Microsoft bringt mit neuen Zunes mehr Farbe in Spiel
Wie erwartet, hat Microsoft neue Modelle seines MP3-Players Zune vorgestellt. Erneut versucht man, einen Fuß auf den Boden des vom iPod beherrschten Markts zu bekommen.
Als erneuter Angriffsversuch gegen Apple wird Microsofts Erneuerung des Zune gewertet. Gegen die Übermacht des iPods setzt man nun unterschiedliche Gehäusefarben, höhere Speicherkapazität, ein eingebautes Radio sowie die Ausstattung mit WLAN-Schnittstellen.
Alle neuen Zunes sollen damit mit PCs oder anderen Zune-Player Daten austauschen oder via Hotspots mit MP3s zu füttern sein. Bedient werden die Neuen über das berührungsempfindliche »Zune-Pad«, mit dem auch durch Menüs navigiert wird — ein Schelm, wer da eine Ähnlichkeit mit dem iPod-Rad sieht. Erneuern will Microsoft zudem sein Online-Musikangebot im Zune Marketplace. Drei Millionen DRM-geschützter Songs im WMA-Format, aber auch Kopierschutz-freie Titel stellt Microsoft in Aussicht.
Bislang sind die Geräte ab November nur in den USA erhältlich; der erste Zune hatte es gar nicht bis nach Europa geschafft. Das Modell mit dem größten Speicherplatz für 250 US-Dollar basiert auf einer Festplatte mit 80 GByte Kapazität, verfügt über ein 3,2-Zoll-Display und ist nur in schwarz zu haben. Zwei weitere Versionen mit Flashspeicher bieten vier beziehungsweise acht GByte Speicherplatz (150 und 200 US-Dollar) und ein 1,8-Zoll-Display. Sie sind in Rot, Pink, Grün und Schwarz erhältlich. Ob und wann die neuen Zunes auch außerhalb der USA angeboten werden, ist unklar.
Der Zune wird es gegen den iPod weiterhin schwer haben. Wer beim Kauf eines MP3-Players spart, greift in der Regel zu einem Noname-Produkt. Und wer mehr investiert, wird am Apple-Regal kaum vorbei gehen. Seit 2001 wurden über 100 Millionen iPods verschiedenster Varianten verkauft — vom ersten Zune aber nur 1,2 Millionen.
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