Obwohl der europäische Gerichtshof (EuGH) kürzlich entschied, dass der Wiederverkauf digitaler Softwarelizenzen legal ist, wird sich Valve nach eigener Meinung nicht unbedingt daran halten müssen.
Viele Softwareunternehmen haben EULAs, laut denen digitale Erwerbungen als Lizenzen und nicht als Produkte betrachtet werden, wodurch Anwendern digitale Kopien von Software nicht weiterverkaufen dürfen.
Kürzlich entschied der Gerichtshof der Europäischen Union aber in einem wegweisenden Urteil im Rechtsstreit zwischen Oracle und UsedSoft, dass sich ein Softwarehersteller dem Weiterverkauf seiner "gebrauchten" Lizenzen, die die Nutzung seiner aus dem Internet heruntergeladenen Programme ermöglichen, nicht widersetzen […]" kann.
Eine solche Entscheidung gilt letztlich nicht nur für Oracle und UsedSoft, sondern für alle Softwarefirmen. Leider werden jetzt all jene, die auf einen Wiederverkauf ihrer via Steam erworbenen Spiele gehofft haben, nach einer ersten Hoffnung wohl schwer enttäuscht werden.
"Wir planen nicht, etwas zu ändern", war die knappe Antwort von Jason Hoffmann, seines Zeichens, Direktor Business Development bei Valve, als er zu dem Thema befragt wurde.
Laut dem Urteil können Anwendern zwar gebrauchte Softwarelizenzen verkaufen, aber das bedeutet nicht zwangsläufig, dass Valve es Steam-Nutzern einfach machen oder auch nur ermöglichen muss. Es wird wohl noch ein diesbezügliches spezifisches Gerichtsurteil geben müssen, bevor das – wenn überhaupt jemals – passiert.

Ich wusste es z.B. noch nicht.
Mühsam wird es erst, wenn News aus anderen Quellen falsch übersetzt/interpretiert werden oder irgend ein entscheidendes Wort fehlt.
Dieses Problem hat in den letzten Jahren auf jedenfall deutlich zugenommen (Bei allen Foren, die ich so kenne).
Die Zeitungen machen es ja leider auch so.
Einfach zu sagen "Valve muss es den Käufern nicht ermoglichen oder leicht machen" ist, meines Erachtens, nur Interpretationsschwachsinn der Vorgehensweise von Valve und hat nichts mit der kürzlichen Judikatur zu tun.
Meines Zeichens werde ich mich allerdings in Zukunft auch von solchen Firmen fernhalten. Die "Kundenbindungsmethoden", und die Unterbindung des Gebrauchtmarkts sprechen von einem höhren Disrespekt für ihre eigenen Kunden. Nicht der Kunde ist König. Manchmal wirkt es, als respektieren Sie Raubkopierer mehr als einen zahlenden Spieler, der am Ende der verarschte ist.
Zum Glück gibt es inzwischen immer mehr kleinere Studios, die Kundenservice und Bindung besser verstehen und auf Gängelungen verzichten. Hoffentlich überleben sie die "großen alten"deshalb, aber dafür wird es mehr Kunden geben müssen, die sich bewusst gegen sowas entscheiden. Aber zuviele "lassen" halt alles mit sich machen. Aber Ubi's Aktienkurs seit Uplay zeigt ja schon seit einigen Jahren in die richtige Richtung...