WinHEC: 256 Cores für Windows 7
Bis zu 256 CPU-Kerne sollen Windows 7 und Windows Server 2008 R2 nutzen können - dies hatte Microsoft bereits in der vergangenen Woche bekannt gegeben. Nun präsentierte der Softwareriese die Funktion eindrucksvoll.
Auf der WinHEC wurden Serversysteme vorgeführt, welche mit 192 Cores und 256 Threads arbeiteten. Die Systeme stammen von HP und IBM. Windows Server-Chef Bill Liang erklärte, dass es »Mircosoft gelungen sei, grundlegende Hürden im Systemkern zu überwinden«. Dies macht eine Unterstützung von bis zu 256 Prozessoren möglich. Ein wichtiger Schritt - schließlich steigen die Taktraten bei Prozessoren bereits seit Jahren nicht weiter an, die Anzahl der CPU-Kerne erhöht sich hingegen von Generation zu Generation.
Dass dies gelungen ist, konnte Bill Laing auf der WinHEC eindrucksvoll vorführen: Ein IBM-Server der Serie 3950M2, welcher mit 32 Dunnington-Xeons 7400 mit jeweils 6 Kernen und 512 GB RAM bestückt war, arbeitete zunächst mit nur 64 Kernen: Die neue SQL-Server-Version lastete die CPU-Kerne so aus, dass eine Last von 80 % entstand. Mit Hilfe eines Konsolenbefehls wurden schließlich alle 192 CPU-Kerne belastet, auch hier entstand eine Last von 80 %, einige der Cores hatten »Vollanschlag«. Auch eine Unterstützung für 256 Threads konnte Microsoft vorführen: Eine Itanium-Maschine von HP, welche mit 64 Dual-Core-Prozessoren ausgestattet war, die zudem über Hyperthreading verfügen - das ergibt 256 Threads - konnte ebenfalls zu 80 % ausgelastet werden.

Mark Russinovich, Microsoft Technical Fellow - vor allem bekannt durch die systemnahen Tools von SysInternals (inzwischen ebenfalls zu Microsoft gehörend) - erläutert, wie der Durchbruch gelungen ist: So wurde der »Dispatcher Lock« von Windows »geknackt« - eine Grenze, die bereits auf der Grundlage von Windows NT4 basierte. Zur damaligen Zeit waren Systeme mit mehr als 32 CPUs Zukunftsmusik - auch bei Windows XP ist diese Beschränkung noch im Taskmanager sichtbar; unter Vista wurde hingegen die Darstellung geändert. Der Kernel-Entwickler Arun Kishan hat nun die Beschränkung aufheben können.
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Ich seh die Zukunft schon kommen, Hausgroße Rechner, voll bestückt mit CPUs
256 Kerne braucht man vermutlich auch, um Solitär unter Windows 7 ruckelfrei zu spielen...
Die Kühlanlage für so ein System will ich mal sehen
Soviel zum Thema "Green-IT", obwohl das mehr Marketing ist als alles andere.
Hallo,
da fallen mir zwei Sachen auf:
Leider sagt der Artikel nicht, wie getestet wurde. Was bedeutet denn eine 80% Auslastung bei 96 Cores und 80% bei 192 Cores?
Allein der Verwaltungsaufwand der DBMS zur Koordinierung der ganzen Cores steigt pro Core. Im aktuellen "Linux-Magazin" gibt einen interessanten Artikel zur Datenbankoptimierung (hier mit mySQL). Die Autoren haben festgestellt, dass eine mySQL-Datenbank nicht mit der Anzahl der verwendeten Cores skaliert. Ich denke, dass so ein Problem auch ein Oracle- bzw. msSQL-Server hat. Man möge mich eines Besseren belehren.
Windows 7 verwendet Teile des Codes von Windows NT 4.0? Das letzte Service Pack kam 2001 raus, vor 7 Jahren. Ich weiß nicht, ob das so eine gute Idee ist, auf so eine alte Codebasis zurückzugreifen.
Mich wundert es dann aber nicht, dass der Editor (notepad.exe) von Microsoft seit Windows 95 immer noch mit den gleichen minimalen Features lebt (maximal ein Undo-Schritt), nur bei jeder Windows-Version immer bunter aussieht. Ich freue mich schon auf ein Wiedersehen unter Windows 7 :-)
Es baut nunmal alles aufeinander auf. Eine einmal geschriebene Funktion wird oft weiterverwendet, und das über Jahre hinweg - dies ist Standard in der Softwareentwicklung. Selbst zu Assemblerzeiten wurden Funktionen in Bibliotheken ausgelagert und weiterverwendet, das ist einfacher als das Rad immer neu zu erfinden.
Eine Oracle hat ganz andere Möglichkeiten zur Parallelisierung von Abfragen. Dort wurde eine Menge Intelligenz in die Aufteilung und Parallelisierung von Abfragen investiert. Da werden wird bei mySQL noch einiges an Zeit vergehen, bis man da soweit ist. Komplexe Abfragen skalieren sehr gut über die CPUanzahl. Sehr einfache Abfragen skalieren dann eher über die IO-Anbindung.
"...but I predict that within 100 years, computers will be twice as powerful, 10,000 times larger, and so expensive that only the five richest kings of Europe will own them."
Komplexe Abfragen skalieren sehr gut über die CPUanzahl. Sehr einfache Abfragen skalieren dann eher über die IO-Anbindung.
Ich würde das sogar erweitern: komplexe Abfragen skalieren sehr gut über das eingesetzte Datenbanksystem. Und da steht mySQL eben relativ weit unten im Ranking.
Plant Intel nicht 80Core pro CPU für Homuser (welche dann aber super klein sind mit jeweils 200 oder 400MHz?).
Na dann gehts ja^^
Plant Intel nicht 80Core pro CPU für Homuser (welche dann aber super klein sind mit jeweils 200 oder 400MHz?).
Das mag heute etwas übertrieben erscheinen. Aber der Weg geht eindeutig in die Breite. Die Taktraten liegen seit vier Jahren bei knapp 3,5 GHz. Es bleibt also nur der Weg, die Mikroarchitektur zu ändern und die Kernanzahl zu erhöhen. Da gleichzeitig die Prozesstechnologie immer kleiner wird, bleibt die Verlustleistung trotz doppelter oder vierfacher Core-Anzahl nahezu gleich.
Wenn man nach dem Moorischen Gesetz geht (die anzahl an Schaltkreisen/mm² verdoppelt sich alle 18 Monate)sind wir 2015 bei 64 Cores pro CPU(im Home bereich).
Wenn die Parallelisierung in der Programmierung besser voran geht als erwartet auch schon eher, dann allerdings mit geringerer Zahl an Transistoren/geringerem Takt zu Gunsten der Verlustleistung.
hallo leute! der eigentlich interssantere teil des beitrages ist fuer mich ist...
IBM x3950M2 mit skalierbarkeit auf 32CPU's???
Dieses System ist in der Form nicht kaeuflich! x3950M2 ist nur bis 16CPU's skalierbar! 4-Server-Stack... Hat IBM da "versteckt" Muskeln gezeigt?? Oder einen versteckten Ausblick auf was da kommt?? Wuerde mich echt interessieren, da wir diese systeme in unsere IT einsetzen... allerdings ist bei 16 immer ende!
Kann die Redaktion da mal nachforschen??
DANKE!!
Ist schon bekannt wieviel RAM Windows7 maximal unterstützen wird?
mit 64-bit, einer "datacenter edition" und der richtigen maschine?? es sollte im TB bereich liegen.... denke ich jetzt mal laut..
Ich versteh nicht wie sich da manche in die Hose machen können weil sie glauben das man in zukunft nen eigenen Garten für den PC braucht!!!???
Das is wohl einleuchtent das sich das nicht durchsetzt, besonders jetzt wo sowiso alles kleiner wird, siehe "NETBOOK's".
Es wird ja nicht umsonst eine immer kleinere Fertigung angestrebt, sodass die CPU zwar mehr Cores hatt aber trotzdem nicht größer wird.
Und wegen Energieverbrauch mach ich mir da sowiso keine sorgen denn wer kauft eine CPU die ein eigenes Atomkraftwerk zum laufen braucht!?
Aber OK bitte wenn ihr euch mit solchen Texten nur abreagieren wollt hab ich nichts dagegen.
Achja ich wäre im übrigen auch dafür das die Programmierung nicht immer auf Altem aufsetzt sondern mal, fals das überhaupt möglich ist, neu und Resourcen sparender programmiert wird
Frohe Ostern .... aso kommt ja erst ^^
@Hawk:
Irgendwie klingt es eher, als würdest DU dich abreagieren O.o
Lern mal etwas mehr über die Materie und gebe dann Kommentare ab. Gilt leider nicht nur für dich hier
@Hawk / momo2k: naja, er hat in gewissem Sinne schon recht... immer wenn's News zu neuer Technik, besonders sowas wie Supercomputern und so gibt, wird immer gleich gespammt das man ja soooo irre viel Energie benötigt und sooo irre viel Platz und bla...^^
Fakt ist doch aber, das die Leistung der Supercomputer mit der Zeit exponentiell angestiegen ist, wenn man mal Leistung / benötigten Platz / Energieverbrauch ins Verhältnis setzt...
Und das ist bei normalen PCs genauso, niemand würde CPUs kaufen die mit 1 kW oder nochmehr TDP daherkommen und schon ne Kühlung per flüssigem Stickstoff oder sowas brauchen, ist doch vollkommener Quatsch und auch wenn die Technik tendenziell billiger wird mit der Zeit, so wird Intel auch sicher keine PCs für zu Hause bauen, wo man 32 einzelne CPUs o.Ä. draufbauen muss, denn die Dinger wären groß/unhandlich und vor allem kosten sie 32 CPUs, selbst wenn nen Intel Core i10 oder wie der dann auch immer heisst nur noch 50 Euro kostet, wärens allein 1600 Euro für die CPUs -> Dünfpfiff.
Solange wir bei der heutigen "Methodik" bleiben, wird es dabei bleiben das ein PC genau eine CPU eingepflanzt bekommt und die wird denk ich mal auch in etwa gleichgroß und allenfalls weniger stromfressend sein als die heutigen und dann aber eben halt z.B. intern über 32 Cores, oder 64 oder wieviel auch immer verfügen...und für die Enthusiasten wirds vielleicht auch ma Boards mit 2 oder 4-CPU-Sockeln geben, aber das wars...
Und noch zum Thema: Marktreif ist zwar noch nichts von alledem, aber es wird doch schon seit Jahren an Bioprozessoren geforscht, genau wie an Quantenprozessoren & noch vielen anderen Techniken die deutlichen effektiver arbeiten als die heutigen Transistoren...2015 wird man davon denk ich mal zwar noch nich viel sehen, aber ich gehe mal stark davon aus, dass das "Mooresche Gesetz" nich mehr allzu lange Anwendung finden wird... vielleicht 2020, vielleicht auch erst 2050, aber mit Sicherheit "bald" genug wird die "wirklich" nächste Generation von Computerchips die altgedienten und im Vergleich ultralangsamen Transistoren ablösen...
@Chaos:

Windows Se7en wird nur als 64Bit System raus kommen, wodurch resultiert wieviel Arbeitsspeicher unterstützt wird. Das ist nämlich nicht vom Betriebssystem (kurz OS) beschränkt, sondern von der Speicheranbindung.
64 Bit - demnach wird gerechnet 2^64 = 1.84467441 × 10 hoch 19.
Wird bei ein paar Quad Zillionen TB liegen
Sorry vertan!
10^18 wären Trillionen (also eine 1 mit 18 Nullen).
Also bei 1,8 Trillionen Bite / 1024 / 1024 = 1.7592186 × 10^13 was also 17,5 Billionen GB wären.
Mit 64Bit sind 18,5 Exabyte adressierbar. Oder auch 18,5 Trillionen Byte.
Aber eigentlich, da wir uns ja hier in einem Zweier-basierten Zahlensystem aufhalten eigentlich sind es 18 Exbibyte. Klingt merkwürdig, ist aber tatsächlich IEC-Standard.
Schau hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Byte# [...] .C3.A4fixe
Und?
Ist das was super neues? Linux kann das schon seit Jahren!
2^64(64bit) sind 16 Exabyte(Exbibyte), nicht 18.
2^64 / 2^60 = 2^4 = 16
was das fürn Quatsch kamex?
2^64 = 18.446.744.073.709.551.616 Byte und das sind immernoch 18 Exbibyte und NICHT Exabyte und schon gar nicht 16 oder so...
...Windows Se7en wird nur als 64Bit System raus kommen...
Ich dachte ich hätte irgendwo mal gelesen das erst der Nachfolger von Windows Se7en nur noch in 64Bit erscheint.
Windows Se7en soll wenn ich mich recht entsinne auch für 32Bit kommen.