Digital Living III: Videostreaming-Clients

Zyxel DMA-1000: HDMI-Ausgabeprobleme

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Der Zyxel DMA-1000 ist ein kleine Box die von den Abmessungen her an einem Terminkalender erinnert. Mit knapp 400 Gramm Eigengewicht, ohne Kabel ist der A/C-Client auch der leichteste im Test. Alle Anschlüsse befinden sich auf der Rückseite, auch die extern zugängliche USB 2.0-Buchse. Diese Lösung ist bei einer Verwendung eine USB-Sticks recht kompliziert gelöst, da man immer das ganze Gerät in die Hand nehmen muss. Für die Videoausgabe besitzt der Player eine HDMI-, einen S-Video aber keine Scartbuchse. Der Sound wird über zwei Cinch- beziehungsweise einen S/PDIF Anschluss ausgegeben. Der HDMI-Anschluss gibt die Video- und Audiosignale weiter. Der HDMI-Anschluss hat seine Tücken, ein HDMI auf DVI-Adapterkabel brachte nur ein lilafarbiges Bild auf unserem Full-HD-Bildschirm. Den Grund für dieses Verhalten konnte uns Zyxel erklären: Die HDMI-Schnittstelle des DMA-1000 ist nur für die Wiedergabe auf einem HDMI-Endgerät gedacht. Displays die über eine DVI-Schnittstelle verfügen und die mittels HDMI2DVI-Adapter auch HDMI-Signale verarbeiten, werden nicht unterstützt.

Auf der Vorderseite befinden sich viele LEDs, die anzeigen, was der Player gerade macht. Bei der Wiedergabe von Filmen flackern verschiedene Lämpchen, was teilweise nervt, vor allem dann, wenn der DMA-1000 direkt unter oder neben dem Fernseher steht.

Bei der Filmwiedergabe ist der Zyxel DMA-1000 ein wahres Multitalent. Fast alle DivX und xVid-Dateien liefen hervorragend ab, auch mit hochauflösenden MPEG-2 Dateien konnte der Player etwas anfangen. Aber die Box von Zyxel hat mit Quicktime oder WMV-Dateien ihre Probleme. Eine weitere Ungereimtheit hatten wir mit DivX-kodierten Filmen. Je nach Quelle, also A/V-Server, wurden die Dateien angezeigt, waren aber nicht anwählbar. Das Phänomen trat dann auf, wenn die Dateien von einem Twonky Media Server gestreamt werden sollten. Mit der Freigabe des Mediaplayers trat dieses Phänomen nur manchmal auf. Für diesen Fall liegt dem A/V-Client eine eigene Server Software bei, die aber nur mit der Box aus dem Hause Zyxel zusammen arbeitet. Die beiden anderen Player konnten den Server im Netzwerk nicht finden.

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7 Kommentare
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  • Hallo

    Setze den DMA 1000 seit ein paar Tagen ein und mein Fazit entspricht im grossen Ganzen eurem Test: Das Konzept stimmt, die Realisierung lässt noch arg zu wünschen übrig.

    Alle bisher von mir eingesetzten Clients sind nicht audiophil. Keine Audio-Direct Option (digital), übersteuern, unsinnige Klang-Effekte, und keine Flac-Unterstützung. Wie schwierig kann es denn sein, das zu realisieren? Der DMA 1000 setzt eh haufenweise Open Source ein (siehe Handbuch am Schluss).

    H264-Streaming wird erst dann richtig funktionieren, wenn die Clients den Sigma 863x-Chip einsetzen - die 862x Chips haben einfach zu wenig Power. Die 863x-Chips werden meines Wissens vorerst aber nur in HD-DVD bzw. BlueRay-Player eingesetzt.

    - Der USB-Port ist zu langsam, um Filme von der Festplatten zu spielen. Habt ihr das auch getestet?

    - Der Klang (digital angeschlossen) übersteuert, wenn man die Lautstärke am DMA voll aufdreht, und auch das Bild per SVideo ist zumindest bei meinem Fernseher übersteuert. HDMI konnte ich wegen der falschen Farben nicht wirklich geniessen.

    - Zusammenarbeit mit Twonky war bisher nicht zufriedenstellend, vielleicht kann das mit einer anderen Clienttyp-Einstellung verbessert werden.

    - WMV-Dateien konnte ich abspielen, allerdings habe ich nur tiefere Auflösungen getestet.

    Macht weiter so, nur mit vielen Tests und entsprechender Kritik werden die Hersteller ihre Geräte so weit verbessern, dass sie auch wirklich im Alltag eingesetzt werden können!
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  • Hallo,

    wie schon mein Vorredner finde ich einen USB Anschluss zum übertragen der Filme einfach zu langsam. Genau so wie ein 100Mbit Netzwerk. Ich frage mich wie viel es wohl mehr kosten würde einen Gigabit LAN Anschluss zu verbauen. Auf Mainboards sind diese ja teilweise schon doppelt vorhanden.

    Auch hätte mich sehr interesiert wieviel Cachespeicher die Geräte verwenden.
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  • Hallo

    Grundsätzlich ist ein USB 2.0 Port (so wie er von ZyXEL beschrieben wird) schnell genug. Die Filme, die von der externen Festplatte mit dem DMA 1000 stottern, laufen von dieser Platte problemlos auf dem PC. Auch der 100MBit Netzwerkanschluss reicht eigentlich - gestreamt stottern diese Filme nicht. Aber in der Realität bringt dieser USB-Port bestenfalls USB 1.1 Leistung - und das reicht natürlich nicht.

    Aber sie haben recht, es wird gespart, wo es nur geht - wobei zumindest der DMA 1000 auch in der Anschaffung günstig ist.

    Der verbaute Sigma 8621 kann meines Wissens 64MB RAM ansprechen - ob die verbaut sind, habe ich nicht überprüft. In der gleichen 862x-Serie gibt es auch schnellere Varianten, die mehr Speicher ansprechen können, aber die kosten bestimmt ein paar Cents mehr...
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  • Hallo,

    ich habe den DMA1000 nun auch und habe schon ein paar Tips:

    1)DIVX/AVI support
    Der Player überprüft den Handler im AVI Header.
    Wenn der nicht DVIX, DX50, oder VIXD ist, wird das Video nicht abgespielt.
    Manche Encoder tragen etwas anderes ein.
    Einfach manuell ändern. z.B. mit AVIedit

    2)Twonky Server
    Client Setting in Server auf CTT DLNA 1.5 setzen
    Dann geht auch der DIVX Stream.
    Ich habe bereits HD video mit 1280x720 (6000kbps)
    übers Netzwerk von meinem ICYBox NAS-2000
    ohne Probleme gestreamt.
    Leider gibt es aber trotzdem noch ein
    paar Problem mit Twonky: Media Menüs
    sind sehr langsam und keine Files drin,
    nur über Server Menü

    3) Umbedingt IR Empfänger im Gehäuse näher
    an das IR Fenster biegen (Vorsicht)
    damit die Fernbedienung besser funktioniert.
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  • Hallo

    Ja in der Tat, das mit dem Twonky Server habe ich unterdessen auch herausgefunden. Die Media Menüs benötige ich zwar nicht, Files werden bei mir aber angezeigt. Der Aufbau ist aber schon langsam.

    Den Trick mit dem IR-Empfänger werde ich noch ausprobieren!
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  • naja, interessant wird das ganze erst, wenn man am server 2-4 DVB-s(2) karten eingebaut hat, und an den clients LIVE tv schauen kann (mit timeshift, EPG mit viderecorder funktion usw. )

    und das ganze mit wlan fernbedienen kann ...
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  • Hallo,

    als ich las, dass hier der Netgear EVA700 getestet wird mußte auf das Datum des Berichts schauen. Ich denke, es gibt den EVA8000 nun doch schon seit einiger Zeit und der ist definitiv HD-tauglich und hat sogar einen HDMI Anschluss.
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