[IDF] Ausblick bei Notebooks und UMPCs

Bei Intel haben mobile PCs, die sich traditionell in die drei Kategorien Notebooks, UMPCs und Smartphones aufteilen lassen, für die nächsten Jahre Vorrang. Dabei verläuft die Grenze zwischen UMPCs und Smartphones fließend, so dass sich heute noch nicht genau voraussagen lässt, welche Plattform das Rennen im Massenmarkt macht. Zumindest steht mit dem Apple iPhone ein Kandidat demnächst in Deutschland am Start, der für weite Verbreitung sorgen könnte. Erstaunlicherweise kam Intel bei diesem IDF nicht auf den Partner Apple zu sprechen. Es ist vor allem das Thema Akkulaufzeit, welches in der Keynote von Justin Rattner und Dadi Perlmutter oft betont wurde. Dabei hat der Chiphersteller in den letzten Jahren eine ordentliche Steigerung erreicht:

Gegenüber der Merom-Plattform konnte bei Notebooks durch "Santa Rosa" die Akkulaufzeit um 40 Prozent gesteigert werden - laut Intel-Angaben. Ab 2008 sollen Notebooks mit Montevina-Plattform nur noch 25 Watt verbrauchen. Gegenüber den noch aktuellen Notebooks kann beim Core 2 Duo mit Penryn-Kern der L2-Cache vollständig abgeschaltet werden, was zur Senkung des Stromverbrauchs beiträgt. Erste Muster mit Penryn-Prozessor basierend auf dem Cantiga-Chipsatz gab es nach den Vorträgen zu sehen. Neue Notebooks mit Core 2 Duo und verkleinertem Penryn-Kern sollen problemlos HD-DVD- und Blu-Ray-Inhalte in voller HD-Auflösung wiedergeben können. Nach wie vor verzeichnen Desktop-Systeme einen Leistungsvorspruch gegenüber Notebooks, vor allem dann, wenn es um das Thema Spiele geht.

Seit knapp 2 Jahren versucht Intel den Standard für drahtlose Datenübertragung - WiMax (IEEE 802.16) - durchzusetzen. Zumindest in Deutschland ist diese Technik eher uninteressant, da beispielsweise WLAN eine hohe Abdeckung erreicht hat und sich einfach implementieren lässt.

Viel Potenzial sieht Intel bei der Weiterentwicklung der so genannten UMPCs, die sich von ihrer Größe her zwischen Notebook und Smartphone einordnen. Vor allem mobiles Internet ist eines der Kernthemen. Neben weniger interessanteren Exemplaren wurde ein Vorserienmuster des Asus R3 gezeigt, welches mit einer Bildschirmauflösung von 1024x600 Bildpunkten (4,8 Zoll Diagonale) kommen soll. Das wäre deutlich mehr als das Apple iPhone (480x320 Bildpunkte und 3,5 Zoll Diagonale) bietet. Überhaupt sieht das R3 wie ein verlängertes iPhone aus. Für 2008 hat Intel eine neue Plattform für UMPCs angekündigt: Bei der unter dem Codenamen "Mooreston" laufenden Plattform handelt es sich um ein System auf einem Chip (SOC). Sämtliche Komponenten wie CPU, Grafik und Speicher sind in 45-nm-Strukturen integriert.

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