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Zotacs ZBOX ID82 im Exklusivtest: Core-i3-Power im Nettop

Zotacs ZBOX ID82 im Exklusivtest: Core-i3-Power im Nettop
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Was passiert, wenn man einen ausgewiesenen Mobilprozessor in ein Nettop-Gehäuse steckt? Man bekommt viel Power auf kleinem Raum. Zotacs ZBOX ID82 zeigt, dass ein Sandy-Bridge-Mobilchip am Ende möglicherweise Intels beste Nettop-Plattform ist.

Zotacs ZBOX ID82 mit Core i3-2330M. Vorn findet man Audiobuchsen, Kartenleser uns USB-Port.Zotacs ZBOX ID82 mit Core i3-2330M. Vorn findet man Audiobuchsen, Kartenleser uns USB-Port.

Einen Nachzügler kann man die ZBOX ID82 kaum nennen, denn sie wurde gerade erst auf der CeBIT vorgestellt - und uns dort am Stand auch direkt mitgegeben. So können wir uns über einen Exklusivtest freuen. Dennoch kann man guten Gewissens sagen, dass sie (vorerst) die Betrachtung der verfügbaren Nettop-Plattformen vervollständigt. Auch bei diesem Modell hat sich Zotac für eine ungewöhnliche Lösung entschieden. Hier kommt zwar kein exotischer VIA-Prozessor zum Einsatz, dafür steckt man einen Mobilprozessor von Intel ins Nettop-Format. Konkret handelt es sich dabei um einen Core i3-2330M, doch dazu gleich mehr.

Eine weitere USB-Buchse an der rechten Seite.Eine weitere USB-Buchse an der rechten Seite.Das gut bestückte Anschlussfeld hinten.Das gut bestückte Anschlussfeld hinten.Die Unterseite mit Einkerbung für die VESA-halterung.Die Unterseite mit Einkerbung für die VESA-halterung.

Ging es in den letzten Artikeln mehr um die Plattformübersicht, die als Grundlage weiterer Tests dienen soll, oder die Tuning-Möglichkeiten bei Nettops, wollen wir uns dieses Mal dem konkreten Modell widmen. Die ID82 gehört zu den größeren ZBOX-Modellen. Sie kann entweder aufrecht stehend oder liegend aufgebaut oder mit der beiliegenden VESA-Halterung auch hinter dem Monitor angebracht werden. Ihre silberfarbenen Seiten sind konkav und tragen ein Wabenmuster, das auch zur Be- und Entlüftung dient. Front- und Rückseite sind hingegen klassisch flach plan gehalten. Der Deckel ist schwarz, und wie bei allen Zotac-Nettops leuchtet in ihm ein Ring auf, dessen Farbe Aufschluss über das Innenleben gibt. Bei der ID82 leuchtet er blau, was für Intel steht. Das gesamte Gehäuse ist aus Kunststoff gefertigt, was nicht weiter stört. Allerdings sind Fingerabdrücke auf dem schicken glänzenden Deckel sofort zu erkennen.

Deckel mit Leuchtring.Deckel mit Leuchtring.Der Blick von unten.Der Blick von unten.

Damit kommen wir zum Innenleben der ZBOX ID82. Zotac stellte uns auch dieses Mal wieder die Plus-Variante zur Verfügung, die also schon ab Werk mit 2 GB DDR3-Speicher und einer 320-GB-HDD ausgestattet ist. Als Herzstück dient der erwähnte Core i3-2330M, der mit einem Nominaltakt von 2,2 GHz antritt. Seine zwei Kerne teilen sich einen 3 MB großen L3-Cache und verfügen im Gegensatz zum bereits getesteten Celeron 857 über Hyper Threading. Auch die integrierte Grafiklösung ist nicht wie beim Celeron beschnitten. Stattdessen haben wir es hier mit Intels HD Graphics 3000 mit 12 Execution Units zu tun, die normalerweise mit 650 MHz laufen, bei Bedarf aber auf bis zu 1,1 GHz hochtakten, wenn es der thermische Spielraum hergibt.

Im Innern ähnelt die ZBOX ID82 stark dem Celeron-Modell ID81. Gut zu erkennen sind RAM und HDD.Im Innern ähnelt die ZBOX ID82 stark dem Celeron-Modell ID81. Gut zu erkennen sind RAM und HDD.

Schnelles n-WLAN, Gigabit Ethernet, ein Kartenleser und Bluetooth in Generation 3.0 sind wie bei den bereits gezeigten ZBOXen an Bord. Monitore bindet man entweder per HDMI oder DVI an. Für die Analogfraktion liegt zusätzlich noch ein DVI-auf-VGA-Adapter bei. Ein optisches Laufwerk ließ sich in dieses Gehäuse allerdings nicht mehr quetschen. Wer nicht auf Silberscheiben verzichten möchte, kann sich mit ecternen Lösungen behelfen.

Eine Neuerung gibt es im Bereich der USB-Ports. Die Anzahl hat sich zwar nicht geändert, denn Generation 2.0 ist nach wie vor viermal vertreten (2 hinten, 1 rechts/oben, 1 vorn), Generation 3.0 zweimal (2 hinten). Dafür können alle USB-2.0-Anschlüsse auch während der Nettop ausgeschaltet ist USB-Geräte laden. Diese Funktion muss man allerdings im BIOS aktivieren. Zu erkennen sind die Lade-Ports an der gelben Färbung. Eine IR-Fernbedienung, die mit dem Media Center von Windows 7 kompatibel ist, rundet das Paket ab. Betriebssystem oder Software gehören hingegen auch bei der Plus-Variante nicht zum Lieferumfang.

Nun, da wir die technische Ausstattung geklärt haben, kommen wir zum spannenden Teil: Wie schneidet ein Mobilprozessor verglichen mit "echten" Nettop-Plattformen wie Intels Atom-CPUs, AMDs Fusion-APUs und VIAs überraschend schlagfertiger Exoten-CPU Nano X2 ab? Das klären wir auf den folgenden Seiten.

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  • Kiesel@guest , 15. März 2012 09:12
    "...Subjektiv ist die ZBOX ID82 zwar lauter..."
    Sehr geehrte Frau Ulbrich,

    ich denke an dieser Stelle haben Sie die Begriffe Subjektiv und Objektiv verwechselt.
  • Katharina_Ulbrich , 15. März 2012 09:45
    Nein, ich meinte das schon so. Subjektiv, also wie es mir als Tersterin vorkam, war die ID82 lauter als andere ZBOXen von Zotac. Objektiv kann ich das eben nicht bestätigen, denn die Messwerte aus 60 cm Entfernung sagen eigentlich, dass die 32,3 dB(A) nicht lauter sind als bei anderen Modellen. Ich würde sagen, der Lüfter klingt etwas rauer, was den Unterschied zum Teil erklärt.
  • Denken , 15. März 2012 09:48
    Den günstigsten Laptop mit i3, 500GB und 4GB Speicher gibts bereits ab 375 €!

    Der Preis für diese kleine Nettop Box kann mit 340 € beim besten Willen nicht als guter Deal bezeichnet werden.
  • Katharina_Ulbrich , 15. März 2012 10:07
    Und Äpfel kosten im Kilo auch nicht so viel wie Birnen
    1 - Was Nettop-Preise anbelangt, ist das für die gebotene Leistung ein guter Deal, wie ein Blick in die Preissuchmaschinen zeigt. Ja, die ID82 ist (momentan) teurer als andere. Was die Preise nach Verfügbarkeit sagen, ist das nächste. Aber kein anderes Gerät bietet solche Leistung auf diesem kleinen Raum.
    2 - zum Laptop: Das ist eben dann auch nur das. Das Günstigste. Für ein Budget von 375 Euro bekomme ich da, sehr wahrscheinlich, ein lautes, schlecht verarbeitetes und mit einem miesen Display ausgestattetes Gerät der Einsteigerklasse.
    Den Nettop stellt man sich auf den Schreibtisch und will ihn da stehen lassen. Wenn man die Flexibilität nicht braucht, bekommt man also beim Laptop ein schlechtes Display, mittelmäßige Verarbeitung und einen lauten Lüfter auf großer Stellfläche "geschenkt".

  • benkraft , 15. März 2012 10:11
    @denken - Wenn das hier deine Vergleichsgeräte (1, 2) sind, wünsche ich dir viel Spaß in der Billigplastikklasse :D 
  • Derfnam , 15. März 2012 10:14
    Moinsen.
    Frage am Rande: wieso wird noch die 0.9.4 von HandBrake genutzt?
  • weiterDenken1^@guest , 15. März 2012 10:40
    Lustig, dass man so ein Nettop-Dingsbums mit 3DQuark und Co testet :D 
  • benkraft , 15. März 2012 10:47
    Zitat :
    Lustig, dass man so ein Nettop-Dingsbums mit 3DQuark und Co testet :D 


    Auch wenn man mit den Kisten nie wirklich spielen wird (oder eben nur wenig fordernde Titel), ist es doch zum Einordnen der jeweiligen Grafikleistung nicht uninteressant. Wir wollen möglichst gründlich testen. Und wie man sieht, gibt es zwischen den Plattformen durchaus Unterschiede - und zwar zum Teil welche, die nicht ganz erwartet waren.
  • crazymath , 15. März 2012 10:58
    Also so "schlecht" finde ich den Vergleich nicht. Man sollte zumindest erwähnen, dass es auch schon Notebooks in dieser Preisklasse gibt, welche vom Format her vergleichbar sind. Für den Heimgebrauch braucht es auch nicht immer Qualität von Lenovo oder so.

    Ich würde dieses Zotac-Ding aber eher mit Geräten von Shuttle oder so vergleichen. Und da sind sie preislich gar nicht mal so schlecht aufgestellt.

    Und Lian-Li hat ja da auch ein ultraflaches Gehäuse herausgebracht. Da komme ich mit Rechnen auch auf 300 Euro nur für die Komponenten.

    Dass man sich für 500 Euro (Der utopische Preis) schon was besseres, aber grösseres zusammenstellen kann, ist klar (z.B. llano oder core i3/5-System)...
  • weiterDenken1^@guest , 15. März 2012 11:34
    benkraftAuch wenn man mit den Kisten nie wirklich spielen wird (oder eben nur wenig fordernde Titel), ist es doch zum Einordnen der jeweiligen Grafikleistung nicht uninteressant. Wir wollen möglichst gründlich testen. Und wie man sieht, gibt es zwischen den Plattformen durchaus Unterschiede - und zwar zum Teil welche, die nicht ganz erwartet waren.

    Dazu müsste der potentielle Kunde erst einmal Wissen, wie er die Punkte in synthetischen Benchmarks zu verstehen hat - Ich mag gar nicht drüber nachdenken, wenn so einer im Forum die Frage stellt, "Wieso hab ich so wenig Punkte in 3DQuark" ?? :D 

    P.S. Interessant könnte auch für so einen Käufer sein, wenn man in den tollen Benchmark-Tabellen dabei schreibt ---> Weniger oder mehr ist BESSER !! Das war ein Tipp ^^
  • Anonymous , 15. März 2012 15:13
    Die Technik ist ja ganz ok aber das Design gefällt mir nicht!
  • moppi@guest , 15. März 2012 16:07
    Etwas viel cooleres bietet Spectra:
    http://spectra.de/produktliste.cfm?GruppeID=783&Hauptgruppe=217&ShowProducts=943&Artikelnummer=126534&dummy=1#126534

    Das Ding hat keinerlei bewegliche Teile (mit SSD), ist komplett gekapselt und verursacht keine Geräusche. Auch unter Last wird das Alu-Gehäuse kaum warm. Und das mit nem i7... .
    Ich habe mehrere von den Dingern in der Industrie verbaut, leider kostet das Teil 1800€
  • Anonymous , 15. März 2012 18:32
    Der Kasten ist ja noch hässlicher! :D 
  • Derpet , 16. März 2012 20:18
    @Doll-by-doll Den kann man sich aber dann auch unter den Tisch oder hinter die Schrankwand schrauben :D 

    Ich würde mir immermal bei den Spieletests wünschen auch die Spielbarkeit historischer Spiele anzuschauen.

    Nur um mal meine Beweggründe zu verdeutlichen. Mein Netbook mit N270 Prozessor und 945GSE-"GPU" ist der einzige Rechner in der Wohnung der Spieleklassiker wie Crimson Skies oder Mechwarrior 3 noch korrekt darstellen kann. Auf der HD 5770 meines Desktops gehen leider schon nicht mehr, was wirklich schade ist. :( 

    Zum nächsten würde mich noch interessieren ob die angegebene WLAN-Karte auch die 5 GHz-Frequenz beherrscht und nicht nur wie viele günstige Notebooks den Bereich um 2,4 GHz.
  • willhaben@guest , 17. März 2012 00:22
    Hallo Frau Ulbrich!

    Vielen Dank für den sehr zeitnahen Test! Messt ihr auch die Temperaturen (CPU/GPU)? Das wäre nämlich noch sehr interessant! Von den ersten Zboxen in dieser Gehäusevariante konnte man ja zumindest eine Version als Backofen benutzen... Besonders bei der Nano-Variante hat Zotac das aber scheinbar sehr gut in den Griff bekommen. Die ID82 hat ja mächtig Power und verbraucht ja auch deutlich mehr Strom unter Last als die Vorgänger. Es wäre gut zu wissen, ob sich das negativ auf die Hitzeentwicklung auswirkt. Die Box steht nämlich aktuell ganz oben auf meiner Wishlist... Endlich ein kleiner Nettop mit "normaler" Einsteiger-PC-Power zu einem (hoffentlich) vernünftigen Preis.
    Nochmals vielen Dank!!!
  • Floletni@guest , 19. März 2012 07:48
    Also die ZBOX ID81 der jetzt rund knapp unter 200 Euro zubekommen ist, ist momentan verlockender Als die i3 Version. Wenn man bedenkt was man für eine Leistung bekommt für diesen kleinen Preis ist das sehr genial.
  • DaKine23@guest , 20. März 2012 10:09
    Der Test zeigt nur wieder das die AMD brazos weiterhin sagen wo es lang geht. durchweg flüssiges PC erlebnis und super Blaustrahl vergnügen. bei niedrigsten verbrauchswerten.
  • Renko@guest , 29. März 2012 09:22
    Danke für den Bericht.
    Der ID82 steht in der Schweiz in Barebone-Form bei EUR 305.
    Interessant wäre ein Test des Barebone mit schnellen Teilen (SSD, mehr RAM, usw).
    Was wäre der Gewinnbezüglich Geschwindigkeit, Leistung usw. in einer solchen Form?
  • crazymath , 29. März 2012 10:33
    Dazu gibt es bereits einen Artikel. Zwar nicht mit diesem Prozessor, aber mit einem E-450, usw. Anhand des Celerons kann man sehen, in welche Richtung es geht:
    http://www.tomshardware.de/Nettop-Tuning-RAM-SSD-Upgrade,testberichte-240967.html

  • Renko@guest , 30. März 2012 17:05
    @crazymath
    OK, danke!
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