Test VelociRaptor: Schnellste Desktop-Platte

Ein Laufwerk, zahlreiche Anwendungen

Die VelociRaptor ist zwar eine Festplatte im 2,5“-Format, passt aber aufgrund der größeren Bauhöhe nicht in Notebooks. Laptop-Festplatten sind üblicherweise 9,5 mm hoch; einige Modelle mit hoher Kapazität (aktuelle Notebook-Festplatten mit 500 GB) nutzen drei Platter und kommen damit auf eine Höhe von 12,5 mm. Die neue Raptor passt nur in das Format für 2,5“-Festplatten im professionellen Markt, die wiederum eine Gesamthöhe von 15 mm beanspruchen.

VelociRaptor HDD SATA

Durch den 2,5“-Formfaktor kann Western Digital das Segment um Workstations und Einstiegs-Server angreifen, in dem momentan bei sämtlichen Anwendungen für den Mainstream und viele hochleistungsfähige Server von 3,5“ auf 2,5“ umgestellt wird. Während Western Digital nicht zum ersten Mal den Enterprise-Bereich ins Auge fasst, sieht die Situation im Augenblick doch bedeutend besser aus, da die neue Raptor derzeit nicht viele Konkurrenten fürchten muss. Während es die VelociRaptor bei der I/O-Performance nicht mit SAS-Laufwerken aufnehmen kann (vor allem wenn wir Laufwerke mit 15.000 U/Min mit einbeziehen), so stellt sie doch eine äußerst attraktive Alternative zu 2,5“-SAS-Laufwerken mit 10.000 U/Min im Unternehmensbereich dar. Hierist ein ausgewogenes Verhältnis von Leistung und Performance pro Watt in Zukunft das A&O.

Sofern das Anwendungsprofil nicht allzu I/O-lastig ist leistet die VelociRaptor (ohne IcePack) sehr gute Arbeit. Betrachtet man den geschätzten Preis von etwa 250 Euro für eine VelociRaptor mit 300 GB, so wirken die 200 Euro aufwärts für ein 2,5“-SAS-Laufwerk mit 146 GB plötzlich ganz schön teuer. Sie können jedes SATA-Laufwerk in eine bestehende Unified Serial-Infrastruktur verbauen, die auf SAS- oder SATA-Controllern basiert. Das gilt sowohl für das direkte Anbringen der Laufwerke an die Controller als auch für die VelociRaptor-Laufwerke, die in 2,5“-Rackmount-Lösungen eingebaut werden. In solchen Umgebungen verbessert die VelociRaptor das Verhältnis von Leistung pro Watt erheblich. Selbst wenn Herstellern demnächst 2,5“-SAS-Laufwerke mit bis zu 300 GB auf den Markt bringen müssen Sie dafür weiterhin mehr dafür ausgeben als für eine VelociRaptor.

VelociRaptor HDD SATA

Nachteil: Für Server-Upgrades ungeeignet

Die neue VelociRaptor ist trotz ihrer Vorteile nicht perfekt. Zwar lässt sie sich leicht in 2,5“ SAS- oder SATA-Umgebungen installieren (ohne den IcePack-Rahmen) und ist für den Desktop-Bereich im High-End-Segment derzeit die beste Festplatte, allerdings eignet sie sich nicht für die einfache Aufrüstung von 3,5“-Storage-Lösungen („seamless upgrade“ genannt). Sobald Hot-Swap Laufwerkschächte mit von der Partie sind, was bei professionellen Storage-Systemen und kleinen Unternehmen immer der Fall ist, passen die Position der SATA- und Stromanschlüsse (VelociRaptor mit IcePack) nicht mehr auf die genormten Anschlusspositionen für 3,5“-Festplatten. Somit lässt sich die VelociRaptor in keine 3,5“ Hot Swap-Laufwerkschächte installieren.

VelociRaptor HDD SATA

Da der IcePack-Rahmen eher einfach ist liegen die SATA- und Stromanschlüsse des Laufwerks in der Mitte des „Laufwerks“ (VelociRaptor mit IcePack). Also können Sie die VelociRaptor nicht in 3,5“ Hot-Swap-Laufwerkschächte für Server und Workstations installieren.

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46 Kommentare
    Dein Kommentar
  • Numrollen
    Test: Viel Blah blah um eine Platte die zwar gut aber nicht vergleichbar mit dem Release der ersten Raptor war. Schade, hatte mehr erhoft.
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  • Diesel_im_Blut
    Ich finde die Leistung der neuen Raptor schon beachtlich. Was mich allerdings noch mehr verwundert, dass dies jetzt mit einer 2,5 Zoll Platte geschieht. Ich erinnere mich noch an die Zeiten, wo es hieß, dass 2,5 Zoll Platten nicht an die Leistungen der 3,5 Zoll Platten heran kommen.

    Aber es hat schon seinen Vorteil. Die Ice Box gefällt mir sehr gut. Ich habe eine ältere Raptor, aber ohne aktive Kühlung mag ich sie nicht beteiben. Bei der neuen wäre dies wohl eher machbar, ich würde es aber dennoch sein lassen.

    Leider ist mir persönlich der Preis etwas zu teuer....
    1
  • TITAN
    Hätte WD diese neuen Technik in eine 3,5 Zoll Variante gesteckt, so würde diese noch mal um einiges performanter sein als diese 2,5 Zoll Version. Für Laptops ist dies nun natürlich die 1. Wahl, außer man hat genug Geld sich eine ordentliche SSD zu leisten ;-)
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  • HeiDeF
    1. erhofft schreibt man mit 2 f 2. passt die velociraptor nicht in notebooks.....
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  • FiedlerEDVS
    2,5 Zoll? Alles schön und gut.

    Aber was ist mit Zuverlässigkeit? 2,5 Notebookfestplatten gehen ungefähr dreimal häufiger kaputt und halten wesentlich weniger lang aufgrund der viel filigraneren Mechanik. Und diese wird mit steigender Geschwindigkeit natürlich auch mehr belastet und verschleißt schneller.

    Also was mich brennend interessieren würde ist: wie sieht es mit der Datensicherheit und Betriebsdauer bei dieser neuen WD Velociraptor aus?

    Denn Geschwindigkeit ist bei Festplatten längst nicht alles, nicht einmal das Wichtigste. Sondern Zuverlässigkeit!
    Das lernen meine Kunden auch immer erst dann, wenn die aktuelle Festplatte (bevorzugt im Notebook) plötzlich ihren Geist aufgibt mit allen wichtigen (und natürlich nicht gesicherten) Daten drauf.

    Also, welche entscheidenden Fortschritte hat Western Digital in diesem Bereich bei 2,5 Zoll Platten gemacht?
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  • derGhostrider
    @FiedlerEDVS:
    Die MTBF ist von 1,2Mio Stunden auf 1,4Mio Stunden gewachsen. die aktuellsten Serverfestplatten mit 15k sind auch 2,5" Platten.

    Artikel nicht gelesen?

    ----------------
    Auch nochmal für die anderen:
    DAS IST KEINE NOTEBOOKFESTPLATTE!
    Also auch nicht damit vergleichen bzw verwechseln.


    ----------------

    @Autor:
    Seite 2:
    "puperparamagentischen"
    Ich biete ein S..
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  • gR3iF
    Die Platte ist doch klasse.... Mal eine Alternative zu 3,5 zoll Systemdisks für jeden Gamer Pc, da man die 7ms Zugriffszeit gerade beim Laden von anwendungen bemerken wird. Für Notebooks eher nicht so gut, da man die Garantie verliert wenn man die Platte aus dem Rahmen nimmt.
    Allerdings auch im Notebook wäre die Platte mit 300gb und der Geschwindigkeit super. Bleibt nur die Frage was sie an Strom frisst.
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  • bwolf
    Die Leute können und wollen die Artikel und die Kommentare wohl einfach nicht lesen oO
    Die Platte passt nicht in Notebooks, und wenn sie es tun würde, würde sie wohl ziemlich schnell verrecken.

    Mich würde der Preis für die kleineren Versionen interessieren 250e für ne HDD sind mir auch etwas viel, zumal als Systemplatte auch ne kleinere Version taugen würde ;)
    Gibts da schon Infos?
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  • spartaner
    @TOMSHARDWARE: Hey, die Seiten 2, 3 und 4 sind überflüssiges Blah. Wer hier liest, weiß, was SAS, Platter und Perpendicular Recording sind.

    @WD: Also sorry. Diese Festplatte geht sowas von direkt am Kundenwunsch vorbei, das gibts gar nicht. Die Absicht, SAS-Serverplatten mit einem SATA-Interface auszustatten, in ein 3,5" Case zu packen und dann für Desktops zu verticken, mag eine ganz gute Idee sein, wenn man zuviele SAS-Platten produziert hat.

    Aber für "um die 300 Euro" (laut Golem)??? Geht's eigentlich noch???

    Wenn ich die Benchmarks hier richtig verstehe, dann ist die Platte alles in Allem im Average grade mal ca. 10% schneller als die Samsung F1 mit 1TB. Die allerdings kostet dafür auch nur um die 125 Euro (Mix, Yakoon, Digitalo, Alternate).

    Egal ob man jetzt den Platz braucht oder nicht...man müsste schon sehr doof sein, sich für 600 Euro zwei der WDs zu holen, wenn man für weniger als 500 Euro vier Stück der Samsungs bekommen kann (die zu viert im RAID-5 Verbund GARANTIERT auch noch schneller sind als zwei WDs im RAID-0).

    Nichtmal wegen des Stromverbrauchs dürfte sich das lohnen. Also wenn Ihr mich fragt (aber mich fragt ja keiner) ist das Humbug, der höchstens dann interessant wäre, wenn die WD im gleichen Preissegment läge wie eine normale 320er oder 400er Platte.
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  • spartaner
    -OT-

    @TOMSHARDWARE:

    Ich würde double Posts wie dieses hier in Zukunft sehr gerne vermeiden. Warum werden denn die Posts nicht sofort nach dem Absenden auch angezeigt?

    Und wenn schon OT: Warum funktioniert die Kommentar-Funktion in IE6 (Text über Text) und FF3b (Klick auf "Weiter" springt nach dem Login immer nur nach oben auf der aktuellen Seite, nicht auf die nächste Seite) so gut wie gar nicht?

    Fixt das bitte mal, das ist echt nervig.
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  • Ragamuffin
    Du kannst die Doppelposts doch ganz einfach vermeiden indem du nicht doppelt auf den Button klickst.
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  • Anonymous
    @ Lustiger aka Ragamuffin

    Kannst du lesen: "Warum werden denn die Posts nicht sofort nach dem Absenden auch angezeigt?" Ist mir auch passiert und da musste ich auch nochmal auf den Button klicken. Bzw. sind auch mal Posts (trotz mehrmaligem absenden) gar nicht erschienen! Also irgendwas hat´s da wirklich.
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  • jillus
    cd's deren daten in konzentrischen kreisen angeordnet sind? sicher kein gutes beispiel!
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  • spartaner
    @Ragamuffin:

    ...abgesehen davon wars gar kein "echtes 1:1" double posting. Denn nach dem ersten Klick war mein Txt weg, wurde dann geschlagene 5 Minuten lang nicht angezeigt, woraufhin ich ihn nochmal schreiben musste. Wer ihn gelesen hätte, hätte das vielleicht bemerkt.

    Richtig funktionieren tut der Kram hier nur im IE7, wobei's die Verzögerungen vor dem Erscheinen neuer Postings auch bei dem gibt.
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  • Ragamuffin
    Ich nutzte FF2 und hab derlei Probleme noch nie gehabt. Von daher meine Vermutung eines Doppelklicks.
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  • derGhostrider
    @Spartaner:
    Du vergißt die Zugriffszeit in Deinem Beitrag.

    Zudem war die Raptor damals ähnlich teuer. Für meine 74GB Raptor habe ich damals stolze 240Euro gezahlt.
    Die gesamte Technik im inneren der Platte ist hochwertiger als bei 0-8-15 Desktopfestplatten und im Gegensatz zur Samsung ist die Festplatte schnell. Die maximale Datentransferrate kannst Du eh vergessen, da sie bei normaler Nutzung (fast) nie erreicht wird. Sequentielle Lese- und Schreiboperationen sind nur begrenzt üblich. Hingegen sind "random read" und sogar ein wechsel aus random read und write üblich.

    Teste das bei der Samsung und vergleiche es mit einer beliebigen Raptor und Du wirst merken, daß die Samsung sehr weit zurückfällt.

    Das ist eben der Unterschied zwischen Benchmark und Realität. Gerade wenn hunderte oder tausende kleiner Dateien angefasst werden, ist der Unterschied spürbar.

    Für die meisten Benchmarks hilft hingegen ein RAID-0. Wenn es nur um lese-Transferraten geht, dann auch noch ein RAID-5. Um bei RAID-5 einen vernünftigen Schreibdurchsatz hinzubekommen, mußt Du schon einen 3Ware Hardware-RAID-Controller für einige hundert Euro kaufen.

    Deine 100%ige Garantie ist für'n Allerwertesten. Wie gesagt: Bei der Zugriffszeit sieht die Samsung kein Land und bricht ein.

    ---------------

    @Raga:
    Ich habe zwar auch den Feuerfuchs, hatte das Problem aber auch schon.

    Zumindest könnte man sich dann ganz oben auf der Seite mit der Maus auf "FOREN" begeben und den doppelten Beistrag selbst löschen.
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  • Anonymous
    Wilkommen in der rosa Plüschwelt von AJAX und seinen Barrieren für vernünftiges Webdesign. Es muss sich halt jedes noch so poplige bisschen Webseite momentan anfühlen als wäre es eine Intranetanwendung, auch wenn das 200KB JavascriptSourcen zwingend erforderlich macht um einen Dreizeiler äußerst umständlich bei höchster inkompatibilität loszuwerden...
    Es kapieren aber leider sehr viele einfach nicht. ASP/PHP und (x)html reicht um jedes Portal interaktiv und anschaulich zu gestalten, abgesehen davon: Am ende kommt es ehh auf den Inhalt an und da versagen die meisten, AJAX hin, IE7 her...

    Grüße
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  • Morado
    Western Digital, ja gerne! Aber da nehm ich doch lieber ne 6400AAKS für 90€ ... mehr Performance am Heim PC ... wer braucht das?

    Solche High-End Teile lohnen sich nur im Server oder stark beanspruchtem Workstation Bereich. Wer meint er muss sowas daheim haben soll sichs kaufen, und dann mal schauen ob er nen esoterischen Benchmark findet bei dem er dann nen Vorteil hat, der sich im alltag bemerkbar macht.
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  • derGhostrider
    @Morado:

    Die Festplatte ist das mit abstand langsamste Teil im PC. Jede Verbesserung im Datendurchsatz und bei der Zugriffszeit bringt einen großen zeitlichen Vorteil beim Start von Anwendungen, beim Swappen, beim Systemstart, beim Laden oder Speichern von Dokumenten, Bildern, sonstigen Daten, die bearbeitet werden sollen oder bearbeitet wurden.

    "Wer braucht das" -> Die richtige Frage wäre eigentlich: Warum erst jetzt?

    Die Leistungen von CPUs, Grafikkarten und RAM sind im Vergleich zu Festplatten um ein vielfaches schneller gewachsen als die der Festplatten. Festplatten sind in der Zeit, in der die Kapazität von 100GB auf 1TB gewachsen ist (1000% bzw Faktor 10!) nur um ca 50%, also Faktor 1,5, schneller geworden und das auch nur in der Sequentiellen Datentransferrate und nicht in der Zugriffszeit. Die ist seit mindestens 7 Jahren stabil, was 7200rpm Festplatten angeht. Zum größten Teil konstruktionsbedingt.
    Ich habe Desktopfestplatten mit 3600, 4200, 5400, 7200 und 10k U/min erlebt. Seitdem man auf 7200rpm gekommen ist, tut sich eigentlich nichts mehr und die Datenrate steigt auch im wesentlichen nur noch durch höhere Datendichten.

    Es wird daher allerhöchste zeit, daß die SSDs im Preis fallen. Eine SSD mit 0,1ms Zugriffszeit und mindestens 100MB Transferrate im Lesen UND Schreiben wäre JEDER zur Zeit verfügbaren Festplatte weit vorraus und deutlich spürbar schneller. Ganz zu schweigen von den anderen Vorteilen (keine beweglichen Teile, kein Lärm, geringere Abwärme, Stoßunempfindlich, etc)

    Mit dieser Argumentation "wer braucht das"? Könnten wir uns auch gleich in die Steinzeit zurückbegeben. Warmwasser? Häuser? Autos? Strom? Wer braucht sowas? Früher hat die Menschheit auch überlebt.
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  • daimonion81
    Was man hier so ließt...

    Man kommt nicht auf mehr Speicherplatz bei gleicher Performance, wenn man ein 3,5 Zoll Gehäuse verwendet. Platter entsprechender Größe bekommt man nicht auf 10.000 U/min (Flattern im Randbereich).
    Warum stellen wohl alle Hersteller auf 2,5 Zoll um? Weil die Platter vorher schon annähernd so groß (klein) waren - und für die Zugriffszeiten ists nochmal gut.

    (Bei der Raptor-X konnte man das sogar sehen)

    Außerdem passt die VelociRaptor nicht in ein Notebook, weil sie zu hoch ist. Dünnblechgehäuse würden hier allerdings auch keinen Sinn machen.
    Die Steifigkeitserhöhung durch 2,5" (wie es im Artikel steht) wird sonst auch nicht erreicht.

    Cheers!
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