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CPU Benchmarks: PCMark 7 und Sandra 2012

Testbericht AMD A10-4600M: Trinity gibt sein Debüt, mobil
Von , Don Woligroski

Der PCMark bevorzugt die Intel-Hardware – vielleicht sogar schon zu sehr. Merkwürdig ist jedenfalls, dass der A10-4600M in den Einzeldisziplinen oft mit dem Core i5-2450M mithalten oder ihn sogar schlagen kann, in der Gesamtwertung dann aber deutlich schlechter eingeordnet wird.

In Sandras Arithmetik-Test geht der Core i5-2450M uneinholbar in Führung. Selbst die iSSE4.2-Erweiterungen, die bei Trinity jetzt unterstützt werden, scheinen dem A10-4600M nicht wirklich zu helfen. Der A8-3500M liegt klar hinter den anderen beiden Systemen.

Eine kleine Anmerkung: Diagnostische bzw. synthetische Benchmarks wie Sandra fließen natürlich nicht in unser Fazit ein sondern helfen uns nur, das theoretische Potenzial der vorliegenden Hardware besser einzuschätzen. Nur echte Anwendungen werden in unserer abschließenden Betrachtung und der entsprechenden Empfehlung berücksichtigt. Dennoch ist der Blick auf die theoretischen Werte oft aufschlussreich.

Auch mit dem neu hinzugekommenen FMA3-Befehl schafft AMDs A10-4600M nicht den Anschluss an Intels Core i5-2450M.

In Sandras Kryptografie-Benchmark liegen Sandy Bridge und Trinity erstaunlich dicht beisammen, was AMDs neue APU sicherlich den jetzt unterstützten AES-NI-Befehlen verdankt. Der A8-3500M ist hoffnungslos unterlegen.

GPGPU/GPCPU-Berechnungen

In Sandras GPGPU/GPCPU Kryptografie-Test kann AMDs Trinity seine Muskeln eindrucksvoll spielen lassen. Llano wird klar, Sandy Bridge hingegen vernichtend geschlagen. Beide APUs können dank passendem Treiber nativ OpenCL nutzen. Sandy Bridge muss diesen offenen Standard hingegen auf seinen x86-Kernen emulieren.

Die gemessene Speicherbandbreite erscheint uns bei Llano und Trinity ziemlich niedrig, Andererseits hat uns dieses Tool in der Vergangenheit schon einige Male fehlerhafte Ergebnisse geliefert, und zwar vor allem auf gerade neu erschienener Hardware,

Alle 9 Kommentare anzeigen.
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  • noskill , 21. Mai 2012 08:57
    Sehr guter Test und im Gegensatz zu Computerbase habt ihr sogar nach wissenschaftlichen Grundsätzen getestet indem ihr gleiche Bedingungen hergestellt habt, damit man die Ergebnisse auch vergleichen kann.
    Bei Llano-Laptops gibt es in der Tat bei vielen 1600 DDR3 Riegeln Probleme, die mit vollen Takt laufen zu lassen, da muss man dann Kingston PnP 1600-DDR3 Riegel nehmen oder man nimmt halt nur 1333er.
    Das liegt an den verwendeten Motherboards und ihrem BIOS.
  • pescA , 21. Mai 2012 09:19
    Das klingt doch schon sehr vielversprechend. Bevor ich zu einer Bewertung von Trinity komme, ein paar Überlegungen zur Leistungsaufnahme im Spiel:

    Llano (45W TDP): 47,0W
    Hier scheint die GPU zwar ausgelastet zu werden, der CPU Teil jedoch nicht.

    Trinity (35W TDP): 43,6W
    Hier scheint tatsächlich ein Großteil der TDP für die GPU zur Verfügung zu stehen.

    Intel (35W TDP): 55,8W
    Was ist da los? 20W für die Platform erscheit mir ne ganze Menge!

    ---

    Trinity ist in vielerlei Hinsicht AMDs erste APU. Dies wird finde ich beim Speicher am deutlichsten. Ein Nachteil von APUs ist ja, dass die GPU auf den RAM zugreifen muss und keinen eigenen Speicher hat. AMD macht daraus einen Vorteil, indem die CPU, die GPU auf der APU und eine diskrete GPU alle auf diesen Speicher zugreifen können. Zum einen senkt dies die Stromaufnahme, da nicht alles über die CPU läuft. Zum anderen kann dies bei OpenCL-Anwendungen die Performance deutlich erhöhen, da die Daten nicht von einem Speicher in den nächsten kopiert werden müssen.

    Ansonsten ist Trinity konsequent auf Energiesparen getrimmt, was ich sehr gut finde. Die Leistung von mobilen CPUs reicht ja heutzutage wirklich für alles aus, vgl. euren Kommentar im Fazit zur gefühlten Geschwindigkeit. Die GPU Leistung wurde erheblich gesteigert und liegt knapp vor der HD4000 [1]. Gleichzeitig wurde die TDP um 10W gesenkt. Sogar ein 17W Modell kommt. Zudem kann LPDDR3-1600 eingesetzt werden.

    Insgesamt macht Trinity seine (ihre?) Arbeit derzeit ganz gut. Sollten nun Anwendungen kommen, welche OpenCL usw. ins tägliche Leben bringen, sollte sogar Ivy geschalgen werden. Sandy hat AMD mMn mit Trinity geschalgen. Eine gut genügene CPU Leistung und brachiale GPU Leistung bei gleicher Leistungsaufnahme und geringerem/vergleichbaren Preis.

    [1] http://www.anandtech.com/show/5831/amd-trinity-review-a10-4600m-a-new-hope/6
  • benkraft , 21. Mai 2012 11:22
    So sehr ich mich freue, Ergebnisse von anderen Seiten hier zu sehen, muss ich doch eins zu bedenken geben:
    Die reine Leistung mag bei Intels HD 4000 erst einmal gut aussehen. Die Frage ist aber, ob Intel dieses Mal die Treiber besser hinbekommt. Ich erinnere an die Texturfehler (und Inkompatibilitäten) bei der HD 3000 - oder zuletzt bei der GMA 3650 im Atom D2700... Solange die Software also nicht mitspielt, kann AMD auch bei einem hypothetischen Gleichstand erst einmal noch beruhigt sein. Und im GPU-Bereich hat AMD einfach mehr Erfahrung.
  • FormatC , 21. Mai 2012 12:20
    Batman wurde von Anand nicht im DirectX11-Mode getestet, ein wenig irritierend.
  • pescA , 21. Mai 2012 12:38
    Zitat :
    So sehr ich mich freue, Ergebnisse von anderen Seiten hier zu sehen

    'tschuldigung :)  Aber dass Trinity den HD3000 alt aussehen lässt, war ja klar. Ich wollte nur zeigen, dass dies auch beim HD4000er nicht besser wird.
    Hinzu kommt die Treiberproblematik. Zudem wurde hier mit einem i7 (45W TDP) verglichen, in den 35W Versionen kommen bestimmt GPUs mit einem geringeren Takt zum Einsatz. Dann liegt Trinity deutlich vorn.
  • benkraft , 21. Mai 2012 14:27
    @pescA - Okay, dann sind wir ja einer Meinung. :)  (Und sorry - bei erster Lesung hatte ich deinen Beitrag irgendwie sehr anders verstanden... )
  • noskill , 21. Mai 2012 20:37
    @pescA

    Der A8-3500m hat auch eine TDP von 35W.
    Deswegen wird das mit dem RAM auch nicht gehen, soweit ich weiß können die 35W Modelle von Llano kein DDR3-1600.
  • titanfx , 23. Mai 2012 11:42
    AMD täte gut daran, ganz schnell die Piledriver CPU auch sofort für Desktop verfügbar zu machen bzw kurzfristig zu launchen.
  • scouty@guest , 8. Juni 2012 10:52
    Ich liebäugele ja schon länger einen neuen, sparsamen und kompakten Rechner für Büroanwendungen und Bildbearbeitung zu bauen. Ich verwende zur RAW-bearbeitung freie Konverter unter Linux.
    Alleine die Verwendung von Linux bei meinem betagten Thinkpad T60 (CoreDuo 1.83, 3GB) bringt enorme Geschwindigkeitsvorteile gegenüber WinXP bei der Bearbeitung von größeren RAW Dateien.
    So, da ich auch gelegentlich auch etwas Spiele, meist etwas betagter Klassiker wie BF1942 oder ein paar Ego-Shooter aus der Linuxwelt, wurde ich auf die LIANO Serie Aufmerksam.
    Nun meine kleine Frage: Lohnt es sich für mich, auf die neuen Trinitys zu warten oder sollte ich im Bezug auf die Bildbearbeitung auf die i5 umschwenken?
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