Wir ergänzen unseren ersten Blick auf die bereits getesteten Trinity-APUs A6, A8 und A10 um Spiele- und Anwendungsbenchmarks des bisherigen APU-Flaggschiffs A8-3780K und der Intel-CPUs Core i3-2100 und -2105, um die neue Architektur besser einzuordnen.
[Anmerkung: Dieser Artikel erschien ursprünglich im Juli 2012. Aus gegebenem Anlass möchten wir ihn heute erneut unseren Leser präsentieren. Die Redaktion]

Vor kurzem veröffentlichten wir mit Trinity auf dem Desktop: Vorab-Test von AMDs A10-5800K, A8-5600K und A6-5400K unsere erste Einschätzung zu AMDs neuer APU-Generation. Allerdings stellten wir fest, dass uns noch zwei Kandidaten im Feld fehlten, um ein wirklich rundes Bild zeigen zu können: Intels Core i3-2100 und AMDs A8-3870K. Also besorgten wir uns diese beiden 100-Euro-Prozessoren kurzerhand aus dem Handel und können jetzt ziemlich gut das Konkurrenzfeld abbilden – und die fehlenden Vergleichsdaten präsentieren.
Die A8-APU spielt eine besondere Rolle, denn immerhin handelt es sich um das Spitzenmodell der Llano-Familie. Zwar taktet sie nur 100 MHz schneller als die A8-3850, die in unserem ersten Test zum Einsatz kam, kann aber mit einem offenen Multiplikator aufwarten, der für den höheren Preis verantwortlich ist. Man darf wohl erwarten, dass es auch bei den Trinity-APUs mit frei wählbarem Multiplikator einen Preisaufschlag geben wird.
Intels Core i3 ist hingegen die spannendere Vergleichs-CPU. Ihre beiden Kerne basieren auf der sehr effizienten Sandy-Bridge-Architektur und können dank Hyper-Threading je zwei Threads parallel bearbeiten, also insgesamt vier. Doch reicht das, um sich gegen die beiden Piledriver-Module einer A8- oder A10-APU der Trinity-Generation zu behaupten? Das ist die Frage, die uns am meisten interessierte.
Intels Core i3-2100 ist mit der HD Graphics 2000 ausgestattet, und so ist absehbar, dass sie gegen AMDs kommende APUs keinen Stich machen wird. Natürlich gibt es dann noch den Core i3-2105, der die HD Graphics 3000 mitbringt, eine leistungsfähigere Version der GPU mit 12 statt sechs Ausführungseinheiten (Execution Units, EUs). Sie läuft mit dem gleichen Takt von 3,1 GHz wie der i3-2100, und so bleibt der einzige Vorteil gegenüber dem Schwestermodell eben die bessere Grafiklösung. Dafür darf man in der Boxed-Variante allerdings auch rund 20 Euro mehr auf den Tisch legen.
Was passiert nun also, wenn wir A8-3870K und Core i3-2100 sowie für Spieletests den i3-2105 ins Testfeld aufnehmen? Wird das Blatt neu gemischt oder bleibt alles beim Alten?
- Ein Nachtrag mit neuen Daten
- Test-Hardware und Benchmarks
- Benchmarks: Sandra 2012
- Benchmarks: Adobe CS5 und 6
- Benchmarks: Content Creation
- Benchmarks: Anwendungen
- Benchmarks: Media Encoding
- Benchmarks: Datenkompression
- Benchmarks: Batman: Arkham City
- Benchmarks: World of Warcraft: Cataclysm
- Benchmarks: The Elder Scrolls V: Skyrim
- Benchmarks: Diablo III
- Wenn Trinity heute herauskäme...
Wie sieht es denn nun eigentlich mit dem kleinen Trinity aus? Man könnte das meinen, der verhält sich so wie damals der Pentium 4 mit und ohne HT vs. Pentium D, auch wenn es nicht das gleiche ist, aber damals war es wirklich ähnlich. Reicht die kleine CPU für "normales" Office (Für HTPC sollte es ja sowieso reichen) oder merkt man im Alltag, das die CPU deutlich langsamer ist?
Wie sieht es aus, wenn man beim Llano den Athlon x4 651 (Einfach das Pendant zum 3870k) + separate GPU nimmt? Soll man, wenn man beispielsweise eine GF5450 oder irgend etwas bis zur Mittelklasse hat, den Athlon nehmen oder doch den 3870k? Der Athlon ist ja nochmals deutlich günstiger (Zumindest hierzulande 25-40%) als der 3870k. Oder gleich AM3+ samt Phenom II X4 oder FX4/FX6? Beim Athlon fehlt dann eben der Multi, aber die Käufergruppe der Llanos will ja wohl sowieso nicht unbedingt superhohe Performance. Zumindest wäre das nicht logisch.
Bei den grossen Trinitys würden mich dann natürlich auch Untervolting/OC-Ergebnisse interessieren. Hier kann man wohl wieder die Leistungsaufnahme um 10-20% reduzieren und wäre dann wohl sogar vor Intels Prozessoren.
Schön zu sehen ist auf jedenfall, dass AMD mit den Trinitys auf jedenfall ein gutes Stück Leistungslücke gutmacht. Ob das mit dem Takt gemacht wird, spielt am Ende ja keine Rolle.
Interessant ist auch, dass man bei Intel dann wirklich fast zum 2500k/35xxk greifen muss, damit die Intel--Prozessoren interessant werden (Aus Spielersicht und P/L-Sicht. Andere Applikation profitieren sicher anders davon). Die ganze Palette zwischen den getesteten hier und dem 2500k scheint demnach irgendwie überflüssig.
danke fürs nachreichen!!!!!
Traurigerweise komme ich z.B. mit i5-35xxK und i7-37xxK auf einen aehnlichen Verbrauch wie der A6-5400K, mal ganz davon abgesehen, dass die selbst untervoltet noch auf 4GHz gehen. Unter die Leistungsaufnahme Intelscher CPUs zu kommen halte ich darum fuer illusorisch. Spaetestens wenn die T-Serie ins Spiel kommt, gibt es seit den AM2/AM3-45W-e-Modellen leider nichts Vergleichbares mehr vom Mitbewerber aus Sunnyvale. Im idle sind die Unterschiede sowieso kaum noch erwaehnenswert, und es macht auch kaum einen Unterschied ob die oben erwaehnten Ivys im idle mit 1V oder nur 0,7V laufen. Fuer Gelegenheitsspieler mag Trinity ein gutes Angebot sein, fuer alle anderen beidseits dieser Kategorie gibt es besseres, wer sparsam bleiben will, S1155 und ansonsten die "Stromfresser" S2011 oder SAM3+.
Desweiteren ist der Fakor Leistungsaufnahme (imho) relativ zu betrachten. Ein System was häufig unter Last steht, könnte man annehmen, wird wohl auch zeitlich verhältnismäßig intensiv genutzt. Derartige Nutzergewohnheiten bedingen i.d.R. einen erhöhten Leistungsbedarf, ergo ist Stromsparen im Einsteigerbereich eher Bastleridealismus als Praxisrelevant - meiner Meinung nach.
ich verfolge eure artikel sehr gerne und empfehle sie auch weiter...so muss man nicht alles selbst feststellen um zu wissen woran man ist wenn ein angebot vor der nase hat.
Und wenn man so rumfragt: Intel kennt einfach jeder irgendwo her. Und sei es nur durch ein Inserat eines Dell-Rechners.
Aber bei AMD müssen dann viele passen: Die sind in etwa so unbekannt wie IBMs G5-Prozessoren (Beim Laien!)...
Und so kommt es halt: Das beste Produkt nützt nichts, wenn es niemand kennt...
Zwei wirklich geniale Schachzüge, wie ich meine.
Bei AMD hat man das spät begriffen, und man hat auch einfach nicht das Geld, sich eine Blue Man Group zu kaufen und sich so Sichtbarkeit zu verschaffen. Bleibt die Mundpropaganda, die wiederum verfügbare CPUs/APUs voraussetzt... Aber Trinity kommt ja nun wohl erst im Oktober (was leider schon auf der Computex abzusehen war - da hatte ich diverse Gespräche mit Mainboardfirmen, aber ich darf ja leider nicht immer alles erzählen).
Bei Intel MUSS man eine lahme und nutzlose integrierte GPU dazunehmen und bezahlen die in keinem Verhältnis zur recht mordernen CPU steht. Oder anders gesagt, HD3000-Grafik gehört in die 50-150 Euro Mittelklasse, HD2000 in die Celeron-Klasse bis 50 Euro und in die richtig grossen Vierkerner gehört gefälligst dieser Schrott garnicht rein sondern mehr Cache, mehr CPU-Cores, mehr Essenz. Oder eben niedriger Preis.
Witzigerweise gibts die meisten Intel-CPUs ja sogar ohne Grafikeinheit, dann aber als Xeon. Die sind bei 1000er Stückzahlen im Allgemeinen ca. 15 Euro / 10% günstiger als mit Grafik.
Bei AMD ist die CPU zwar etwas langsamer aber die GPU ist relativ gut darauf abgestimmt und wird meistens genügen. Dazu kommt daß man einer AMD-APU mit einer AMD-Grafikkarte eine elegante Lösung dazustellen kann die nur anspringt wenn man die Leistung auch wirklich braucht. Mit Intel-Grafik und einer Zusatzkarte klappt das weit, weit weniger gut.
Wie sieht es denn mit dem i3-3225 aus?
Bei meinem 1,5 Jahre alten Dell Laptop klappt die Umschaltung auf Knopfdruck wunderbar, zwischen der Intel-Grafik und der AMD 6870M. Die Intel reicht für alles aus außer echte Computerspiele. Und da drücke ich eben die Umschalttaste. Selbst Youtube und Co. machen keine Probleme mit der Intel-Grafik.
Die "lahme nutzlose" Intel-Grafik reicht bei meinem Bürorechner (CPU: I5-2400k) völlig aus, inkl. DWG und DXF-Viewer. Zugegeben die CPU-Power passt scheinbar nicht recht zur GPU-Power. Aber das Lastverhalten meines Bürorechners macht einen sehr guten Eindruck. Die Festplatte ist die einzige Bremse im Zusammenhang mit WIN32XP und 4GB RAM.
danke euch, habe schon sehnlich auf die nächsten Tests zum Trinity gewartet. Sagt mal, wann kommen die neuen CPU Charts?
Na ja, überrascht hat mich ja, dass die neuen günstigen Modelle soweit hinterher hängen. Ich bin auf die Preise gespannt, die sich hoffentlich früh im dritten Quartal finden lassen werden. Alles in allem scheint Trinity dann die Erwartungen erfüllt zu haben, wo Llano seinerzeit etwas zurückblieb.
Gruß
THG hat sich also Mühelos vor den AMD Marketing Karren spannen lassen.
THG hat sich also Mühelos vor den AMD Marketing Karren spannen lassen.
Ich glaube, du hast die Golem-Meldung nicht verstanden, oder? Noch mal zum mitschneiden:
Laut AMD hätten wir gestern nur über die GPUs reden dürfen. Dir ist offenbar entgangen, dass wir darüber hinaus noch zwei weitere Artikel veröffentlicht haben, in denen wir zB Leistungsaufnahme und Performance der x86-Kerne analysieren. Laut AMDs willen wären das Informationen für den 2.10.
Wie war das also mit dem Marketing-Karren? Erkläre es mir bitte...
THG hat sich also Mühelos vor den AMD Marketing Karren spannen lassen.
Hast du eine Rechnung mit TH offen, oder warum postest du den Blödsinn überall?
Bevor ich mich wiederhole: http://www.tomshardware.de/foren/id-113246/duell-igpus-amds-trinity-intels-ivy-bridge-fullhd-test.html#879863
Edit: Ah, da war jemand schneller...
Kommt ganz auf die Auflösung an und ob du die Details voll aufgedreht hast oder eher etwas weniger