Windows 7: Wenig Neues

Seit Wochen wird im Web über den Windows-Vista-Nachfolger mit Codenamen Windows 7 spekuliert. Nun stellt Microsoft einiges klar: Im Januar 2010 soll es kommen — aber ohne neuen Kernel.

Geschäftskunden und Entwickler werden mit der wohl wichtigsten Info zu Windows 7 beruhigt: Windows 7 wird keine neuen Anforderungen an Hard- und Software stellen. Wer jedoch darauf gehofft hatte, Microsoft würde den Ballast früherer Betriebssystem abwerfen, wird enttäuscht sein: Der Kernel von Windows 7 soll auf dem Vista-/Server-2008-Kernel basieren und wird keine Neuentwicklung sein. Dies bestätigte Windows-Chefentwickler Steven Sinofsky in einem Interview mit dem Branchndienst Cnet.

Schon im Januar dementierte Microsoft so ziemlich alle Spekulationen über das kommende Desktop-Betriebssystem (siehe »Microsoft dementiert Gerüchte zu Windows 7«). Hieß es in den letzten Wochen zudem, dass Windows 7 eventuell schon 2009 auf den Markt kommen könnte, so spricht Sinofsky nun Klartext — auch wenn er nicht allzu viel Neues ausplaudert.

Laut Sinofsky soll das neue Betriebssystem wie auch frühere Windows-Systeme sowohl in 32-Bit- als auch in 64-Bit-Versionen erscheinen. Allerdings baut Windows 7 in Sachen Kernel, dem Treibermodell und dem Grafiksubsystem auf Vista auf. Damit wird es die gleichen Hardware-Anforderungen haben wie Vista. Zu Vista kompatible Applikationen sollen problemlos auch auf Windows 7 laufen.
Natürlich wird der Kernel weiterentwickelt, dabei geht man von Windows Server 2008 aus. Verbessert werden auch das Speichermanagement, die Netzwerkfähigkeit und Sicherheitsfunktionen. Auf einen Punkt legt Sinofsky Wert: Windows 7 soll ein Major-Release von Windows werden, kein Update oder etwa ein Vista-Aufguss. Immerhin verspricht er »a lot of features«, die Microsoft integrieren wird.

Erstelle einen neuen Thread im News-Forum über dieses Thema
Dieser Thread ist für Kommentare geschlossen
20 Kommentare
    Dein Kommentar
  • jehaa
    hmmm, hört sich ja net so dolle an, schade
    1
  • Anonymous
    wenn ms windows mal komplett modular aufbauen würde (wozu warscheinlich ein neu coden nötig wäre) und alle API's und schnittstellen gut dokumentiert offenlegen würde.... man würde es lieben
    sie müssten nicht mal auf alte dinge verzichten... man könnte sie ja hinzufügen aber sie müssen nur wirklich geladen werden wenn es von nöten ist...
    aber wie es aussieht wird ms das nie machen leider
    2
  • rene1502
    Hört sich ja mehr nach nem teuren Servicepack an... das is schon recht arm.
    Ist doch klar, dass ein Windows ohne komplett neuen Aufbau, keinen Sinn mehr macht, so kann es einfach nicht schneller und besser werden.
    0