Schweizer Taschenmesser ruft Sicherheitsspezialisten auf den Plan

Die klassischen Schweizer Taschenmesser von Victorinox sind so eine Art Allzweckwerkzeug – das hat spätestens MacGuyver bewiesen. Und auch in den digitalen Zeiten versuchen die Schweizer den Anschluss zu behalten und packen gerne einen USB-Stick neben ihre Klingen.

Doch die neuste Kreation stößt Sicherheitsexperten bitter auf: Auf der CES stellt Victorinox ein Taschenmesser vor, das einen 1 TB großen USB-Stick mitbringt, der Daten mit einer Schreibgeschwindigkeit von 150 MB/s auf dem Speicher ablegt. Für Unternehmen ist es kaum mehr möglich ein Unternehmen sich vor Datendiebstahl zu schützen. Mitarbeiter könnten innerhalb weniger Sekunden Images ganzer Vertriebs- oder Kundendatenbanken auf dem Stick abspeichern und diese dann unauffällig aus dem Unternehmen schmuggeln, wie Arne Jacobsen, Director DACH bei Data-Governance-Spezialist Varonis warnt. Und ein solches Taschenmesser ist auf den ersten Blick nicht als ein Datenspeicher mit einer derartigen Kapazität auszumachen, zumal ein Verbot von USB-Laufwerken aufgrund der weiten Verbreitung der Schnittstelle in Unternehmen kaum durchsetzbar sei, betont Jacobsen.

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27 Kommentare
    Dein Kommentar
  • vandalis@guest
    Und was kann das Messer dafür???
    Ist ja mit jedem USB-Stick möglich.
    Tolle Sicherheitsspezialisten!?!
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  • Casi
    Wer Daten rausschmuggeln will, der kriegt die auch raus, mit oder ohne Taschenmesser. In einem Hochsicherheitstrakt werden wohl auch keine Taschenmesser erlaubt sein wenn jeder nach Mini-USB-Sticks durchsucht wird.
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  • Emanuel Oster
    Hä?
    In wiefern ist dies ein spezifisches Problem der Victorynox Sticks? Jeder der Daten klauen möchte, könnte auch einen normalen Stick problemlos an Stellen verstecken, wo niemals jemand nachschauen würde. Und während man den Stick am PC, also sichtbar hat, erkennt man ihn auch sofort als solchen. Oder hat schonmal jemand von euch den Flaschenöffner in den USB Port stecken müssen?
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