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Yahoo kündigt Entlassungen an

Von - Quelle: Tom's Hardware DE | B 3 kommentare
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Yahoo-CEO Scott Thompson hat in einer Mitteilung die Entlassung von 2000 Mitarbeitern angekündigt.

Vor einer Woche hatten wir über die Krise bei Yahoo berichtet. Nicht nur die Patentstreitigkeit mit Facebook, sondern vor allem die Nachricht über bevorstehende Stellenstreichungen im Zuge einer geplanten Umstrukturierung des Unternehmens, die durch den Weblog „Al Things Digital“ erstmalig an die Öffentlichkeit gelangte, sorgte für Aufmerksamkeit. Zwar ist die Vermutung, dass der Konzern spätestens am Freitag letzter Woche seine neuen Pläne vorstellen wird nicht eingetreten, vom Grundsatz her sollten sich die Vermutungen jedoch bewahrheiten.

Nun berichtet Reuters, dass der gebeutelte Internetkonzern damit begonnen hat, die ersten Mitarbeiter über ihre Entlassungen zu informieren. Durch die Entlassungen von insgesamt 2000 Mitarbeitern wird der Internetkonzern jährlich 375 Millionen US-Dollar einsparen. Auch das Bedauern, dass CEO Scott Thompson in einer Mitteilung über diesen Schritt zum Ausdruck bringt, hilft den ehemaligen Mitarbeitern wenig. Er erklärte, dass die Entlassungen unvermeidlich gewesen seien, um das Unternehmen kleiner, wendiger und profitabler zu machen. Nur so könne der Konzern auf die Anforderungen der Kunden und der Branche allgemein eingehen. „Es ist Zeit für Yahoo schnell voranzukommen. Ich möchte, dass sich jeder von uns vor Augen hält, dass es bei allem was wir tun, um die Kunden und nicht um uns selbst geht. Um Erfolge in Yahoos Kerngeschäft vorweisen zu können, muss für jeden von uns der Kunde an erster Stelle stehen“.

Ab dem kommenden Monat wird Yahoo aus den drei Sparten „Consumer“, „Regions“ und „Technology“ bestehen. Innerhalb der neuen Consumer-Sparte wird es zukünftig drei weitere Abteilungen geben, nämlich  „Media“, „Connections“ und „Commerce“. Innerhalb der „Media“-Abteilung soll sich zukünftig auf „relevante und personalisierte Inhalte und Dienste“ der Nutzer konzentriert werden. Hier werden die Angebote der Homepage, sowie die Bereiche der Nachrichten, Finanzen und des Sports ausgebaut werden. Flickr, und die Mail- und Messenger-Dienste sollen in den Zuständigkeitsbereich der Abteilung "Connections" fallen. Innerhalb der Commerce-Abteilung wird man sich für die Bereiche Shopping, Jobs, Immobilien, Autos, und Ähnlichem verantworten müssen.

Bei den verbleibenden zwei Sparten „Region“ und „Technology“ wird man sich innerhalb ersterer für den Umsatz des Unternehmens verantworten müssen. Hier wird dabei für die einzelnen Regionen Asien-Pazifik, Amerika und Europa jeweils darauf geachtet werden, dass sowohl für Nutzer, als auch den Anzeigekunden zugeschnittene Angebote zur Verfügung stehen. Die Technology-Sparte wird sich nicht nur um neue Produkte, sondern auch um die Kernplattform, sowie die Betreuung der Infrastruktur des Unternehmens kümmern und, wenn nötig, Unterstützung innerhalb der beiden vorigen Sparten leisten.

Ob CEO Scott Thompson mit diesen Umstrukturierungsplänen das Ruder herumreißen können wird, bleibt abzuwarten. Bei den Anlegern scheinen die Pläne auf Skepsis zu stoßen. An der Börse fiel nach deren Bekanntwerden der Kurs um rund 0,7 Prozent.

Kommentarbereich
Kommentieren 3 Kommentare anzeigen.
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  • Techniker Freak , 11. April 2012 18:33
    Zitat :
    um das Unternehmen kleiner, wendiger und profitabler zu machen.

    Der Verein muss ganz schön schlecht strukturiert sein wenn die durch die Aktion tatsächlich wendiger werden.
    Zitat :
    Um Erfolge in Yahoos Kerngeschäft vorweisen zu können, muss für jeden von uns der Kunde an erster Stelle stehen.
    Dann hoffe ich für Yahoo das sie nicht am Support sparen. Ich für meinen Teil kann verstehen das die Anleger dem Braten nicht trauen.
  • ...___@guest , 12. April 2012 12:14
    375.000.0000 / 2.000 = 187.500 $ = ~144.230 €
    Nettes Gehalt :)  auch wenn das ja nicht ganz der Betrag sein wird, es werden ja auch Gebäude, Strom usw. eingespart.
  • alloha@guest , 12. April 2012 12:44
    Nur so könne der Konzern auf die Anforderungen der Aktionäre eingehen
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