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Ballmer: »Vista ist ohne Zweifel ein Erfolg«

Von - Quelle: Siliconvalley.com | B 37 kommentare

Microsoft wird nicht müde, Windows Vista in Sachen Funktionalität und Verkaufszahlen zu loben. Steve Ballmer ist derzeit auf Promotion-Tour unter anderem für das Betriebssystem.

Windows Vista ist praktisch und kann mehr als Windows XP — sagen die einen. Als totalen Flop bezeichnen andere das Betriebssystem. Kaum eine andere populäre Software spaltet die IT-Gemeinde zur Zeit derart. Obwohl sich viele, für Microsoft extrem wichtige Unternehmen von Vista längst abgewendet haben (siehe unter anderem »Intel gibt Vista einen Korb« sowie »Weitere Schlappe für Vista«) und das Betriebssystem nicht einsetzen werden, hält Microsoft die Vista-Fahne mit Stolz hoch, allen voran Microsoft-Chef Steve Ballmer.

Bei Microsoft ist derzeit alles im Lot laut Steve BallmerDer ist derzeit auf Schulterklopf-Tournee für Microsoft. Im Interview mit Siliconvalley.com beispielsweise erklärt er: »Seit dem Update [dem Vista-Service-Pack] ist Vista zweifellos ein Erfolg. Das heißt nicht, dass die Leute nicht mehr darauf herumhacken, aber wir haben um die 180 Millionen Stück davon verkauft. Die Qualität, die Kompatibilität und insbesondere die Akzeptanz auf dem Endkundenmarkt machen es zweifellos zum Erfolg, zumindest in den letzten sechs Monaten«.

Mit der letzten Bemerkung bestätigt er indirekt, dass Vista erst nach rund einem Jahr nach Marktstart die Microsoft-Erwartungen erfüllt. Zugleich hat Microsoft jedoch die Downgrade-Option für Windows XP verlängert (siehe »Überlebenskünstler Windows XP«) — Windows XP wird Vista also nicht ersetzen, sondern dem neueren Betriebssystem noch länger Konkurrenz machen. Zwischen dem (endgültigen?) Ende von Windows XP und dem Vista-Nachfolger Windows 7 liegen nächstes Jahr gerade mal 6 Monate. Selbst die Downgrade-Verlängerung nutzt Redmond — wenn in seltsam anmutender Argumentation —, um den Vista-Verkauf zu fördern: »Es entscheiden sich zunehmend mehr Personen für Windows Vista. Damit sie diesen Schritt zuversichtlich durchführen, bietet Microsoft eine verlängerte Downgrade-Option an«, kommentiert Microsoft die Aktion.

Auch mit dem Absatz weiterer Microsoft-Produkte zeigt sich Ballmer zufrieden: So soll sich die Xbox 360 sehr gut verkaufen und sei ein »absoluter Homerun«. Über den Klee lobt der Microsoft-CEO auch die IPTV-Plattform MediaRoom, Office 2007 und den Mediaplayer Zune.

Bild: Patrick Tehan/Mercury News

37 Kommentare anzeigen.
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  • Derfnam , 8. Oktober 2008 12:25
    Wie überraschend. Alles ist toll und wird immer besser. Aber erst ballmer die Hände in der Tasche zu Fäusten, hmh, Steve?
  • Gudi , 8. Oktober 2008 12:25
    Was war noch mal ein Mantra?
    Ein Wort, eine Silbe oder auch ein Spruch, welcher energiestimulierend wirkt... Eine Form der Meditation ist die ständige Wiederholung dieser Silbe(n) :-)
  • stanfordbinet , 8. Oktober 2008 12:29
    Lang lebe OEM :D 
  • hades85 , 8. Oktober 2008 12:52
    jeder der ein bisschen ahnung hat, weisst doch das vista sich nur so gut verkauft wegen der nötigung ein betriebsystem zu erhalten wenn man einen komplett rechner kauft. Lass jeden rechner ohne ausliefern und dann einen gutschein von 100€ austeilen dann entscheidet sich de rkunde für xp
  • xCx , 8. Oktober 2008 12:53
    jo, würd mich auch mal interessieren wie viel von den 180 Millionen bei komplett PCs zwangsweise beilagen (wo die meisten Käufer weder Ahnung von PCs noch von Betriebssystemen haben) und wie viel von den nicht "komplett-PC-Versionen" downgegraded wurden
  • tedstriker84 , 8. Oktober 2008 13:03
    Wenn man ehrlich ist, braucht man Vista nicht, aber wer (wie ich) auf ein schickes Design und die integrierten Backups Lösung (Business Edition) viel Wert liegt, kann bei der SB Version für 120€ nichts falsch machen. (Vorausgesetzt ist natürlich ein aktueller Rechner). Vieles ist auch leichter geworden, z.B. sind sehr viele Treiber von Haus aus mit an Bord. Für meinen Drucker musste ich noch nicht einmal Treiber installieren. Einfach Plug&Play...
  • leanproduction , 8. Oktober 2008 13:06
    Konnte Vista damals gratis über die FH bekommen als Student. Ich nutze es seit dem auch und bin mehr als zufrieden. Würde nicht mehr auf XP zurückwechseln... Läuft gut stabil ist kompatibel zu einer Hardware, hatte bislang keine Probleme. Wie gesagt, bin zufrieden. Ob man es sich unbedingt kaufen muss und ob es ein quantensprung von XP zu Vista ist, dass ist zweifelslos eine andere Kiste. Aber schlechter als XP ist Vista nun wirklich nicht...
  • jdoute , 8. Oktober 2008 13:07
    »Es entscheiden sich zunehmend mehr Personen für Windows Vista. Damit sie diesen Schritt zuversichtlich durchführen, bietet Microsoft eine verlängerte Downgrade-Option an« Ich lach mich krumm ! Mein Bruder, der einen PC Handel führt, verkauft Hauptsächlich PC und Notebooks mit XP oder zu XP downgradable, was auch für die Kunden ausführen muss. Fast die ganze Kundschaft ist an Vista NICHT interessiert !
  • Aliencow , 8. Oktober 2008 13:09
    Naja, klar ist Vista ein erfolg... Es gibt ja kaum noch PCs und Notebooks mit XP. Selbst die Business Geräte werden mit Vista Business inkl. XP-Downgrade verkauft - damit lässt sich der "Erfolg" von Vista perfekt schönreden ^^

    Nicht falsch verstehen, habe mir diesen Sommer neues System zusammengestellt und gleich auf Vista umgestiegen und bin absolut zufrieden damit. Nur einen wirklichen Grund von XP auf Vista umzusteigen gibt es kaum.

    Und das selbe wird Win7 passieren. MS sollte jetzt endlich mal Anfangen ein neues OS zu entwickeln. Ich versteh nicht wieso jetzt ein neues OS kommt, wobei das alte noch nichtmal 2 Jahre alt ist und wieder keine Änderungen einführen (neues Format-System WinFS, etc). Naja, kann man nix machen ^^
  • I-HaTeD2 , 8. Oktober 2008 13:19
    Windows wird immer ein Erfolg sein solange PCs mit Vista ausgeliefert werden ... Wenn man wirklich die Wahl hätte und es mehr Auswahl gäbe wäre Windows gar nicht mehr so toll und gefragt.

    Würden Linux bzw. Unixsysteme DirectX voll unterstützen würden die Absatzzahlen von Windows in den Keller gehen und Linuxdistris würden noch mehr gefördert so das diese auch in Sachen Bedienbarkeit dem breiten Markt besser angepasst werden würden.
  • metal_alf , 8. Oktober 2008 13:41
    Ich muss Aliencow zustimmen! Microsoft sollte sich schleunigst 1. an einen vollkommen neuen Kernel 2. neue Features und 3. evtl ein neues Bedienkonzept machen! Das Versprechen "Nach Windows 7 wird ein System mit neuem Kernel herausgebracht!" ist natürlich auch nicht gerade förderlich! Da sage ich z.B: Oke, XP läuf noch einigermassen gut, ich werde auf den neuen Kernel warten ... und hoffen dass meine Kiste bis dann überlebt!
  • jdoute , 8. Oktober 2008 15:32
    @metal_alf ! Sind Microsoft überhaupt imstande, einen neuen Kernel, Features und Bedienungskonzept zu machen ?
    Ich bezweifle das sehr, es hat zur Zeit keinen Konkurrenten dem man das Abgucken kann ! :D 
  • johannes_franke , 8. Oktober 2008 16:24
    Was neue Kernels angeht, darf man pessimistisch sein. Solange Windows draufsteht, muss es kompatibel zu bisherigen Windows-Applikationen sein. Ein neuer Kernel bringt nichts, wenn er 100% rückwärtskompatibel sein muss, denn genau dieses Feature macht ihn so groß. Ein Technologiewechsel kommt aber auch nicht in Frage, damit hätte man eine Linux-ähnliche Situation, dass das System zwar potent ist, aber die von Windows bekannte Software eine ganze Zeit lang nicht zur Verfügung stehen wird, die müsste ja logischerweise auch komplett neu geschrieben werden. Microsoft ist zwar ein Riese, aber so viel Kapazitäten haben sie nun auch wieder nicht. Sie können in Wahrheit weder zurück noch wirklich entscheidend nach vorne. Macht Euch keine Hoffnung darauf, dass Windows mal grundlegend neu aufgezogen wird. Wie man an Vista sieht, geht der Trend wohl eher dahin, das System immer größer und ressourcenfressender zu machen (nicht zuletzt, indem man die Oberfläche mit 3D-Effekten und 32Bit-Farbtiefe "aufpoliert"), was angesichts der Rechenpower zumindest neuer Rechner nicht mal wirklich ein Problem zu sein scheint. Ein wirklicher Fortschritt findet sich unter der Haube zumindest bei der Unterstützung von Multiprozessor-Architekturen, das ist aber für ein halbwegs nutzbares Vista auch bitter nötig.
    Nun sind alle Hersteller damit beschäftigt, XP abzuhängen. Microsoft durch DirectX 10 und den Versuch, den XP-Support und Downgrades zu einem recht baldigen Ende zu bringen, und die Hardware-Manufakturen dadurch, dass sie bald zu ihren Produkten nur noch Vista-Treiber bereitstellen (insbesondere bei Notebooks dürfte sich das bald durchgesetzt haben). Bedeutet, wer XP weiterhin nutzen will, muss zumindest auf Hardware-Fähigkeiten verzichten, da für XP die Treiber nicht verfügbar gemacht werden und die entsprechenden Komponenten des Computers folglich brach liegen. Bei Notebooks dürften zum Beispiel das Power Management und Spezialhardware wie Fingerabdruck-Leser ganz vorne dabei sein.
    Insofern wird man wahrscheinlich eh nicht drumherum kommen, sich Vista oder Windows 7 zu installieren. Jeder muss für sich entscheiden, was das kleinere Übel ist. Ein "bestes" Betriebssystem für alle gab's noch nie und wird es nie geben, da jeder seinen Favoriten hat...
  • highdelbeere , 8. Oktober 2008 16:51
    Naja! Wenn man die Zahlen so schön mit zum Downgrade befähigten Vista-Lizenzen manitpuliert, dann isch Vista auf dem Papier ja wirklich ein Erfolg.

    Was man allerdings nicht vergessen darf ist, dass die 64-bit-Version von Vista mehr als 4 GB RAM unterstützt. Dies wird Vista im nächsten Jahr einen Vorteil gegenüber XP verschaffen. Klar. Es gibt Windows XP 64 aber das ist relativ schwer verfügbar.

    Generell sieht man an Microschrott ääh ich meine Microsoft, dass ein Monopolist tun und lassen kann, was er will. Er könnte genauso gut die Beta 2 von Windows 7 als Vollversion verkaufen und damit immernoch einen Erfolg erzielen, weils dann allen neuen PCs beiliegt.

    @johannes_franke: Ich muss dir da ein wenig wiedersprechen: Es währe sehr wohl ein Technologiewechsel möglich. Wir haben das ja an Apple beim Umstieg auf Mac OS X gesehen: Da hat Apple eine komplett neue Technologie entwickelt und aus Kompatibilitäts-Gründen OS 9 in das System integriert. Die Folge war, dass man die alten Programme in der alten Umgebung nutzen konnte und dass man heute ein so schlankens System hat, dass man es auf das iPhone portieren konnte.

    Microsoft hätte das mit dem Sprung von XP auf Vista machen sollen, weil sich dann die Entwicklungszyklen verkürzt hätten. MS hat das nicht gemacht und muss jetzt mit einem überfrachtenden Vista weiter wursteln. Das heißt, dass wir dann ein noch mehr überfrachtetes Windows 7 bekommen werden, das sehr wenig neue Funktionen bietet, weil sich MS immer noch mit den Altlasten rumschlagen muss.
  • johannes_franke , 8. Oktober 2008 17:20
    Weiß nicht... ich denke, über MacOS X scheiden sich die Geister in ähnlicher Weise. Da wurde auch nicht von Grund auf neu programmiert, sondern ein modifiziertes Unix/Linux als Basis hergenommen. Microsoft hat seit jeher gegen Linux gewettert, was das Zeug hält, sie können jetzt schlecht auf genau diese Plattform setzen. Eine komplett neue Eigenentwicklung halte ich nicht für realistisch, so viele Ressourcen kann man für eine solche Aufgabe gar nicht haben. Man bedenke, wie viele Programmierer an Linux mitgewirkt haben, bevor Apple auf den Zug aufgesprungen ist. Microsoft müsste all diese Jahre mit einem Schlag nachholen und bei Null anfangen. Wie soll das gehen?
  • Knuprecht , 8. Oktober 2008 17:57
    Vista ein erfolg dank downgrading. Aber eigentlich warten die Firmen doch auf Win7.
  • highdelbeere , 8. Oktober 2008 18:38
    @DUNnet: Das Problem was Vista hat ist, dass es nicht wirklich neues beitet: Ok: Vista läuft stabil, XP läuft stabil und ist ausgereifter. Vista hat eine Oberfläche mit viel Schnickschnack, den keiner braucht und braucht sauviel Resurcen.

    Zugegeben: Das Gejammer beim Umstieg auf XP war sehr ähnlich, nur im Vergleich zum Umstieg auf Vista gabs wirklich einen Fortschritt: XP stürzte im Vergleich zu Win 98 wesentlich weniger ab. Das war auch der Grund, warum es 2001 kaum Forderungen für ein Downgrade gab. Damals gab es bei vielen Usern hingegen eher den Vergleich zwischen Win 2000 und XP. Der Grund hierfür war, dass Win 2000 die Hälfte kostete und etwas ausgereifter wer.
  • obtar , 8. Oktober 2008 18:52
    MacOS X = Darwin + Apple eigener Quartz Bedieneroberfläche, Rosetta erledigte die komplette alte MacOS Geschichte. Dafür gabs halt satt Dresche, das Rosetta auf X86 Umstieg total lahm lief und die ersten Versionen halt nicht sauber liefen. Im Gegenzug zu Microsoft zieht Apple halt solche Aktionen eiskalt durch :-D

    WinXP = der Klassiker von Microsoft, aber komplett überaltert da nur wirklich 32Bit tauglich und die 64Bit Version zickt halt an ein paar ecken.

    Vista = da hatte MS selber für solch einen miserablen Start+Ruf gesorgt.
    Palladium, NGSCB letztlich DRM genannt hatte einfach zuviele im Vorfeld vergrault. Hinzu kommt das die meisten Funktionen gestrichen wurden, die einen Umstieg interessant gemacht hätten. Übrig blieb ein System was einem kribbelbunt aufgestyletem+überladenem XP entspricht und zudem kostenpflichtig ist. Als netter Nebeneffekt ist Vista dermassen Ressourcenfressend, das sich gar der Zeitaufwand lohnt, gleich XP aufzuspielen X-)

    Hauptanreiz von Vista ist im Endeffekt nur DX10 fürs zocken.. na und? eine 9600GT läuft auch hervorragend mit DX9 :-P

    die x86-Technik krankt keinesfalls, bis jetzt konnte sich keine andere Technik nennenswert durchsetzen (Motorola mit 680x0 / IBM mit PowerPC) da diese dem Entwicklungshype einfach nicht hinterherkamen.

    Imho ist die Software die erkrankt ist, gerade im Windows Segment ist das alles hoffnungslos überladen.

    Vista ist mit Sicherheit nicht schlecht, aber es hat einfach kein einziges MustHave Feature. Denn selbst Tomshardware hat im offenbart das erst ab 8GB RAM unter Vista so wirklich die Post abgeht X-)
    http://www.tomshardware.com/de/Microsoft-Windows-Vista,testberichte-239936.html

    unterm Strich betrachtet: wieviele Systeme können denn wirklich diese Forderungen erfüllen, ohne komplett neu angeschafft zu werden?
  • borizb , 8. Oktober 2008 20:26
    Was soll der gute Mann auch sonst machen außer Vista loben? Wenn er sagt es ist doof - würde auch niemand was auf sein Geplapper geben, aber Leute würden vielleicht anfangen nachzudenken was wirklich Fakt ist.
  • konkretor , 8. Oktober 2008 23:15
    MESA69YINrennt das 64bit xp mit sp3 besser???


    nein tut es nicht, das es für XP 64 Bit kein SP3 gibt, da dieses auf dem Windows Server 2003 64 Bit basiert

    ganz andere baustelle
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