Anmelden mit
Registrieren | Anmelden

Nanodot-Memory ist 100x schneller als heutige Speicher

Von , Douglas Perry - Quelle: UC Berkeley | B 11 kommentare

Taiwanesische und US-amerikanische Forscher wollen eine neue Speichertechnik entwickelt haben, die die Geschwindigkeiten heutiger Speicher um den Faktor 100 übertreffen soll.

Laut einem in der aktuellen Ausgabe von Applied Physics Letters veröffentlichten Forschungspapier nutzt das Gerät nichtleitendes Material, das horizontal ausgerichtete, nicht-überlappende Silizium-Nanodots (Si-QD) enthält, die einen Durchmesser von ungefähr drei Nanometern haben und ein einzelnes Speicher-Bit repräsentieren. Die Speicherfunktion wird durch eine metallische Schicht auf der Nanodot-Oberfläche ermöglicht, die als Gate genutzt wird, um die An-/Aus-Zustände der Nanodots zu kontrollieren.

Laut der Publikation liegt die Betriebsspannung des nichtflüchtigen Speichergeräts bei sieben Volt, die Programmierungs-/Löschgeschwindigkeit der Nanodots wird mit weniger als einer Mikrosekunde angegeben.

Der Speicherprozess selbst nutzt kurze Stöße grünen Laserlichts, das auf spezifische Regionen auf der Metal-Gate-Schicht zielt und individuelle Nanodots erreicht. Die Wissenschaftler behaupten, dass die für diese Speichergeräte benötigten Materialien und Prozesse zu aktuellen Halbleitertechnologien kompatibel sind und auch auf andere Gerät angewandt werden können, die auf fortschrittliche Strukturen setzen.

Zur theoretischen Kapazität eines solchen Speichers wurde nichts gesagt. Auch über den möglichen Zeitpunkt, an dem diese Technik dem Labor-Kinderschuhen entsteigen und reif für die Massenproduktion sein könnte, wurde Stillschweigen gewahrt.

Kommentieren 11 Kommentare anzeigen.
Sortieren nach: Neueste zuerst | Älteste zuerst
  • Krampflacher , 21. April 2012 10:27
    Schade, man hört so viel von neuen Techniken. Vor ca. 8 Jahren: Neue Photovoltaik-Solarzellen von Sharp, die doppelt so effizient sein sollen. Vor 10 Jahren: Künstlicher Zahnschmelz, angekündigt für die nächsten Jahre. Ebenso mit Gentechnik geschaffene neue Zähne, "dauert mindestens noch 10 Jahre". 2003: Ein optischer Speicher, der 1 TB auf eine Scheibe bringen soll. 2008: Forschung an neuer Batterietechnik, welche die Speicherdichte auf ein Mehrfaches erhöhen soll.

    Und was kam jemals dabei raus? Nix.
  • checkmate , 21. April 2012 10:58
    Ein weiteres Beispiel was vor ca. 10 Jahren große Hoffnung bereitete ist die Kernfusion (Kernverschmelzung) von Wasserstoff zu Helium in Kraftwerken als ablösende Technologie zur umstrittennen Kernspaltung. Außer das es seit Jahrzehnten Versuchsreaktoren gibt, scheint nichts bei rum zu kommen. :-)
  • sebush@guest , 21. April 2012 10:59
    seh ich auch so... das liegt evtl daran, dass dem kunden stück für stück verkauft werden muss und kohle verdient werden muss... ist halt marktwirtschaft
  • a97584 , 21. April 2012 13:01
    ich glaub eher das liegt daran dass neue entwickelte technologien immer gern angepriesen werden aber die umsetzung (in dem beispiel wohl die fertigung) nicht so schnell in den griff zu kriegen ist.
    natürlich spielen auch marktwirtschaftliche faktoren eine rolle: wenn man mit flash viel geld verdienen kann und die technologie erprobt ist, wäre alles andere ein risiko...
  • Lord Nelson , 22. April 2012 00:45
    Ich glaube, man sollte hier nicht die Schuld bei den bösen Wirtschaftlern oder so suchen. :-) Es ist ein generelles Prinzip, dass Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung sehr lange brauchen bis sie tatsächlich kostengünstig und beherrschbar genug sind, um in großem Stil in Produkten Verwendung finden zu können. Falls sie es denn überhaupt auf den Markt schaffen. Würde man es tatsächlich hinkriegen, ein Produkt mit einer solch völlig neuen Technik zu bauen, so wäre der Preis wohl jenseits von gut und böse. Solche Produkte nützen niemandem was. Und wenn dann plötzlich doch was schiefgeht (Datenverlust in verschiedenster Form und wegen verschiedenster Gründe, irgendwelche Umwelt-Unverträglichkeiten usw.), dann wäre der Aufschrei gleich groß.
    Also lasst uns lieber warten, bis neue Erkenntnisse soweit erforscht und verfeinert werden, dass wir funktionierende Dinge zu vernünftigen Preisen kaufen können. ;-)
  • michka@guest , 22. April 2012 11:15
    es liegt immer daran das man geld verdienen muss , ist halt kapitalismus pur :) 
  • Haare_dazu_noch@guest , 22. April 2012 11:38
    @Krampflacher

    Man sieht, daß du junger, als ich bist. Über Künstlicher Zahnschmelz habe ich vor 20-25 Jahren gelesen. Daß es schon so weit war, daß man das morgen-übermorge Zahnärzlich anwenden sollte. Nur noch nach dem man einige kleinigkeiten bereinigt.
    Ich errinere mir, daß mein Näffe, als er in die Schule gegangen ist, mir die gleiche Witze erzählt hat, welche ich, als ich noch Schuhler war, in der Schule gehört habe. In der Wissenschaft scheint es änliches in Bezug auf Witze zu sein.
  • peatches@guest , 22. April 2012 12:44
    ich seh das genauso wie sebush. Sehr auffällig is das bei den optischen Speichermedien. Da dauert es jahre lang um von single speed cd-rom auf double, 4x 8x 12x usw. zu kommen. Damals hab ich das der Industrie noch abgekauft das es ultra schwer ist die Scheibe schneller drehen zu lassen und das abzutasten. Aber dann ging das selbe Spiel wieder von vorne los bei Brennern, DVDs, DVD-Brenner, BlueRay, und aktuell BlueRay Brenner. Deswegen hab ich dieser Branche auch den Rücken gekehrt. Generell ist alles mehr ne langsame und stetige Evolution. Die letzte Revolution war eigentlich nur die Zugriffszeit bei SSDs, schade!
  • knoedelfan@guest , 22. April 2012 22:09
    Tja. Mein lieber Krampflacher!

    Das liegt daran, das in Deutschland mehr Geld in Forschung als in wirkliche Ergebnisse gesteckt wird.
    Die Vorhersagungs-Legenden sind schon ein Ärgernis. Viele leben vom Geld anderer. Wenige leisten
    etwas.... WiKi leistet, lebt aber von Almosen. Ja. Vieles ist nie wirlich wahr geworden. Viele haben aber
    ein gute Zeit mit guter Bezahlung überlebt. Zum "Wohle" nicht, zum eigenen Zeitschinden aber sicherlich.
  • n3tc0mm@1341813317@guest , 24. April 2012 07:57
    Das ganze nennt sich Grundlagenforschung. Bei dieser werden tausende Konzepte aus den Unis gespült, von denen nur Bruchteile von Herstellern aufgegriffen und umgesetzt werden.
    Und die Hersteller rechnen erst wiklich nach, was wirtschaftlich ist und ohne übermäßigem Aufwand umgesetzt werden kann. Danach muss sich der Krempel auch noch verkaufen, und zwar so, daß der Hersteller auch was dabei verdient.
    Wenn das Konzept so toll ist, und das ganze auch gutumgesetzt werden kann, dann sind die Forscher die ersten, die sich mit einer kleinen Gesellschaft selbstständig machen, und versuchen das ganze zu Geld zu machen.
    Ergo: Wenn eine Meldung wie diese in einem Fachartikel veröffentlicht wird, dann wird daraus wahrscheinlich eh nix...
  • hackbalgceleron@guest , 28. April 2012 01:34
    nonsense das prinzip heisst melken. und vom vatikkkan ideologisch freigepresstes free enterprise wie johannes lydon singen würde. wenn hr sprinmeier sagt die nwo wäre schon auf dem mars dann muss irgendeiner das marsprogramm doch bezahlt haben bzw (noch) bezahlen. von sonstigen waffen gegens eigene volk wie droh-nen mal ganz abgesehn. aber ist natürlich alles nur spinnert so wie riesige dildos in hauptstädten oder gigantische pussys an halb kilometer strömen um evtl das land bzw volk "fruchtbar" zu halten vor allem beim melken lol
Ihre Reaktion auf diesen Artikel