Yahoos gute Zahlen lassen Microsoft kalt
Yahoo konnte fürs erste Quartal 2008 überraschend gute Umsatz- und Gewinnzahlen vorlegen. Doch Microsoft bleibt unbeeindruckt und will sein Übernahmeangebot von knapp 45 Milliarden US-Dollar nicht erhöhen.
542,2 Millionen US-Dollar Gewinn konnte Yahoo in den ersten drei Monaten diesen Jahres einfahren. Im ersten Quartal 2006 waren es noch 142,4 Millionen Dollar. Die starke Steigerung ist die Folge eines hohen Gewinns der chinesischen B2B-Plattform Alibaba.com, an der Yahoo seit 2005 beteiligt ist. Der Umsatz stieg um 9 Prozent auf 1,82 Milliarden Dollar.
Für Yahoo-Boss Jerry Yang kommt das gute Quartalsergebnis im Kampf gegen die Übernahme durch Microsoft wie gerufen: »Wir sind sehr stolz auf unsere Ergebnisse«, kommentierte Yang die Zahlen. Auch schloss er die Microsoft-Fusion nicht generell aus: »Wir sind weiter für alles offen, auch für ein Geschäft mit Microsoft«, so Yang — jedoch werde er keinem Geschäft zustimmen, das sein Unternehmen als zu niedrig bewerte.
Das sieht Microsoft-Chef Steve Ballmer anders: »Ich wünsche Yahoo weiter viel Erfolg. Aber es ändert nicht den Gesamtwert der Firma für Microsoft«, äußerte sich Ballmer auf einer MSN-Pressekonferenz in Marokko zur Yahoo-Quartalsbilanz. Kommendes Wochenende läuft Ballmers Ultimatum aus, das er in seinem »Letter to Yahoo! Board of Directors« Anfang April gestellt hatte: Wird bis dahin keine Einigung erzielt, könnte Microsoft eine feindliche Übernahme anstreben und sich direkt an die Yahoo-Geldgeber wenden. Microsofts Quartalszahlen werden für Donnerstag erwartet.
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Wird bis dahin keine Einigung erzielt, könnte Microsoft eine feindliche Übernahme anstreben und sich direkt an die Yahoo-Geldgeber wenden. Microsofts Quartalszahlen werden für Donnerstag erwartet.
Was bedeutet das? Wer sind die Geldgeber und wie könnte MS diese unter Druck setzen? Yahoo wird doch dann wohl auch an diese Möglichkeit denken und vorbeugen oder nicht?
Das Problem ist, dass man sich bei Yahoo nicht einig ist: Die Geschäftsführung/der Vorstand will den Deal nicht, die Investoren/Aktionäre/Geldgeber/eigentlichen Besitzer -- die mit dem Yahoo-Business nicht direkt etwas zu tun haben -- aber schon. Microsoft könnte also dort mit Geld wedeln. Einigt sich ein Käufer direkt mit den Geldgebern, kann der Vorstand nicht mehr viel machen, er wird in der Regel dann ohnehin ausgewechselt.
also yahoo macht 0.4 Mrd Euro mehr gewinn bei nur 0.15Mrd mehr Umsatz - wie kann man da behaupten das liegt am Erfolg einer Plattform - selbst wenn die nix kosten würde und die gesamte Umsatzsteigerung von dieser Plattform kommt, so kommt doch weniger als die hälfte der Gewinnsteigerung davon, der Rest müsste dann ja irgendwo eingespart wurden sein
Ich liebe Steve Ballmer. Er ist der größte und klügste^^.