EuGH-Urteil: Valve sieht Geschäftsmodell nicht in Gefahr

Viele Softwareunternehmen haben EULAs, laut denen digitale Erwerbungen als Lizenzen und nicht als Produkte betrachtet werden, wodurch Anwendern digitale Kopien von Software nicht weiterverkaufen dürfen.

Kürzlich entschied der Gerichtshof der Europäischen Union aber in einem wegweisenden Urteil im Rechtsstreit zwischen Oracle und UsedSoft, dass sich ein Softwarehersteller dem Weiterverkauf seiner "gebrauchten" Lizenzen, die die Nutzung seiner aus dem Internet heruntergeladenen Programme ermöglichen, nicht widersetzen […]" kann.

Eine solche Entscheidung gilt letztlich nicht nur für Oracle und UsedSoft, sondern für alle Softwarefirmen. Leider werden jetzt all jene, die auf einen Wiederverkauf ihrer via Steam erworbenen Spiele gehofft haben, nach einer ersten Hoffnung wohl schwer enttäuscht werden.

"Wir planen nicht, etwas zu ändern", war die knappe Antwort von Jason Hoffmann, seines Zeichens, Direktor Business Development bei Valve, als er zu dem Thema befragt wurde.

Laut dem Urteil können Anwendern zwar gebrauchte Softwarelizenzen verkaufen, aber das bedeutet nicht zwangsläufig, dass Valve es Steam-Nutzern einfach machen oder auch nur ermöglichen muss. Es wird wohl noch ein diesbezügliches spezifisches Gerichtsurteil geben müssen, bevor das – wenn überhaupt jemals – passiert.