Windows 8 unterbindet das direkte Starten auf den Desktop

CNET berichtet, dass User des kürzlich geleakten RTM-Builds von Windows 8 und Windows Server 2012 entdeckt haben, dass sich eine der von Microsoft seit dem Launch des letzten öffentlichen Builds (Windows 8 Release Preview) von durchgeführten Änderungen mit dem Boot-Prozess beschäftigt. Microsoft soll verhindert haben, dass Users den Kachel-Statbildschirm umgehen; man kann alos nicht mehr direkt in den Desktop-Modus booten.

In älteren Windows-8-Builds konnten Anwender einen Shortcut einrichten, der direkt auf den Windows-8-Desktop führt. Wenn der User den Rechner nicht in das gekachelte Desktop-User-Interface (ehemals als Metro bekannt) booten wollte, könnten sie diesen Shortcut einfach so timen, dass er direkt nach dem Einloggen in den User-Account aktiviert wurde.

Rafael Rivera, Co-Autor des kommenden Buchs Windows 8 Secrets, will mit Hilfe von Usern, die den RTM heruntergeladen haben, verifiziert haben, dass Microsofts Blockierung dieser Boot-Umleitung in der Tat vorhanden ist. Er glaubt außerdem, dass Microsoft es Administratoren unmöglich gemacht hat, mittels Gruppenrichtlinien den gekachelten Startbildschirm zu umgehen. So wie es aussieht, versucht Microsoft also mit allen Mitteln den alten, gewohnten Desktop außer Sicht zu halten, so dass sich die Anwender an Windows' neue Kachel-Ära gewöhnen müssen.

CNET weist aber auch darauf hin, dass es etliche Tastaturkürzel – Windows + D, Windows + B und Windows + M – gibt, mit denen dem Kachel-Design ablehnend gegenüberstehende Anwender schneller und einfacher in den Desktop-Modus wechseln können. Wie unsere US-Kollegen letzte Woche berichteten, bereitet Microsoft gleichzeitig auch Windows-8-spezifische Peripheriegeräte vor, mit denen die Benutzung des Kachel-Designs für all jene einfacher werden soll, die Windows 8 an einem Rechner ohne Touchscreen nutzen.

Microsofts Blockierung des Startbildschirmumgehung könnte sich jedenfalls gerade für Unternehmen als schlechte Neuigkeiten erweisen, die ihre Rechner auf Windows 8 umstellen wollten. Denn sie werden nun Geld und Zeit aufwenden müssen, um ihre Angestellten für das neue Windows-Interface fit zu machen und um ihnen beizubringen, wie sie künftig ohne den Start-Knopf klarkommen. Wie John Carmack von id Software könnten sie sich daher leicht zu der Meinung durchringen, dass sie mit Windows 7 rundum zufrieden sind und ihren Geschäftsbetrieb nicht mit der Umstellung auf eine neue, gekachelte und Touch-zentrierte Nutzeroberfläche durcheinanderbringen wollen.

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32 Kommentare
    Dein Kommentar
  • GastLeser1435@guest
    Bin mal gespannt wie das neue BS läuft... Ich werd mir den Dreck sicher nicht installieren.... Da warte ich auf das nächste BS und bleibe bei Windows 7... Windows 8 wird genauso ein Griff ins Klo wie es Vista war... das natürlich nur meine Meinung
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  • nordlampe@guest
    Es ist eban as Zeit sich nach Alternativen umzusehen. Für Firmenkunden ist dies natürlich ein (zu..) großer Schritt, aber der Privatanwender kann mit Linux und MacOS gut leben.
    Alternativ wartet man auf den Nachfolger von Windows 8 und nutz weiterhin Windows 7 Ich könnte mir vorstellen, dass Windows 9 wieder brauchbar wird und Win 7 wird schließlich lange genug gepflegt...
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  • klomax
    Windows 7 wird noch laaange Freude bereiten. - Mir zumindest.

    Es ei denn, MS unterbindet mittelfristig seinen Support, um den Umstieg auf 8 zu "erleichtern".
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