Nanodot-Memory ist 100x schneller als heutige Speicher

Laut einem in der aktuellen Ausgabe von Applied Physics Letters veröffentlichten Forschungspapier nutzt das Gerät nichtleitendes Material, das horizontal ausgerichtete, nicht-überlappende Silizium-Nanodots (Si-QD) enthält, die einen Durchmesser von ungefähr drei Nanometern haben und ein einzelnes Speicher-Bit repräsentieren. Die Speicherfunktion wird durch eine metallische Schicht auf der Nanodot-Oberfläche ermöglicht, die als Gate genutzt wird, um die An-/Aus-Zustände der Nanodots zu kontrollieren.

Laut der Publikation liegt die Betriebsspannung des nichtflüchtigen Speichergeräts bei sieben Volt, die Programmierungs-/Löschgeschwindigkeit der Nanodots wird mit weniger als einer Mikrosekunde angegeben.

Der Speicherprozess selbst nutzt kurze Stöße grünen Laserlichts, das auf spezifische Regionen auf der Metal-Gate-Schicht zielt und individuelle Nanodots erreicht. Die Wissenschaftler behaupten, dass die für diese Speichergeräte benötigten Materialien und Prozesse zu aktuellen Halbleitertechnologien kompatibel sind und auch auf andere Gerät angewandt werden können, die auf fortschrittliche Strukturen setzen.

Zur theoretischen Kapazität eines solchen Speichers wurde nichts gesagt. Auch über den möglichen Zeitpunkt, an dem diese Technik dem Labor-Kinderschuhen entsteigen und reif für die Massenproduktion sein könnte, wurde Stillschweigen gewahrt.

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11 Kommentare
    Dein Kommentar
  • Schade, man hört so viel von neuen Techniken. Vor ca. 8 Jahren: Neue Photovoltaik-Solarzellen von Sharp, die doppelt so effizient sein sollen. Vor 10 Jahren: Künstlicher Zahnschmelz, angekündigt für die nächsten Jahre. Ebenso mit Gentechnik geschaffene neue Zähne, "dauert mindestens noch 10 Jahre". 2003: Ein optischer Speicher, der 1 TB auf eine Scheibe bringen soll. 2008: Forschung an neuer Batterietechnik, welche die Speicherdichte auf ein Mehrfaches erhöhen soll.

    Und was kam jemals dabei raus? Nix.
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  • Ein weiteres Beispiel was vor ca. 10 Jahren große Hoffnung bereitete ist die Kernfusion (Kernverschmelzung) von Wasserstoff zu Helium in Kraftwerken als ablösende Technologie zur umstrittennen Kernspaltung. Außer das es seit Jahrzehnten Versuchsreaktoren gibt, scheint nichts bei rum zu kommen. :-)
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  • seh ich auch so... das liegt evtl daran, dass dem kunden stück für stück verkauft werden muss und kohle verdient werden muss... ist halt marktwirtschaft
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