Nach Microsoft-Debakel, geplatztem Google-Deal, Aktienkursverfall und einem Jahr als CEO - Yahoo-Verwaltungsrat schiebt Yang an die Seite und sucht Ersatz.
Er hat kaum länger als ein Jahr überlebt. Der CEO und Mitgründer von Yahoo wird wieder zu seiner vorhergehenden Position, dem »Chief-Yahoo« degradiert. Der Verwaltungsrat hat bereits die Headhunter-Firma Heidrick & Struggles mit der Suche nach einem Ersatz beauftragt.
Yangs Bilanz sieht düster aus und sein Pokern hat nichts genützt. Noch vor kurzem schlug er ein Übernahmeangebot von Microsoft aus, das dem Unternehmen 47,5 Milliarden Dollar gebracht hätte. Nun beträgt Yahoos Marktwert nur noch ein Drittel dieses Betrags. Vor knapp zwei Wochen ist zudem ein wichtiger Werbevertrag mit Google geplatzt.
Verwaltungsratvorsitzender Roy Bostock erklärte: "Jerry und der Verwaltungsrat führen bereits einen Dialog über den Zeitplan zur Nachfolge. Wir stimmen überein, dass nun der richtige Zeitpunkt gekommen ist, den Übergang zu einem neuen CEO vorzunehmen, der das Unternehmen auf eine höhere Stufe stellt."
Yang, 40 und ehemaliger Stanford-Student soll jedoch das Unternehmen weiterführen, bis ein neuer CEO gefunden wurde. Seine Entscheidung, den Microsoft-Deal abzulehnen hatte zu einer Menge Unmut geführt. "Die Aktionäre waren bereit, mit Mistgabeln und Fackeln aufzulaufen," meint Technologie-Analyst Rob Enderle, der die Firma schon seit Jahren begleitet. "Wenn Jerry nicht der Gründer gewesen wäre, wäre er schon seit Monaten weg." Drei Großinvestoren wurden bereits im Juli in den Verwaltungsrat aufgenommen, um sie zu besänftigen, darunter der Milliardär Carl Icahn.

Der arme Jerry.......
Du hast anscheinend nur die Überschrift gelesen..
Im Text steht:
Und Du schreibst drunter:
Du solltest lesen bevor du schreibst!
Ich sehe solche Verkäufe eigentlich eher kritisch. Aber hier fand ich es nicht gerade klug, das Microsoft Angebot abzulehnen. In Anbetracht dessen, dass Yahoo nichts in Aussicht hatte, was ihren Wert wirklich noch großartig verbessert hätte. Ganz im Gegenteil. Der Wert von Yahoo war beständig am fallen und die Aufkäufer sind ja nicht gerade Schlange gestanden. Auch äußerten sich nicht wenige dahingehend, dass Yahoo zu diesem Zeitpunkt eigentlich weit überbewertet war und das war noch vor der Finanzkrise. Am Verhandlungstisch hätten sie vielleicht sogar noch ein etwas besseres Ergebnis erzielen können, aber viel mehr war für Yahoo einfach nicht zu holen. In meinen Augen war es sogar ein sehr großzügiges Angebot von Microsoft. Eines hätte Yang auch klar sein müssen: Platzt der Google Deal, dann geht der Wert seiner Firma drastisch nach unten. Was gab es denn für Yahoo großartiges zu gewinnen? Hätte der Deal gereicht um die Firma wieder in die Gewinnzone zu bringen? Das war ein Blatt bei dem das Risiko zu verlieren ungleich höher war als die Chance zu gewinnen.