WD: Neue VelociRaptor kommt

Wie so oft müssen wir mit Details aufgrund eines Verschwiegenheitsabkommens (Englisch "non-disclosure agreement" oder kurz NDA) bis zum Stichtag warten, wollen aber auf Basis der im Internet bereits kursierenden Gerüchte eine kurze Vorabmeldung anbieten. Unter der Maßgabe, dass Testeergebnisse und technische Daten nicht vor dem vereinbarten Datum veröffentlicht werden, erhalten IT-Magazine auch von Western Digital neue Produkte einige Tage bis zu einigen Wochen vor Markteinführung.

Die Kollegen von DailyTech haben im Januar bereits über die kommende VelociRaptor-Generation berichtet. Vom Ansatz her bleibt alles gleich: Das 2,5"-Laufwerk arbeitet wiederum mit 10.000 U/Min und wird nun deutlich gesteigerte Kapazität bieten. Von 600 GB ist im Internet bereits die Rede; dem ist derzeit nichts hinzuzufügen. Auch beim Interface ist der Trend von SATA mit 3 Gb/s zu 6 Gb/s nicht mehr umzukehren.

Verbessert wurde zudem im Detail. Unsere Tests bescheinigen deutlich höhere Performance als beim Vorgänger, der mit 300 und 150 GB Kapazität zu haben ist. Einige technischen Eigenschaften wurden zudem verbessert bzw. aktualisiert. In Anbetracht der Leistungsfähigkeit aktueller 3,5"-Festplatten, die inzwischen teilweise 150 MB/s über die SATA-Schnittstelle transferieren können, war eine aktualisierung der VelociRaptor-Reihe allerhöchste Eisenbahn: Diese erreichen ihren Zenith schon bei ca. 125 MB/s.

Auch beim Vergleich zu Flash SSDs schauen selbst diese High-End-Festplatten eher dürftig aus. Dennoch: Wirklich gute Flash SSDs, namentlich die Modelle von Intel oder mit Indilinx Barefoot-Controller, kosten bei ausreichenden Kapazitäten noch immer mehrere hundert Euro. Klar ist schon jetzt, dass das neue VelociRaptor-Topmodell mehr Performance liefern wird als alle anderen mechanischen Festplatten, dabei jedoch viel mehr Speicherplatz pro Euro bieten kann als heutige Flash-Laufwerke. Unser Test wird Aufschluss geben.

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6 Kommentare
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  • twocent
    Die sequentiellen Lese- und Schreibraten mögen an die SSDs herankommen, aber bei zufällig verteilten Zugriffen und den Latenzen liegen Welten zwischen SSDs und dem, was mit Platten überhaupt möglich ist. Davon ganz zu schweigen, wenn mehrere unabhängige Tasks auf dem Speicher arbeiten wollen.

    Hat die VelociRaptor überhaupt noch ihre Nische? Wer günstig viel Platz will, der greift zur TB-Platte. Wer nicht aufs Geld schauen muss und einen flotten Rechner will, der nimmt eine SSD (plus TB-Platte fürs Medienarchiv...).
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  • JTRch
    Ich habe für das System eine SSD und für die Games ein Raid 0 mit zwei Raptoren, denn auch Games profitieren von schnelleren Datentransfer bei den Ladezeiten. Das zeigt sich zur Zeit beispielsweise bei Bad Company 2, wo ich fast immer der erste auf dem Server bin nach dem Laden. Ich sehe durchaus nach wie vor ein Kundensegment für die Raptoren.
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  • Techniker Freak
    @twocent
    Eine SSD als Systemplatte wird ja schon immer häufiger bei HighEnd Computern, allerdings nutze ich einen solchen PC nicht als Datengrab, dafür gibt es dann einen HTPC oder eine andere Lösungen via Netzwerk.
    Schneller Speicher mit höheren Kapazitäten ist immer noch gefragt (z.B. für Videobearbeitung) und wenn man vernüftige SSD's verwendet wird es doch recht schnell teuer.
    Wenn WD auf akutelle Platter setzt wird die neue Raptor wohl 640GB haben und das für schätzungsweise 300 - 350€, will man das mit SSD's realisieren darf man gut und gerne 1000€ und mehr einplanen.
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