VMware bald mit 3D-Unterstützung?
VMware hat Open-Source-Grafikentwickler Tungsten Graphics übernommen. Damit könnte Virtualisierungssoftware künftig auch über 3D-Fähigkeiten verfügen.
Software zur Virtualisierung ermöglicht es, Programme zu testen, bevor sie auf einem Produktivsystem eingesetzt wird. Entsprechende Produkte bieten Microsoft und VMware an: Hier wird ein Betriebssystem in einem »virtuellen Rechner« installiert, ohne am Host-System (das »richtige« Betriebssystem) Schaden anrichten zu können. Ein Problem bei der Virtualisierung ist neben der niedrigeren Geschwindigkeit vor allem die fehlende 3D-Fähigkeit: Effekte wie Windows Aero sind meist tabu, ganz zu schweigen von 3D-Spielen.
Dies könnte sich nun ändern: Wie jetzt bekannt wurde, hat VMware den Grafikspezialisten Tungsten Graphics gekauft. Eine Ankündigung dieser stillen Übernahme gab es zuvor nicht. Die Firma ging 2001 aus verschiedenen Open-Source-Grafikprogrammierern hervor, die sich unter anderem für die Linux-Grafiktreiberarchitektur »Gallium3D« verantwortlich sieht. Die Programmierer und Entwickler von Tungsten sollen in Zukunft an den 3D-Fähigkeiten der VMware-Virtualisierungsprodukte arbeiten. Vorhandene Projekte wie Gallium und Mesa sollen aber weiterhin gepflegt werden.
- Datenschutz: »Grundrechtskontrollrat« gefordert
- Android-Phone von Lenovo
- Neue SSDs von OCZ
- IE-Anwender sind weiter gefährdet
- Millionenstrafe für Sony
- Overdrive-Finale: Team Ironmods gewinnt!
- Overdrive: Zwischenergebnisse Tag 2 - US-Team führt
- Overdrive: Slalom um Intels Turbo-Modus
- Siggys Schnäppchencheck: Weihnachtsangebot bei Plus
- Nach Chrome auch Iron im Final-Status
- Toshiba bringt Notebook mit Gestensteuerung
- Gerüchte um ein neues iPhone
- Dells kleinster Business-Desktop: Optiplex 160
- AMD: Weitere Entlassungen?
- Microsoft patcht Internet Explorer
- Apples letzte MacWorld ohne Steve Jobs
- LogMeIn Ignition: Remotezugriff mit dem iPhone
- 2009: Chiphersteller in der Krise






3D-Unterstützung ist natürlich ein lang vermisstes Feature von VMware. Ob man deshalb aber direkt ein anderes Unternehmen schlucken muss, sei mal so dahingestellt. Intel peilt momentan ja durchaus an, Grafikkarten mittelfristig überflüssig zu machen. Wenn es dann entsprechende Treiber gibt, ließen die sich doch sicherlich auch bei VMware einbinden...
Also Intels traumvorstellung wird noch einige 30-50 Jahre dauern... das was man gesehn hat (CPU unterstützt GPU) die 0,5-1% Mehrleistung sind erst ein scherz! und ich denke sehr Misstraurisch darüber weil einfach die X86 Struktur zu komplex aufgebaut ist und diese nie die Leistung einer heutigen ausgereifen mittelstarken GPU erreichen kann! Mann sollte stattdessen die X86er abschaffen und mal was neues entwickeln... echt wir fahren fast alle mit nem nagelneuen Mercedes Benz aber das Fahrwerk ist noch immer von vor 30 Jahren!
Ein PCI passthrough würde doch schon langen, dann hätte man direkt zugriff auf die Hardware und die 3D beschleunigung.
3D gibts doch schon seit paar Versionen bei VMware? Bei den 5.x 'ern als versteckte Option und bei der aktuellen Version schon offiziell.
@thecritter: Hä??? Das möcht ich genauer wissen - ich will endlich compiz auf meiner vm!
@Inimi: Kann ich mir eigentlich kaum vorstellen. Netzwerkkarten gehen ja über VLAN und Pakete usw. Eine Grafikkarte über n VMaschinen zu sharen, da glaub ich nicht wirklich dran. Denke eher, dass es den Weg über CPU-Leistung und Emu geht.
Für virtuelle Desktops recht interessant würde ich sagen. So kann man einfach mal 2 Karten mit 4 GPUs in den Host stecken und die Leistung unter den VMs aufteilen.
Bis dahin wird aber einiges an Treibermodifikation zu erledigen sein ;-)
3D-Unterstützung bietet VMWare seit der Version 6.5 der Workstation offiziell an. Allerdings gilt das "nur" für DirectX 9.0c: Damit lässt sich also sowohl unter Windows XP als auch Vista schon einiges anstellen.
Natürlich ist die Leistungsfähigkeit noch ziemlich gering, das viel größere Problem sind meiner Meinung nach aber all die anderen Betriebssysteme, die in so einer virtuellen Umgebung installiert werden können, dann aber ohne 3D-Unterstützung auskommen müssen. Z.B. habe ich ein Ubuntu in VMWare installiert, das unerträglich ruckelt.
Erstrebenswert wäre mal eine Erweiterung der VMWare-Tools auf alle bisher verfügbaren Betriebssysteme. In diesem Punkt hat der VirtualPC von Microsoft sogar einen Vorteil: Es wird eine Grafikkarte emuliert, die tatsächlich einmal existent war (Name ist mir entfallen). Somit findet man für nahezu jedes Betriebssystem (ab Windows 3.1) passende Treiber. Natürlich ist die Leistung damit wieder recht stark begrenzt, aber der Übergang zu einer Auwahl emulierter Grafikhardware zum besseren 3D-Support wäre kein schlechter Ansatz und würde VMWare für mich noch interessanter machen. Ansonsten muss halt noch hin und wieder das parallel installierte Betriebssystem herhalten, wenn die virtuelle Maschine nicht mehr mitkommt.