Man nehme 14 Workstation- und 7 Consumer-Karten (jeweils der letzten 2 Generationen, stresse diese mit professionellen Grafikanwendungen, General-Purpose-Computing (GPGPU) und synthetischen Benchmarks, um sich in 69 Ergebnisgrafiken ein Bild zu machen. Heraus kommt eine interessante Bestandsaufnahme, bei der ich am Ende auch noch die zwei wichtigsten Karten einem Effizienztest unterziehe.
Nachdem ich bereits Workstation-Karten dem Gaming-Test unterzogen und Kepler auf seine Workstation-Tauglichkeit hin angetestet hatte, ist es heute nun endlich soweit. In über 220 Stunden, voll mit Benchmarks und Effizienztests, entstanden neben diesem Artikel auch unsere neuen Workstation-Grafikkarten-Charts 2013, die im Mai dann als tabellarische Übersicht verfügbar sein werden.
Die getesteten Grafikkarten im Überblick
Die Auswahl liest sich fast wie das Who-is-who der Workstation-Szene, denn selbst Boliden wie eine Nvidia Quadro 6000 oder AMD FirePro W9000 sind hier vertreten. Trotzdem liegt mein Fokus eigentlich eher auf dem Bereich unter 1000 Euro, denn hier wird der Durchschnittsanwender wohl eher sein Budget sehen.
Auf vielfältigen Wunsch unserer Leser habe ich auch sieben Consumer-Karten mit getestet, was vor allem im Bereich Rendering, General-Purpose oder CAD mit DirectX-Grafikausgabe interessant sein könnte. Im Einzelnen sieht dies nun so aus:
| Nvidia | AMD | |
|---|---|---|
| Workstation (aktuelle Generation) | Quadro K5000 Quadro K4000 | FirePro W9000 FirePro W8000 FirePro W7000 FirePro W5000 |
| Workstation (vorige Generation) | Quadro 6000 Quadro 5000 Quadro 4000 Quadro 2000 | FirePro V7900 FirePro V5900 FirePro V4900 FirePro V3900 |
| Gaming (aktuelle Generation) | GeForce GTX 690 GeForce GTX Titan GeForce GTX 680 | Radeon HD 7990 Radeon HD 7970 GHz Edition |
| Gaming (vorige Generation) | GeForce GTX 580 | Radeon HD 6970 |
Was ich nicht testen durfte oder wollte
Ich finde es sehr schade, dass AMD sich regelrecht mit Händen und Füßen geweigert hat, uns eine FirePro W600 für die aktuelle Bestandsaufnahme zur Verfügung zu stellen (wobei eine S10000 interessanterweise kein Problem gewesen wäre). Gern hätte ich dieser wirklich bemerkenswerten Karte sogar ein eigenes Kapitel gewidmet, denn Nvidia bietet derzeit nichts annähernd Vergleichbares. Eine echte Single-Slot-Karte für unter 500 Euro, an die sich bis zu sechs Monitore anschließen lassen, die nahtlose Projektionen mit bis zu sechs Beamern gestattet und sogar noch bei Bedarf sechs unabhängige Audio-Streams ausgeben kann, wäre wirklich eine Erwähnung und einen Kurztest wert gewesen. Die bereits erwähnte S10000 ist, wie Nvidias Tesla-Karten auch, einfach eine Nummer zu groß für unseren Test. Auf zwei ganz kleine Karten (Quadro 400 und Quadro 600) habe ich ebenfalls verzichtet, da diese Modelle bei einigen Tests wohl Jahre gebraucht bzw. mangels Leistung überhaupt nichts Verwertbares zustande gebracht hätten.
- Einführung - die getesteten Karten
- Testsystem, Treiber und Benchmarks
- AutoCAD 2013 - 2D-Leistung im Überblick
- AutoCAD 2013 - 2D-Leistung Einzelergebnisse
- AutoCAD 2013 - 3D-Leistung im Überblick
- AutoCAD 2013 - 3D-Leistung Einzelergebnisse
- Autodesk Inventor 2013 - 3D-Leistung
- Maya 2013 - OpenGL-Benchmarks
- Solidworks 2013 - Einführung
- Solidworks 2013 - Einzelbenchmarks
- SPECViewperf11: CATIA, Ensight
- SPECViewperf11: Lightwave, Maya
- SPECViewperf11: Pro/ENGINEER, Solidworks
- SPECViewperf11: TCVIS, SNX
- OpenGL Synthetic: Unigine Heaven, Sanctuary, Tropics
- OpenGL Synthetic: GPU Caps Viewer PostFX
- OpenGL Synthetic: Tessmark (OpenGL 4.0)
- CUDA: iRay Renderer + 3ds Max
- CUDA: Blender
- CUDA: Octane
- CUDA: Fluidmark 1080p
- OpenCL: Bitmining
- OpenCL: Luxrender
- OpenCL: RatGPU Renderer
- Folding@Home: einfache und doppelte Genauigkeit
- OpenCL: Finanzmathematik - einfache Genauigkeit
- OpenCL: Finanzmathematik - doppelte Genauigkeit
- OpenCL: Kryptografie
- OpenCL: Simulationen und Funktionen
- OpenCL: Image-Filter
- OpenCL: Video-Filter
- Effizienzbetrachtungen
- Zusammenfassung und Fazit

Das einzige, was ich schmerzlich vermisse, ist ein Viewport-Bench für 3DSmax (Nitrous) - idealerweise für 2014... Das wäre mal echt interessant gewesen, da ja auch kein OGL mehr nötig ist (genauso wie bei ACAD/Inventor)... schade...