Windows Live Office - Mini-Office kostenlos im Web
Google machte es mit den GoogleDocs vor: Ein freies, minimalistisches Office im Web. Microsoft kündigte daraufhin einen ähnlichen Dienst an. Gestern wurde die erste Stufe der Office Web Apps freigeschaltet.
Nach einer neunmonatigen Preview-Phase hat Microsoft gestern seine kostenlosen Office Web Apps (OWAs) zur allgemeinen Nutzung freigeschaltet. Offiziell startet der Dienst erst einmal in den USA, Großbritannien, Kanada und Irland, und die Anwendungen sind in den Sprachen Englisch und Spanisch (USA) sowie Französisch (Kanada) verfügbar. Weitere Sprachen sollen im Laufe der nächsten Monate folgen. Wer eine Windows-Live-ID benutzt, kann sich aber auch in anderen Ländern einloggen, muss sich dann aber mit einer der drei angebotenen Sprachen arrangieren.
Vorerst funktioniert der Dienst in Verbindung mit Windows Live SkyDrive und ist unter office.live.com zu erreichen. Später soll noch eine Integration mit Hotmail ergänzt werden. Voraussetzung ist neben der Live-ID ein aktueller Browser. Unterstützt werden der Internet Explorer ab Version 7, Chrome (Windows und Mac), Firefox ab 3.5.x (Windows, Mac, Linux) und Safari ab Version 4 (Mac). Auch einige mobile Browser sollen die Office Web Apps nutzen können. Wie Arstechnica erfahren hat kann man Word-, Excel- und Powerpoint-Dateien auf dem IE ab Windows Mobile , Safari 4 auf dem iPhone 3G/3G, Blackberry 4.x und neuer, Nokia S60, NetFront 3.4/3.5+, Opera Movile ab 8.65 und Openwave 6.2/7.0+ zumindest öffnen und anschauen kann.
Laut Microsoft ist neben der Unabhängigkeit vom eigenen Computer einer der Vorteile, dass die OWAs mit einem installierten Office zusammen arbeiten sollen. Beispielsweise bringen sie einen Knopf mit, der das geöffnete Dokument im lokal installierten Office öffnet. Mit Office 2010 soll diese Kooperation erweitert werden (offline arbeiten, kooperative Bearbeitung, Kommentarfunktion). Genaueres will Microsoft aber erst mit der Veröffentlichung des neusten Office-Pakets, die für nächste Woche angesetzt ist, erklären. Mehr Informationen findet man aber schon heute auf Microsofts Windows Blog (Englisch).
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Google soll sich warm anziehen.
Wenn man online die selben Möglichkeiten wie in der offline Version von MS Office hat (mindestens für die meist-benutzten Funktionen), dann wäre es ein (Cloud) Hit.
So ein Internet Office macht vieles einfacher. Man braucht keine Office Installation mehr auf dem Rechner. Für paar Briefe und die Nebenkostenabrechnung als Tabellenkalkulation völlig ausreichend. Der Funktionsumfang der installierbaren Office Versionen ist ja mörderisch.
Ja.
Stellt sich nur die Frage, wie lange es Gratis bleiben wird.
Und viel wichtiger wie sieht mit Dateien öffnen und speichern bzw. wieviele werden private Dokumente auf irgendein Server laufen lassen.
Wo soll es denn hinführen wenn Microsoft und Google sämtliche sensiblen Daten dieser Welt auf ihren Servern hosten, mit dem Argument sie seien dort sicherer?
Das speichern solcher Daten im Web sollte verboten werden.
Schön dass schon die ganze Welt ihren Terminkalender auf Microsofts servern liegen lassen kann, damit man vollkommen transparent ist.
Jetzt fehlt noch eine Buchhaltungs- und Banking-Software für Firmen mit Datenspeicherung auf Googles servern, dann können sich Microsoft ud Google gleich um die Weltherrschaft streiten um es überspitzt auszudrücken.
@holgiheftig - Niemand wird gezwungen, sensible Daten hochzuladen bzw. dort zu speichern. Zumindest bei OWA kann man auch offline Arbeiten. Also beispielsweise vom USB-Stick laden, bearbeiten, lokale Kopie speichern, fertig.
Firmen werden einen solchen Dienst ohnehin nicht in Anspruch nehmen. Eher steht zu erwarten, dass der Einsatz klipp und klar verboten wird. Stichwort Datenleck.
Für "mal eben zwischendurch" ist es ein praktisches Tool, nicht zuletzt wegen der Dateikompatibilität - so bleibt die Formatierung wenigstens erhalten usw.
Natürlich kann niemand gezwungen werden diese Software zu nutzen. Allerdings sind sich viele Nutzer des Risikos garnicht bewusst bzw. ignorieren dies aus Bequemlichkeit.
Auch für Firmen halte ich ein "mal eben zwischendurch" nicht ausgeschlossen.
Und auch falls man die Daten lokal speichern kann: wie kann der Anwender sicher sein, dass nicht zusätzlich noch eine "Sicherheitskopie" woanders abgelegt wird?
Es ist genau wie bei den ganzen Datenbanken der Sozialen Netzwerke, nur diesmal sind die Daten noch ein Stück sensibler.
@holgiheftig
Die meisten Firmen benutzen VPN. Keine Firma wird die Risikos akzeptieren und solche Cloud-Anwendungen zulassen.
Für die Normalos aber, ist es eine durchaus denkbare Möglichkeit: Man muss (fast) nichts installieren und erhält aber ein vollwertiges Office-Suite. Ich nehme an, die normale Leute brauchen normaler Weise einfache Text/Tabellen Bearbeitungtools. Ich selber nutze bei meiner Arbeit andere Funktionen des Office-Paketes als zuhause und gelegentlich verwende ich auch die Google-Lösung um schnell mit anderen Leuten Dokumente zu teilen und schnell zu Bearbeiten. Die einfache Funktionen des Google-Paketes sind mir genug um schnell ein Dokument oder eine Liste zu bearbeiten. Um Briefe zu schreiben gibt es schon ausreichende Cloud-Lösungen.
Ich sehe das Risiko auch bei den Privatanwendern. Es sind zu viele Informationen die hier einfach unbewusst preisgegeben werden.