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61,5% der YouTube Top 1000 in Deutschland gesperrt

Von - Quelle: OpenDataCity

OpenDataCity hat eine umfangreiche Datensammlung der von YouTube blockierten Videos erstellt, die über eine Web-App einfach und grafisch ansprechend analysiert werden kann

Der Streit zwischen der GEMA und YouTube scheint so schnell kein Ende zu nehmen. Zuletzt hat die Musikverwaltungsgesellschaft laut Wirtschaftswoche Klage gegen Google eingereicht, da sie mit dem Wortlaut der Sperrhinweise nicht einverstanden ist.

Nun hat sich die Datenjournalismusagentur OpenDataCity, die durch ihre Anwendung zur Vorratsdatenspeicherung bekannt wurde und dafür auch einige Preise einheimsen konnte, mit einer Web-App eingemischt. Sie grast täglich die Top 1000 der Youtube-Videos ab und überprüft, in welchen Ländern welche Videos gesperrt sind.

Die Auswertung der Daten hat dabei ergeben, dass in Deutschland über 60 Prozent der 1000 meistgeschauten Videos gesperrt sind und es damit einsam an der Spitze steht. Die zweimeisten Blockierungen hat der Südsudan mit 15,3 Prozent und auf dem dritten Rang folgt der Vatikan mit 5,1 Prozent.

Wie weitgehend die Einschränkungen für deutsche Nutzer sind, macht aber folgende Auswertung klar: Selbst wenn man alle Staaten außer Deutschland zusammen packt und alle Videos der Top 1000 zusammenzählt, die in mindestens einem dieser Länder von YouTube blockiert wird, kommt man nur auf 188 gesperrte Clips, während hierzulande ganze 615 dieser Videos nicht zugänglich sind.

Aber auch die Unterstützer der GEMA waren nicht untätig. So haben der Musikkomponist Hans Hafner und der Labelinhaber Stefan Herwig ein Video mit dem Titel "Wenn die YouTube Tafeln die Wahrheit sagen würden" erstellt, in dem sie Google ihrer Meinung nach ehrlichere Hinweistexte vorschlagen. In einem Blogeintrag dazu führt Herwig seinen Standpunkt weiter aus.

Wenn die YouTube Tafeln die Wahrheit sagen würden...

Es gibt 19 Kommentare. B
Weitere Kommentare
  • 0 Ð
    Azmodan , 29. Januar 2013 06:41
    Was hier nicht ausdrücklich angeführt wird ist, das diese Sperren nicht ALLE von der GEMA ausgehen sondern Youtube wirklich "Gema" Sperren hinzufügt - deswegen unter anderem auch die Klage der Gema jetzt.
  • 1 Ð
    Elkinator , 29. Januar 2013 06:56
    Die GEMA wird bei der Klage nichts erreichen, Google sagt ja die Wahrheit.
    Aber wir können uns da alle bei der GEMA bedanken...

  • 2 Ð
    Faboan , 29. Januar 2013 07:09
    die GEMA bringt "chinafeeling" nach deutschland.für einen moment könnte man glauben wir stünden hier genauso unter zensur wie die chinesen.
  • 1 Ð
    randomiza , 29. Januar 2013 07:51
    wie ich die schweiz liebe. wird wahrscheinlich die letzte zivilisierte pirateninsel sein auf dieser welt. das absolut konservative mindset der leute hat nicht nur nachteile. :) 
  • -3 Ð
    kaan , 29. Januar 2013 08:11
    Ja Schweiz und Österreich ist sowieso das bessere Deutschland, ich hoffe ja schon seid Jahren das die Österreicher mal wieder ein fähigen Mann hoch schicken.
  • 3 Ð
    Hunchback , 29. Januar 2013 08:46
    Die GEMA-Vermutung besagt dass grundsätzlich jede Musik (bzw deren Musiker) in Deutschland durch die GEMA vertreten wird. Aber wenn Youtube die GEMA-Vermutung für sich interpretiert und vorsichtshalber der GEMA-Vermutung nachkommt indem sie (genauso wie die GEMA) annimmt dass jedes Musikstück der GEMA gehört und sie in vorauseilendem Gehorsam sperrt, gefällt das der Gema plötzlich nicht mehr?! Das versteh ich nicht :-D
  • 0 Ð
    DerBremer86 , 29. Januar 2013 09:38
    HideMyAss ?
  • 0 Ð
    momo2000 , 29. Januar 2013 17:28
    dann müsst ihr in Deutschland halt einen iranischen Proxyserver nehmen, dann geht es sicher ;) 
    ...oder die Piratenpartei wählen.

    In der Schweiz sperrt auch die EMI. aber ich glaube das ist international.. geht nicht mal über proxy.
  • 0 Ð
    oswin , 29. Januar 2013 17:38
    propaganda style po po po popogandastyle..

    daran muss ich denken wenn china und deutschland die einzigen länder sind die gagnamstyle gesperrt haben.. man kann über den sinn und der qualität des liedes streiten aber das es anders geht zeigt die ganze welt! z.b. innerhalb der eu hat sich google mit jedem geeinigt nur deutschlands gema nicht.. ich denke mir das es nicht an googles youtube liegt :D 
  • -1 Ð
    texas , 29. Januar 2013 17:45
    Zu einer Einigung gehören halt immer zwei Seiten. Man kann die Schuld weder der Gema noch Youtube geben. Ist doch legitim, dass die Gema die Interessen der freischaffenden Künstler vertritt.
  • 0 Ð
    derGhostrider , 29. Januar 2013 19:13
    Zitat :
    Ist doch legitim, dass die Gema die Interessen der freischaffenden Künstler vertritt.
    Die GEMA kassiert auch für freie Musik, wenn der Künstler selbst anonym bleiben will. Offizielle Begründung: Da der Künstler anonym ist, wird davon ausgegangen, daß es doch ein Künstler ist, der sich von der GEMA vertreten lässt - auch wenn es ausdrücklich anders von diesem anonymen Künstler öffentlich bekannt gegeben wurde.

    DAS ist die GEMA. Geldgeiles Geldeintreiberpack.
  • 1 Ð
    texas , 29. Januar 2013 19:18
    Wenn du freiberuflicher Künstler in der Unterhaltungsindustrie wärst, würdest du das vermutlich anders sehen. Es ist alles eine Frage der Perspektive.
  • 0 Ð
    jitelinnas , 30. Januar 2013 04:45
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  • -1 Ð
    giwei , 30. Januar 2013 09:32
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  • 1 Ð
    seeigel , 30. Januar 2013 12:07
    texasWenn du freiberuflicher Künstler in der Unterhaltungsindustrie wärst, würdest du das vermutlich anders sehen. Es ist alles eine Frage der Perspektive.
    Weshalb erhältst DU als freiberuflicher Künstler länger eine Vergütung für deine Erfindung (Tonfolge/Text) als ich der materielle Dinge erfindet?
    Weshalb erhält ein freischaffender Künstler der diesen Teilen eine Form gibt weniger lang wie DU eine Vergütung dafür?
  • 0 Ð
    texas , 30. Januar 2013 12:12
    Zu lange Copyrights im technischen Bereich bremsen halt auch die Innovation aus. Da muss man den richtigen Spagat aus Ansporn für die Erfinder und dem Interesse der Konkurrenz finden, solche Innovationen auch günstig einsetzen zu können.

    Im künstlerischen Bereich ist das ein bisschen anders.
  • 0 Ð
    shuguang , 30. Januar 2013 16:12
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  • 2 Ð
    derGhostrider , 30. Januar 2013 19:45
    Ja, Künster müssen einfach nur irgendwas nachmachen und etwas neues reininterpretieren, wenn überhaupt.
    Und Musiker... naja... schau Dir doch die Pop-Landschaft ist. 0-8-15, jeder kopiert so gut er kann bei bekannten (erfolgreichen) Songs. Es gibt doch inzwischen Programme, die Dir ausrechnen, wie erfolgreich Dein Song sein wird anhand von vorkommenden Tonfolgen.
    Das ist inzwischen dermaßen ausgeprägt, daß ich mich jedes Mal freue, wenn ich Musik zu hören bekomme, die eben nicht nur aus kopierten und neu zusammengesetzten Tonfetzen besteht.
  • 0 Ð
    Hellsfoul , 2. Februar 2013 10:55
    @Azmodan Wenn Youtube die Songs nicht sperren würde, hätten sie auch eine Klage am Hals. Also was soll Google Deiner Meinung nach machen?