Künstler, die genug Geld verdienen, aber trotzdem immer pleite sind. Schmeißt ihnen mehr Geld in den Rachen!

Van Gogh war gestört (er schnitt sich ein Ohr ab - nicht ganz ohne Grund).

Orwell hatte an den meisten Arbeiten "keinen Bock", aber er HAT häufig in seinem Leben zumindest gearbeitet! In Indien bei der Polizei, er versuchte sich als englischlehrer in Frankreich, er übernahm Schreibarbeiten für andere.
Da kannst Du mal sehen: Während er Arbeitete hat er immernoch Zeit gefunden zum schreiben.
Nur als er keine wirkliche Lust hatte weder zu schreiben noch die Unterrichten, wurde er Tagelöhner und schließlich sogar arbeitslos - mit den entsprechenden Folgen ohne Einkünfte und ohne soziales Netz.

Du glaubst doch nicht im ernst, daß er durch die Zangsabgaben, die wir leisten, heute besser darstehen würde? Den Erfolg, den er fünf Jahre vor seinem Tod hatte, hätte er auch heute, wenn das Werk Zeitgemäß wäre.
Wer aber "kein Bock" hat oder etwas schreibt, was den Zeitgeist in keinster Weise trifft, wieso sollte der entlohnt werden?

Wenn ich sinnlosen Mist auf Papier banne, dann kann ich die Artikel auch nicht verkaufen, da sie niemand lesen möchte. Der Unterschied ist minimal, wichtig ist das Prinzip von Ursache und Wirkung:
Niemand interessiert es -> man bekommt kein Geld.
Interessiert es, dann bekommt man Geld.


Losgelöst von den Größen der Schriftkunst:
Wieso sollte man Leute finanzieren, die sich selbst für etwas ganz besonders tolles halten, aber nur trivialen Mist verzapfen?

Auf Lesungen, und sei es nur im Radio gewesen, habe ich schon Schriftsteller gehört, die auf dem untersten nur denkbaren Sprachniveau geschrieben haben. Gelobt von den sogenannten Kritikern für ihre unverblümte Ausdrucksweise, hätte man das genau so gut an der Wand einer Bahnhofstoilette finden können.
Warum sollte ich es unterstützen, daß die Arbeitsfaulen "Künstler" Geld hinterhergeschmissen bekommen? Es gibt natürlich auch andere! Meine Äußerung soll nicht bedeuten, daß alle Künster faul wären, sondern nur, daß es faule Leute gibt, die sich dann als Künstler titulieren.

Außerdem gibt es reichlich andere Künstler, die schon zu Lebzeiten großen Ruhm geerntet haben. Vom alten Rom bis heute gibt es dafür Beispiele.
Warum konnten DIESE es schaffen?

Wieso gibt es immer wieder Schriftsteller, die, zumindest bis zu ihrem Durchbruch, ganz normal gearbeitet haben?
Das ist zumindest wesentlich bewundernswerter als das, was die verzapfen, die JAHRE brauchen um ein Buch zu schreiben, was dann immernoch so uninteressant ist, daß es niemand lesen möchte.

Spende doch an die VG Wort, wenn Du die so toll findest.

Ich käme auch gut ohne diesen Verein aus.

XxRodneyxX 23/06/2009 00:25
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-0+

vor allem, auch wenn es im einzelfall natürlich nicht so viel ausmacht, was glaubt ihr eigentlich wer das bezahlt?
Die Hersteller? Die Industrie? Die Importeure?
Wer die antwort wissen will sollte mal ins bad gehn und in spiegel schauen.
Das ist doch so ein scheiß, wir bezahlen dafür schon abgaben obwohl es eigentlich legal ist und ich kann trotzdem noch dafür belangt werden?
Das ist doch einfach nur krank?!?

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