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Tom's Timeline: Die Woche vor 5 und 10 Jahren - Via-Mainboards, AMD gegen Intel und ein Spiegel-Tower

Von - Quelle: Tom's Hardware DE | B 4 kommentare

Nostalgie ist doch was Tolles. War früher wirklich alles besser? Der wöchentliche Rückblick zeigt, was uns vor fünf und 10 Jahren beschäftigte und damals als Stand der Technik galt.

Die Woche vor 5 Jahren:

Die Realität vor Augen: Antec P182SE

Schön anzusehen auf jeden Fall, doch nicht jeder steht auf einen Tower in Spiegeloptik. Außerdem schien das Modell nicht wirklich zu Ende gedacht zu sein. Qualitätsmängel trugen auch nicht dazu bei, den Gesamteindruck zu verbessern. Dementsprechend ernüchternd fiel das Fazit aus:

Antec P182SEAntec P182SETrotz seiner Vorzüge hat das P182SE-Gehäuse im Test nicht überzeugen können. Die im Gehäuse installierte LED-Lampe ist eher als gescheiterter Gag zu sehen, da die verspiegelten Seitenteile logischerweise keinen Blick ins Innere gestatten. Zudem leuchtet die Lampe nur bei eingeschaltetem Rechner, so dass sie auch keine Hilfe bei Fehlersuche und Baumaßnahmen gestattet. Hat jemand den Witz verstanden? Verspiegelung hin und oder her - wer will von der Zielgruppe unter dem Tisch seine eigenen Füße beobachten oder auf dem Tisch sich über Fingerabdrücke ärgern? Aber das bleibt dem Geschmack jedes einzelnen überlassen. Qualitätsmängel und Sparmaßnahmen werden vor allem bei der windigen Frontklappe sichtbar, dass können Konkurrenten wie beispielsweise Aplus oder Chieftec deutlich besser. Doch den herbsten Beigeschmack, vergleichbar mit einer bitteren Pille, hinterlässt der exorbitante Preis: Für 220 Euro gibt es wahrlich nicht viel Gegenwert beim P182SE - dafür woanders schon beinahe einen kompletten PC samt Komponenten. Objektiv betrachtet dürfte das Gehäuse bestenfalls 80 Euro kosten, da hilft auch das beiliegende Staubtuch zum ständigen Putzen der Seitenteile kaum weiter.

Gefahr für Microsoft: Kostenloses Office 

Googles Web-Office geht an den StartGoogles Web-Office geht an den StartVor nunmehr fünf Jahren ging Googles kostenloses Web-Office mit Namen Texte & Tabellen (später Google Docs, heute Google Drive) an den Start. Ursprünglich eher spartanisch ausgelegt, hat die Programmsammlung inzwischen einiges dazugelernt, nicht zuletzt dank Googles ständiger Weiterentwicklung und Vernetzung der eigenen Produkte und Dienste. Unser Eindruck damals:

Im Vergleich zu Desktop-Anwendungen wie Microsoft Word oder OpenOffice Writer sind die Angebotenen Funktionen in Google Docs and Spreadsheets geradezu rudimentär. Wer eine Serienbrieffunktion, das Bearbeiten von Kopf- und Fußzeilen oder das Einfügen von Fuß- und Endnoten erwartet hat, wird sicherlich enttäuscht sein und die Anwendung in Unternehmen scheidet allein schon aus diesen Gründen aus. Auch Excel Poweruser werden für Googles Tabellenkalkulation nur ein müdes Lächeln übrig haben.

Exklusiv: Intel Roadmap bis 2008 - Desktop 

Mit Spannung erwartet wurden damals natürlich auch Intels kommende Prozessoren. Aktuell waren damals noch die Familien Core 2 Duo und Core 2 Quad. Was vor fünf Jahren noch alles in Vorbereitung war, zeigt ein Blick in unseren Bericht zu Intels Roadmap.

Die Woche vor 10 Jahren:

Prüfstand VIA KT333: 18 Boards im Vergleich

Testsieger Gigabyte GA-7VRXPTestsieger Gigabyte GA-7VRXPVIA ist heute im CPU-Markt nur noch eine Randerscheinung, den Chipsatz-Markt hat man inzwischen komplett aufgegeben. Produkte dieser Firma findet man nur noch selten, zum Beispiel in mini-ITX-Lösungen oder in Nettops wie der ZOTAC ZBOX nano VD01 Plus. Vor 10 Jahren sah das noch anders aus, und Tom's konnte damals ein Testfeld mit immerhin 18 Mainboards nur mit dem VIA KT333 zusammenstellen. Unsere Kaufempfehlung ging damals an das Gigabyte GA-7VRXP.

Zum Chipsatz selbst resümierten wird:

Unter globaler Betrachtung des KT333-Chipsatzes können wir folgendes feststellen: Ein direkter Umstieg vom KT266A auf den KT333 lohnt sich nicht. Da die momentan auf dem Markt verfügbaren DDR333-Speichermodule sehr oft für den CL2.5-Modus vorgesehen sind, ist kein Performancegewinn gegenüber einem KT266A-System mit DDR266 und CL2 zu erzielen.

Die Würfel sind gefallen: Pentium 4/2533 vs. Athlon XP 2100+.

Duell: Pentium 4 gegen Athlon XPDuell: Pentium 4 gegen Athlon XPDas zweite heiße Thema der Woche war das klassische Duell Intel gegen AMD: Hatte man den heißen und vergleichsweise ineffizienten Pentium 4 lange Zeit belächelt, lautet das Fazit damals klar: "P4/2533 bei allen Tests in Führung."

Das Urteil dieses Tests ist eindeutig: Bei allen 25 Benchmarktests liegt der Intel Pentium 4/2533 klar vor dem AMD Athlon XP 2100+ in Führung. Durch die Erhöhung des FSB-Takts von 100 MHz auf 133 MHz im Zusammenspiel mit 533 MHz RDRAM gewinnt der P4 gehörig an Leistung. Inwieweit sich die Prozessoren übertakten lassen, zeigt der Blick auf die Overclocking-Benchmarks: Nicht einmal die per Wasserkühlung übertaktete Version des AMD Athlon XP 2100+ kann dem getunten Pentium 4/2800 Paroli bieten. An dieser Stelle muss darauf hingewiesen werden, dass der P4/2533 mit dem Standard-Kühler einen stabilen Betrieb bei 2800 MHz ermöglichte.

Kommentarbereich
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  • n4pst3r , 11. Mai 2012 12:40
    UNd genau heute, wenn in ner Stunde der Postbote kommt ist der E6600 Geschichte. Von P4 auf C2D war schon ein Meilenstein. Jetzt bin ich gespannt was 65 zu 22nm bringt :) 
  • Binsenmeier , 11. Mai 2012 23:10
    Ach ja, an die KT333-Boards kann ich mich erinnern. VIA gehörte ja eine ganze Zeit lang irgendwie schon zum ganzen Thema AMD; aber es blieb auch immer das komische Gefühl, der nächste Treiber könnte alles zerschießen. Wenn das nicht schon die Southbridge beim Kopieren erledigte.
    Ach ja, was waren wir damals Abenteurer!
  • Voyager , 12. Mai 2012 11:36
    Mein Yorkfield 9550 tuts nach Jahren immernoch , wechseln steht da immernoch in weiter Ferne. Aber vll. schau ich mir mal Haswell an.
  • Crisfada , 14. Mai 2012 11:03
    feine Idee, die Timeline =)
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